René Théophile Hyacinthe Laënnec (* 17. Februar 1781 in Quimper; † 13. August 1826 in Kerlouarnec (Finistère)) war französischer Mediziner und Erfinder des Stethoskops.
Laënnec studierte in den Hospitälern in Nantes und war dann 1799 Wundarzt bei der Westarmee. Er studierte dann weiter unter Jean-Nicolas Corvisart in Paris und wurde 1816 Arzt am Hospital Necker zu Paris. Hier sammelte er seine Beobachtungen zur Auskultation mit dem von ihm erfundenen Stethoskop an Lungen- und Herzkrankheiten, die er 1819 und später (1826) in seinem Werk Traité de l'auscultation médiate (Paris 1819, 2 Bände; 4. Auflage von Andral, 1836, 3 Bände; deutsch von Meißner, Leipzig 1832) veröffentlichte.
1823 wurde er Professor am Collège de France und im folgenden Jahr Professor der medizinischen Klinik. Laënnec hat neben Leopold Auenbrugger, dem Entdecker der Perkussion, den Grund zu der exakten physikalischen Diagnostik der Krankheiten der Brustorgane gelegt und dadurch die Fortschritte der Medizin auf diesem Gebiet angebahnt.
1868 wurde ihm in seinem Geburtsort ein Standbild errichtet.
Verewigt hat er sich in der Medizin durch die erstmalige Beschreibung und zunächst falsche Klassifizierung (als bösartige Neubildung) der Leberzirrhose und durch die Erfindung des Stethoskops.
Vergleiche Lallour, Notice historique sur Laënnec (Quimper 1868)
Mann | Franzose | Mediziner (19. Jh.) | Geboren 1781 | Gestorben 1826
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