René François Ghislain Magritte (* 21. November 1898 in Lessines in der wallonischen Provinz Hainaut, Belgien; † 15. August 1967 in Brüssel) war ein belgischer Maler des Surrealismus.
Magritte beschloss, "die Gegenstände nur noch mit ihren augenfälligen Details zu malen". Erst ab 1926 war es ihm durch feste Verträge mit der Galerie "Le Centaure" möglich, sich ausschließlich auf die künstlerische Produktion zu konzentrieren. 1927 hatte er seine erste Einzelausstellung mit vorwiegend abstrakten Bildern. Er lebte 1927 - 30 in Paris, wo er von den französischen Surrealisten reiche Anregungen empfing und sich vor allem von Bildern Giorgio De Chiricos beeindrucken ließ. Als Werk, das einen besonderen Eindruck bei Magritte hinterließ, wird häufig Chiricos "Lied der Liebe" genannt. Ab 1930 lebte Magritte wieder in Brüssel als Mittelpunkt eines kulturinteressierten Freundeskreises. Er freundete sich mit André Breton, Paul Eluard, Joan Miró, Hans Arp und später auch mit Salvador Dalí an.
Im August 1928 starb sein Vater. Von 1929 bis 1966 war er als Redakteur mehrerer Zeitschriften und Zeitungen tätig, er drehte mehrere Kurzfilme, orientierte sich nochmals an den Impressionisten, trat mehrmals in die Kommunistische Partei Belgiens ein und auch wieder aus und hielt Vorträge über seine Arbeiten. Seit den sechziger Jahren übten Magrittes Malerei und Denken einen wichtigen Einfluss auf Strömungen wie die Pop-Art und die Konzeptkunst aus. 1967 wurde ihm vorgeschlagen, mehrere seiner Gemälde als Skulpturen ausführen zu lassen. Er zeichnete die Entwürfe, machte die Gussformen und signierte die Modelle. Unerwartet starb René Magritte kurz darauf am 15. August 1967 in seiner Wohnung in Brüssel an Krebs. Sein letztes Bild blieb unvollendet bis zum Tod seiner Frau 1986 auf der Staffelei stehen. Er führte Zeit seines Lebens eine sehr bürgerliche Existenz und verließ kaum seinen Heimatort.
Magritte zählte zu den wichtigsten Vertretern des Surrealismus. Breton meinte dazu: "Was ist der Surrealismus? Das ist ein Kuckucksei, das unter Mitwissen von René Magritte ins Nest gelegt wird."
Die Hauptaufgabe des Surrealismus war es, herkömmliche Erfahrungs-, Denk- und Sehgewohnheiten, zu erschüttern und Wirklichkeit mit Traum zu vermischen. Dies gelang Magritte, indem er zwar realistische Darstellungen von Gegenständen malte, aber diese durch deren ungewöhnliche Zusammenstellung fremd machte. Eines seiner berühmtesten Bilder ist "La trahison des images (Ceci n’est pas une pipe)" ("Der Verrat der Bilder (Dies ist keine Pfeife)"), von dem es Versionen aus verschiedenen Jahren gibt. Magritte äußerte sich so dazu: "Ein Bild ist nicht zu verwechseln mit einer Sache, die man berühren kann. Können Sie meine Pfeife stopfen? Natürlich nicht! Sie ist nur eine Darstellung. Hätte ich auf mein Bild geschrieben, dies ist eine Pfeife, so hätte ich gelogen. Das Abbild einer Marmeladenschnitte ist ganz gewiss nichts Essbares."
Magritte benutzte immer wiederkehrende Objekte wie z.B. den Apfel, den Vorhang, die Eisenschellen, das Ei, den Löwen, den Fesselballon oder die Menschen mit einem Tuch vor dem Gesicht. Meist bezogen sich diese Werke auf Kindheitserinnerungen wie den Fesselballon, der auf dem Elternhaus abstürzte oder die tot aufgefundene Mutter mit einem Nachthemd über dem Kopf. Er setzte verblüffende Gegensätze in seinen Bildern ein. Zum Beispiel in der Reihe des Bilds "L’empire des lumières" ("Das Reich der Lichter"), in dem die Häuser im Dunkeln liegen, es im Firmament aber heller Tag ist.
René Magritte: ''"Im Hinblick auf meine Malerei wird das Wort ‚Traum’ oft missverständlich gebraucht. Meine Werke gehören nicht der Traumwelt an, im Gegenteil. Wenn es sich in diesem Zusammenhang um Träume handelt, sind diese sehr verschieden von jenen, die wir im Schlaf haben. Es sind eher selbstgewollte Träume, in denen nichts so vage ist, wie die Gefühle, die man hat, wenn man sich in den Schlaf flüchtet. Träume, die nicht einschläfern sondern aufwecken wollen."
Mann | Belgier | Maler | Maler des Surrealismus | Bildhauer | Surrealismus | Belgischer Maler | Geboren 1898 | Gestorben 1967
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