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EC135T1.jpg
Fahrzeugdaten RTH
Besatzung: Notarzt, HEMS Crew Member, Pilot(en), ev. Bordwart / Bergretter
Einsatz: akute Notfälle mit Notarztindikation, qualifizierter Krankentransport

Rettungshubschrauber (RTH) sind speziell ausgerüstete Hubschrauber, die in der Luftrettung als Notarztzubringer im Rahmen des Rendezvous-Systems ("Primär-Einsatz") und als Verlegungsmittel für Klinikpatienten ("Sekundär-Einsatz") dienen.

Einsatzbereich


Die Rettungsleitstelle entsendet einen Rettungshubschrauber immer dann, wenn ein schneller Notarzteinsatz notwendig ist und kein bodengebundener Notarzt zur Verfügung steht oder wenn die speziellen Vorteile eines Rettungshubschraubers gefragt sind:
  • Einsatzfähigkeit in schwer zugänglichen Gegenden
  • Unabhängigkeit von Staus und Fahrbahnzustand (z. B. Eisglätte)
  • zügiger und schonender Transport mit medizinischer Betreuung und umfassender Überwachungsmöglichkeit auch in weiter entfernte Krankenhäuser

Nachteil eines Rettungshubschraubers ist die Abhängigkeit von Witterungs- und Sichtbedingungen. Obwohl Rettungshubschrauber auch nachts eingesetzt werden können, ist das Risiko für Landungen in unbekanntem Gelände dabei so hoch, dass sich die Dienstzeit meist nur auf die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang beschränkt. Nachteinsätze sind dementsprechend selten. Hingegen ist die nächtliche Luftrettung auf dem Sektor der interklinischen Patienten-Verlegungsflüge keine Besonderheit mehr. Eine erhebliche Anzahl von Intensivtransporthubschrauber-Stationen ist rund um die Uhr einsatzbereit.

Die Vor- und Nachteile der Durchführung eines Fluges müssen gegeneinander abgewogen werden. In Zweifelsfällen trifft der Pilot die Entscheidung, er hat die Verantwortung für die Sicherheit seines Hubschraubers und der Besatzung. Bild:Europa2.jpg|Rettungshubschrauber Christoph Europa 2 Bild:EC_135.jpg|Christoph 71 Bild:EC_135_Frontansicht.jpg|Christoph 23 Bild:Helikopter_Christophorus_10.JPG|Christophorus 10 bei einem Einsatz Bild:C16_air_ambulance_front.jpg|Christophorus 16, Vorderansicht Bild:C16_air_ambulance_side.jpg|Christophorus 16, Seitenansicht Bild:Helicopter_Hubschrauber_01_KMJ.jpg|Search-and-Rescue (SAR) Hubschrauber Bild:Notfalltransport_per_Hubschrauber.jpg|Rettung einer verletzten Person per Hubschrauber

Ausrüstung


Die Mindestausstattung orientiert sich hinsichtlich der medizinischen Geräte, Medikamente und Materialien am Notarztwagen; sie ist durch die DIN 13 230 geregelt. Damit kann eine Versorgung vor Ort und während des Transportes auf notfallmedizinischem Niveau erfolgen.

Für spezielle Anforderungen kann die Ausrüstung auch erweitert werden. Zum Beispiel ist am Meer oder im Gebirge (zum Einsatz bei Bergunfällen) am Rettungshubschrauber oft auch eine seitliche Winde angebracht, womit der Patient auf einer Trage im Flug hochgehoben und verladen werden kann. Ohne diese Winde wird der Patient zwar auch mit dem Hubschrauber hochgezogen, dann muss aber der Hubschrauber später landen um den Patienten auch verladen zu können.

Bild:ECHeck.jpg|Heck eines RTH mit Krankentrage und Alpinausrüstung Bild:RTH Innenansicht-links.jpg|Innenansicht eines RTH Bild:RTH Innenansicht-rechts.jpg|Innenansicht eines RTH

Besatzung


EC135T1.jpg]] Die Besatzung eines deutschen RTH besteht in der Regel aus dem Piloten, einem Notarzt und einem HEMS Crew Member, einem speziell ausgebildeter Rettungsassistenten. Bei bestimmten RTH-Typen gehört zur fliegerischen Besatzung zusätzlich ein Bordwart. Fallweise werden auch Praktikanten mitgenommen.

Pilot und Bordwart sind Angestellte des Betreibers. Der HEMS Crew Member ist oft Angestellter der Hilfsorganisation, mit der der Betreiber eine Partnerschaft eingegangen ist, selten beim Betreiber selbst angestellt (Ausnahme etwa die Hubschrauber der Bundeswehr). Der Notarzt ist ein Arzt des Krankenhauses, an dem der RTH stationiert ist, in vielen Fällen leistet er in der einsatzfreien Zeit normalen Stationsdienst.

In Österreich werden Rettungshubschrauber mit einem Notarzt, einem Piloten, sowie einem zum HEMS Crew Member ausgebildeten Notfallsanitäter besetzt. Bei einigen RTHs, die vorwiegend in alpinem Gelände eingesetzt werden, ist als viertes Besatzungsmitglied ein ebenfalls speziell geschulter Bergretter an Bord. Hauptsächlich aus finanziellen Gründen wird aber auch auf diesen Hubschraubern zunehmend die Besatzunszahl auf drei reduziert, in diesem Fall müssen die Notfallsanitäter die Bergretter-Ausbildung, sowie eine Flugretter-Schulung absolvieren.

Siehe auch


Weblinks


Luftrettung | Hubschraubertyp

Traumahelikopter

 

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