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René Goscinny * (* 14. August 1926 in Paris; † 5. November 1977 in Paris) war einer der bekanntesten Comic-Autoren des 20. Jahrhunderts. Er kreierte die Figur des unbeugsamen Galliers Asterix, der von Albert Uderzo gezeichnet wurde.

Leben


Als Sohn polnischer Eltern wuchs Goscinny in Buenos Aires (Argentinien) auf. Nach dem Abitur arbeitete er als Hilfsbuchhalter und später als Zeichner in einer Werbeagentur. 1945 wanderte er nach New York aus mit dem Ziel, für Walt Disney arbeiten zu können. Dieser Wunsch ging nicht in Erfüllung und so verdiente er sich seinen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsarbeiten. Harvey Kurtzman, den er in New York kennenlernte, verschaffte ihm die Möglichkeit, Kinderbücher zu kolorieren. 1949 lernte er Morris (Maurice de Bévère) kennen, der ihn bestärkte, weiter an Comics zu arbeiten. 1950 zog er wieder nach Europa und ließ sich in Brüssel nieder. Hier konnte er erstmals Comics veröffentlichen, seine Serie Dick Dicks, die Parodie einer Detektivgeschichte, erschien in einer Kinderbeilage der Tageszeitung La Libre Belgique. Seine eigenen zeichnerischen Arbeiten stellte er 1955 ein und widmete sich ausschließlich dem Szenario.

1951 traf Goscinny den Zeichner Albert Uderzo. Goscinny schrieb nun Geschichten, die Uderzo illustrierte. Sie produzierten mehrere Serien zusammen:

Ab 1952 konnte Goscinny als Autor für verschiedenen Serien bei dem Magazin Spirou arbeiten. Hier schrieb er von 1955 bis 1977 Episoden für Lucky Luke (Zeichner: Morris). 1956 beginnt er mit Arbeiten für das Magazin Tintin, die sich zunächst auf kürzere Geschichten beschränken, aber auch Serien wie Umpah-Pah beinhalten. Als 1959 das Magazin Pilote gegründet wurde, erschien dort die erste Folge von Asterix. Goscinny arbeitete für Pilote mit vielen Zeichnern zusammen, er schuf gemeinsam mit Gotlib Les Dingossiers und begann mit dem Zeichner Jean Tabary an den Arbeiten zur Serie Isnogud, die zunächst in der Zeitschrift Record erschien, später aber auch im Pilote veröffentlicht wurde.

Von 1963 bis 1974 war Goscinny Chefredakteur des Pilote. Er übernahm 1968 Lucky Luke von Spirou und gab jüngeren Zeichnern wie Gotlib, Claire Bretécher und Jean-Marc Reiser die Möglichkeit, im Magazin ihre Werke zu veröffentlichen. Durch den großen Erfolg der Asterix-Alben erhielt er die Möglichkeit, Teilhaber des Verlages Dargaud zu werden. 1974 trennt er sich von Dargaud und gründet gemeinsam mit Uderzo das Filmstudio idefix in Paris und sie produzierten dort Asterix erobert Rom. Nach dem Tod Goscinnys wurde das Studio geschlossen. Uderzo produziert nun die Asterix-Abenteuer alleine und gründete einen eigenen Verlag: Editions Albert René. Neben den Comics schrieb er zwischen 1959 und 1965 für die Zeitschrift Sud-Ouest-Dimanche wöchentlich eine Geschichte der Serie Der kleine Nick (Le Petit Nicolas), die von Jean-Jacques Sempé illustriert wurden. Auf Deutsch sind die Geschichten in sechs Sammelbänden erschienen, übersetzt von Hans-Georg Lenzen. Des weiteren schrieb er das Drehbuch zu mehreren Zeichentrickfilmen von Asterix und Lucky Luke.

Er starb am 5. November 1977 in Paris bei einem Belastungstest an einem Herzinfarkt.

Weblinks


Mann | Franzose | Comicautor | Autor | Kinder- und Jugendbuch | Geboren 1926 | Gestorben 1977

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