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Reputation bezeichnet

  1. die gesellschaftliche Wertschätzung einem Menschen oder einer Gruppe gegenüber,
  2. den an eine Einzelperson oder Institution gebundene Ruf höherer Kompetenz und Qualifikation, hinsichtlich der Erbringung von gesellschaftlich relevanten Leistungen. Sie kann in der Terminologie Pierre Bourdieus als kulturelles Kapital verstanden werden, d.h. als eine soziale Ressource, welche sich für den Inhaber in andere Kapitalformen transformieren lässt; beispielsweise im Zusammenhang mit der Verteilung von Forschungsgeldern an verdiente und vielversprechende Wissenschaftler (ökonomisches Kapital).

Gesicht- und Gesichtswahrung in China und Japan


Nach chinesischer Denkweise hat jeder Mensch ein Gesicht. Sein Gesicht wird ihm durch soziale Anerkennung gegeben oder durch Missachtung entzogen. Das Gesicht eines anderen zu wahren, heißt in erster Linie, seine Schwachstellen nicht bloßzulegen. Wer Ansehen gibt, gewinnt damit zugleich selbst an Ansehen. Wer einem Anderen das Gesicht nimmt, hat damit seines auch verloren. „Sein Gesicht zu verlieren“ heißt, in eine Situation gebracht worden oder geraten zu sein, in der man sich vor Anderen fortan schämen muss; es ist dies mit dem Verlust der Ehre in morgen- und abendländischen Gesellschaften vergleichbar.

Siehe auch


Soziologie

Reputation | Maine (yhteiskunta) | Reputatie

 

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