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Als Reliefenergie bezeichnet man in der Geomorphologie den Höhenunterschied, der in einem bestimmten Gebiet pro Flächeneinheit auftritt. Er wird im Allgemeinen mit Meter (Höhenunterschied) pro Quadratkilometer (oder einer anderen Flächeneinheit) angegeben. Dementsprechend besitzt eine gebirgige Landschaft eine hohe Reliefenergie, während eine Ebene nur eine geringe aufweist.

Der Begriff Reliefenergie wurde deshalb eingeführt, um die Höhenunterschiede in einem Gebiet unabhängig vom Meeresspiegel besser fassen zu können. So liegt zwar das Hochland von Tibet in großer Höhe über dem Meeresspiegel, weite Gebiete sind jedoch eben und besitzen kaum Reliefenergie. Die Seealpen am Mittelmeer hingegen befinden sich zwar in relativ geringer Meereshöhe, haben aber eine große Reliefenergie.

Die Reliefenergie wird in der Praxis vor allem angewendet, um mit ihrer Hilfe eventuell auftretende Bodenerosion besser abschätzen zu können.

Geographie | Geomorphologie

 

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