Reschensee.jpg | Reschensee2.jpg Kirchturm_graun.JPG Der Reschenpass, ital. Passo di Resia, ist ein Gebirgspass in den Tiroler Alpen, westlich des Brennerpasses und östlich der Via Mala. Er verbindet das Vinschgau (Südtirol, Italien) mit Tirol (Österreich). Die Passhöhe liegt beim Dorf Reschen (ital. Resia) auf 1504 m ü.M. Nördlich der Passhöhe verläuft heute die Grenze zwischen Österreich und Italien. Zu den Ortschaften der Region Reschenpass gehören: Nauders, Reschen, Graun (Südtirol), Langtaufers und St. Valentin auf der Haide. Der Name des Reschenpass geht wohl zurück auf „Rätischer“ Pass.
Von römischer Zeit bis 1854 war die befestigte Innbrücke bei Finstermünz nördlich von Nauders eine Zollstätte. Als Relikt der Weltkriege des 20. Jahrhunderts sind auf der Passhöhe bis heute noch zahlreiche kleinere Bunkeranlagen sichtbar.
1948 bis 1950 wurde auf der italienischen Seite des Passes der Reschensee aufgestaut. Dabei versank der Ort Graun (Südtirol) in den Fluten, lediglich der Kirchturm ("San Petro") ist noch sichtbar und dient heute zahlreichen Touristen als Foto-Motiv. Die Volksmusik-Gruppe Kastelruther Spatzen schrieb 1994 auch ein Lied über diese Geschichte - "Atlantis der Berge".
Erbauer der Alpenstraße über den Reschenpass war Carl Ritter von Ghega, der bereits den Entwurf und Bau der berühmten Semmeringbahn vollbrachte, die zu den technischen Pionierleistungen der damaligen Zeit gehörte. Heute sind der Straße die Gefahren von damals durch Tunnel und Galerien genommen worden.
Alpenpass | Gebirgspass | Pass in Italien | Pass in Österreich
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