Das Reproduktionsklavier ist ein automatisches Klavier, das von einem Pianisten in einem speziellen Aufnahmestudio eingespielte Musikstücke inklusive der Anschlagsdynamik weitestgehend authentisch wiedergeben kann, eben reproduziert. Diese pneumatisch gesteuerten Instrumente benutzen als Tonträger Lochstreifen aus Papier, die sogenannte „Notenrolle“ oder „Klavierrolle“. Das erste Reproduktionsklavier kam 1905 mit dem Welte-Mignon genannten Instrument der Firma M. Welte & Söhne auf den Markt. Weitere Hersteller von Reproduktionsklavieren waren in Deutschland die Leipziger Ludwig Hupfeld AG 1906 mit einem DEA genannten Instrument, das später vom verbesserten Modell Triphonola abgelöst wurde. Des Weiteren die J. D Philipps in Frankfurt am Main mit dem Modell Duca. In den Vereinigten Staaten entwickelte die Aeolian Company in New York City das Duo-Art-Klavier, das ab 1913 verkauft wurde und die American Piano Company ebenfalls in New York City, 1913 ein nach seinem Entwickler Charles F. Stoddart benanntes Modell Stoddart-Ampico. Die benutzten Aufnahmeverfahren sind unterschiedlich und nur zum Teil dokumentiert, im Falle des Welte-Mignon gar nicht, da es geheimgehalten wurde.
Das Kunstspielklavier benötigte zur künstlerischen Wiedergabe eine Person zur Bedienung, den Pianolisten, das Elektrische Klavier ist dazu gar nicht in der Lage.
Von 1986 an produzierte der bedeutende Klavierhersteller Bösendorfer in Wien den Computerflügel Bösendorfer SE290. Dieser war durch eine elektronische Aufnahmeeinrichtung in der Lage, das Spiel eines Pianisten perfekt aufzunehmen und zu reproduzieren oder die Aufnahmen anschliessend elektronisch zu editieren. Auch zur Komposition wurde der Flügel benutzt.
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