Der französische Autobauer Matra entwickelte in den Jahren 1978 bis 1982 Europas erste Großraumlimousine (Van) und brachte sie 1984 zusammen mit dem Hersteller Renault als Renault Espace (= Raum) zur Serienreife. Ursprünglich wurde das Konzept verschiedenen Autoproduzenten, unter anderem Citroën, angeboten. Keiner glaubte, dass es einen Markt für diese Art von Auto gäbe. Sie wurden eines Besseren belehrt. Bis 2003 wurde der Espace bei Matra gefertigt, danach bei Renault. Das Auto wird übrigens auch als Quiz Taxi verwendet.
Das im Verhältnis zur Größe des Fahrzeugs günstige Fahrzeugmasse sowie die extrem geneigte Frontscheibe resultierten in einem günstigen Luftwiderstandsbeiwert (cw-Wert). Beides zusammen ermöglichten mit der Zweiliter-Benzin-Motor günstige Beschleunigungswerte sowie eine Reisegeschwindigkeit von 160 km/h.
Die 18 Zentimeter längere zweite Serie (1991 bis 1997), auch als Typ J63 bezeichnet, war eine Weiterentwicklung auf dem J11-Chassis. Karosserie und Innenausstattung waren neu. Der J63 bekam eine noch günstigere, rundere Form und einen stärkeren Motor (wahlweise bis 6 Zylinder und auch als Turbo-Diesel), wodurch sich die Reisegeschwindigkeit bis auf 190 km/h steigern ließ. Von dieser Generation des Espace wurden trotz zunehmender Konkurrenz 316 419 Stück verkauft.
Auch die dritte Generation (1997 bis 2003), der Typ JE, wurde bei Matra entwickelt und montiert und besaß wie die Vorgänger eine Kunststoffkarosserie auf einem verzinkten Stahlchassis. Der JE erhielt neu entwickelte Vierzylindermotoren, die erstmals quer eingebaut waren. Der V6-Benziner aus dem Typ J63 wurde noch bis 1999 produziert und dann von einem neu entwickelten V6 mit 3,0 l Hubraum abgelöst. Auch die Dieselmotoren wurden im Laufe der Produktionszeit modernisiert.
Zur IAA 1997 wurde zusätzlich zum Grundmodell der nochmals um 27 Zentimeter längere Grand Espace angeboten, der als erster Van überhaupt vier Euro-NCAP-Sterne für vorbildliche Sicherheit erhielt. Von dieser Generation wurden insgesamt 357 120 Fahrzeuge gefertigt. 2001 wurde ein auf dem Typ JE basierendes viersitziges Coupé mit Kunststoffkarosserie vorgestellt, der Renault Avantime. Seine Produktion wurde nach weniger als zwei Jahren Anfang 2003 wieder eingestellt.
Die vierte Generation des Espace, der Typ JK, kam im Oktober 2002 auf den Markt. Erstmals wurde der Espace in konventioneller Stahlbauweise gebaut und bei Renault gefertigt. Der JK erhielt als erster Van die Höchstwertung von fünf Euro-NCAP-Sternen im Crashtest. Sechs verschiedene Motoren bis zu einer Leistung von 177 kW/245 PS stehen zur Auswahl.
Für 2006 ist ein Facelift geplant. Die Linienführung fällt dabei wesentlich weicher aus. Bei den Scheinwerfern kommen nun neue Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht dazu. Die Heckleuchten werden neu positioniert. Dazu gibt es den Espace mit 2 neuen Dieselmotoren zur Auswahl.
3 Benziner: 4 Zylinder 16V 2.0 100 kW/136 PS , 4 Zylinder 2.0 Turbo 125 kW/170 PS , 6 Zylinder 24V 3.5 177 kW/241 PS (von der Renault-Tochter Nissan geliefert und auch im Nissan 350Z verbaut)
3 Diesel: 4 Zylinder 1.9 dCi 88 kW/120 PS , 4 Zylinder 2.2 dCi 110 KW/150 PS , 6 Zylinder 3.0 dCi 130 kW/177 PS (von Isuzu)
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