Reinhold Begas (* 15. Juli 1831 in Berlin-Schöneberg; † 3. August 1911 ebenda) war Bildhauer und Maler. Er war der Sohn des Malers Carl Joseph Begas und gilt als Hauptvertreter der neobarocken Berliner Bildhauerschule.
Reinhold Begas erhielt seine erste Schulung durch Ludwig Wilhelm Wichmann in Berlin. 1846 bis 1851 war er Schüler der Akademie Berlin unter Johann Gottfried Schadow und Christian Daniel Rauch. 1848 wurde er Mitarbeiter Rauchs. 1852 errang er einen erster Erfolg mit dem Gips der Gruppe „Hagar und Ismael“ auf der Akademie-Ausstellung Berlin. Dank eines Stipendiums wurde ihm 1856 bis 1858 ein Romaufenthalt ermöglicht. Dort lernte er Franz von Lenbach, Arnold Böcklin und Anselm Feuerbach kennen.
1861 erhielt er einen Ruf an die Großherzogliche Kunstschule Weimar. Er blieb dort bis 1863 und kehrte anschließend nach Berlin zurück. 1863 bis 1864 war er erneut in Rom, 1865 bis 1869 wieder in Berlin. 1869 und 1870 arbeitete er in Rom und Paris. Danach wirkte er zumeist in Berlin, nur unterbrochen von einem Aufenthalt in Rom 1892.
Er erhielt zahlreiche Aufträge zu Porträtbüsten, Denkmälern und Kleinplastiken. 1871 bis zu seinem Tod 1911 war er Mitglied des Vereins Berliner Künstler und Mitglied des Akademie der Künste Berlin, deren Meisteratelier er von 1876 bis 1903 leitete.
Reinhold Begas schuf außerdem 1886 bis 1891 den Neptunbrunnen am Berliner Schloss (heute vor dem Berliner Rathaus).
Begas wurde auf dem Friedhof der Zwölf-Apostel-Gemeinde an der Kolonnenstraße beigesetzt.
Mann | Deutscher | Deutscher Bildhauer | Deutscher Maler | Geboren 1831 | Gestorben 1911
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