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Republika Srpska
Република Српска
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(Details) (Details)
Amtssprachen Serbisch, Bosnisch, Kroatisch
Regierungssitz Banja Luka
Präsident Dragan Čavić, SDS
Fläche 25.053 km²
Einwohnerzahl 1.700.000 (Schätzung)
Währung konvertible Mark
Nationalhymne Bože Pravde Rs lokacija.PNG Republika_srpska.png

Die Republika Srpska (serbisch Република Српска/Republika Srpska, abgekürzt РС/RS, deutsch Republik Serbien oder Serbische Republik) ist nach dem Dayton-Vertrag neben der bosniakisch-kroatischen Föderation Bosnien und Herzegowina eine von zwei Entitäten (Teilrepubliken) des Staates Bosnien und Herzegowina. Sie wurde kurz vor Ausbruch des Kriegs in Bosnien-Herzegowina errichtet. Der Sitz der Verwaltung ist seit 1998 Banja Luka. Die Mehrheit der Bevölkerung der Republika Srpska wünscht eine Wiedervereinigung mit der Republik Serbien. Im Zuge der Abspaltung Montenegros vom Staatenbund mit Serbien, sowie der Verhandlungen über eine Souveränität oder Autonomie der serbischen Provinz Kosovo und Metochien, wurden die Stimmen in der Republika Srpska über ein Unabhängigkeitsreferendum von Bosnien und Herzegowina immer lauter. Dieses Bestreben wird jedoch aufgrund des Dayton-Abkommens von der internationalen Gemeinschaft abgelehnt.

Bevölkerung und demographische Kriegsfolgen


Die Republika Srpska hat ca. 1,7 Millionen Einwohner. Die größte Volksgruppe sind mit rund 92 % die Serben. Neben den Serben gelten auch Bosniaken und Kroaten als konstitutive Volksgruppen. Die Serben sind hauptsächlich serbisch-orthodox und verwenden meist die kyrillische, teilweise aber auch die lateinische Schrift.

Von den einst 356.000 Bosniaken leben noch 37.000 und von den 180.000 Kroaten noch 30.000 Menschen in der Republika Srpska; der Anteil der Serben ist seit 1991 um 15 Prozent gestiegen.

Geografie


Die Republika Srpska umfasst seit dem Dayton-Friedensabkommen von 1995 25.053 km², das sind genau 49 % des Staatsgebiets von Bosnien und Herzegowina. Ihr Gebiet umfasst den Norden sowie den Nordosten und Osten Bosnien und Herzegowinas. Zwischen den beiden Teilgebieten besteht keine territoriale Verbindung. Der wenige Kilometer breite Korridor bei Brčko, durch den sie in der Vergangenheit miteinander verbunden waren, gehört heute zum Brčko-Distrikt, der als Kondominium beider Entitäten unter direkter Kontrolle des Gesamtstaates steht. Die Grenzen der Republika Srpska umschließen die Föderation von Bosnien und Herzegowina. Das Gebiet der Republika Srpska grenzt im Norden an Kroatien, im Osten an Serbien, im Südosten an Montenegro und wiederum kurz an Kroatien.

Städte


Die wichtigsten Städte in der Republika Srpska sind:

Politisches System


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Das Parlament der Republika Srpska setzt sich aus zwei Kammern zusammen. Die Nationalversammlung umfasst 83 Abgeordnete. Daneben besteht ein Rat der Völker, in dem Serben, Bosniaken und Kroaten in gleicher Zahl vertreten sind. Den Präsidenten der Republika Srpska wählen die Bürger direkt.

In die Zuständigkeit des Gesamtstaats fallen gemäß Verfassung die Außenpolitik und der Außenhandel, die Zoll- und Währungspolitik, Migrationsfragen, internationale Strafverfolgung, Telekommunikation und Luftverkehrshoheit. Seit 2006 besitzt die Staatsebene auch die Zuständigkeit über die Verteidigungspolitik. Alle anderen Bereiche werden auf der Ebene der Entitäten geregelt.

Im Ergebnis der Wahlen vom Oktober 2002 konnten die bisherigen Regierungsparteien SDS und PDP trotz Stimmverlusten erneut zusammen mit der SDA die Regierung bilden. Premierminister wurde Anfang 2003 Dragan Mikerević (PDP). Nach den Verfassungsänderungen vom April 2002 gehören der Regierung der Republika Srpska erstmals Bosniaken und Kroaten an. Neuer Präsident wurde Dragan Čavić (SDS). Ihm wurden erstmals ein Kroate Ivan Tomljenović, SDP) und ein Bosniake (Adil Osmanović, SDA) als Vizepräsidenten zur Seite gestellt.

Premier Mikerević trat im Dezember 2004 aus Protest gegen Sanktionen zurück, die der Hohe Repräsentant der Staatengemeinschaft, Paddy Ashdown, wegen mangelnder Zusammenarbeit mit dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag über die Republika Srpska verhängt hatte. Sein Nachfolger ist der ehemalige Industrieminister Pero Bukejlović (SDS). Die SDA wurde aus der Regierung gedrängt. 2005 definierte sich die PDP als Opposition, so dass die Regierung die Mehrheit in der Nationalversammlung verloren hat.

Präsidenten der Serbischen Republik

Wirtschaft


20km.jpg In der Republika Srpska dominierten 2002 das verarbeitende Gewerbe (44,2 %), Energie-, Gas-, Dampf- und Wasserversorgung (42,3 %) sowie der Bergbau (13,5 %). Im verarbeitenden Gewerbe dominierte die Lebensmittelproduktion, gefolgt von der petrochemischen Industrie und der Metallverarbeitung.

Die Arbeitslosenquote für die Republika Srpska wird mit 38,6 % beziffert (zum Vergleich: Föderation von Bosnien und Herzegowina 41,7 %, Gesamtstaat 40,6 %). Berücksichtigt man die florierende Schattenwirtschaft, so schätzen IWF und Weltbank die durchschnittliche reale Arbeitslosigkeit in der Republika Srpska auf ca. 16 %.

Die Republika Srpska exportiert am meisten nach Serbien und Montenegro (49,1 %), Italien (11,1 %), Kroatien (8,9 %) und Slowenien (6,0 %). Die größten Importeure in die Republika Srpska sind Serbien und Montenegro (25,6 %), Slowenien (11,4 %), Kroatien (10,9 %) und Österreich (7,6 %).

Geschichte


Hauptartikel: Geschichte Bosniens und der Herzegowina

Die Republika Srpska wurde am 9. Januar 1992 proklamiert. Mit dem Dayton-Friedensabkommen von 1995 wurde die Republika Srpska als eine von zwei Entitäten des Staates Bosnien und Herzegowina anerkannt.

Weblinks


Teilstaat (Bosnien-Herzegowina)

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