= Naturwissenschaftlich = Die Reinheit (Chemie) eines Stoffes bezeichnet in der Chemie und Physik das Verhältnis eines erwünschten Stoffes zum gesamten Stoffgemisch.
Im Idealfall ist dieses Verhältnis = 1 oder 100%, das heißt, es sind keine Verunreinigungen enthalten.
Die Konzentrationen fremder Stoffe (Verunreinigungen, Mineralien, Spurenelemente) werden je nach Menge in Prozent (%, Hundertstel), Promille (‰, Tausendstel), ppm (part per million, Millionstel) oder ppb (part per billion, Milliardstel) angegeben. Dabei muss vermerkt sein, ob es sich um einen relativen Volumenanteil oder einen Masseanteil beziehungsweise Molanteil handelt.
Chemische Stoffe werden meist in verschiedenen Reinheitsklassen gehandelt. Die genaue Spezifikation ist Hersteller- und Stoffabhängig. Meistens gilt: technisch > zur Synthese > rein > reinst > zur Analyse.
Die Reihenfolge ist nicht genomt und wird oft durch die Hersteller erweitert.
Die Reinheit von Gasen wird nach DIN EN 437 angegeben. 'Stoff a.b Hier ist Stoff die gewünschte Komponente, a die Anzahl der neunen hinter dem Komma und b die letzte Stelle. N 5.0 ist ein Stickstoff-Gasmischung mit einem volumenbezogenen Stickstoffanteil von 0.999990.
= Soziologisch = Im moralischen Sinne versteht man unter Reinheit (Moral) die Einhaltung von Tugend, insbesondere der Keuschheit, im religiösen Sinn (etwa im Hinduismus) kann es auch die Unberührtheit durch jemanden von niedrigerer Kaste, also eine rituelle Reinheit sein.
Ihr Gegenteil ist die Unreinheit.
"Reinheit" wurde in gehobener Sprache (heute unüblich) auch auf Personen, Gemächer oder Kleidungsstücke angewendet, um deren Reinlichkeit zu bezeichnen. Der Gegensatz dazu ist "Schmutz", "Verschmutzheit".
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"Reinheit".
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