Reineke Fuchs (auch Reinecke Fuchs oder Reinhart Fuchs) ist eine Figur aus europäischen Tierfabeln. Ihr wird Schläue, Gewitztheit und Verschlagenheit nachgesagt. Sein größter Widersacher ist Isegrim der Wolf.
Heinrich der Gleißner (Heinrich der Glîchezære) aus dem Elsaß dichtete Ende des 12. Jahrhunderts den Reinhart Fuchs. Es ist aber umstritten, ob es diesen Autor wirklich gegeben hat (Glîchezære bedeutet nämlich nichts anderes als Betrüger) oder ob ein anderer, anonymer Autor nur diesen Erzählernamen wählte. Auch ein Übersetzungsfehler ist hier nicht ausgeschlossen. In dem Werk beginnt Der Gerichtstag so:
Johann Wolfgang von Goethe verwendete die 1752 von Gottsched herausgegebene gleichnamige Dichtung für seine Fabel vom Reineke Fuchs. Gottsched hatte seiner Ausgabe eine Übersetzung in Prosa beigefügt.
Wahrscheinlich konnte sich Goethe noch auf die Historie van reynaert de vos (Delft 1485, Nachauflage 1783) stützen.
1834 veröffentlichte Jacob Grimm, der sich zu dieser Zeit mit dem mittelalterlichen Tierepos auseinandersetzte, eine Version von "Reinhard Fuchs".
Wilhelm von Kaulbach illustrierte die Ausgabe des Reineke Fuchs von Johann Wolfgang von Goethe (1846 erschienen).
1872 adaptierte der luxembourgische Autor Michel Rodange die Fabel in Goethes Version als Renert oder de Fuuss am Frack an a Maansgréiss. Er übertrug sie auf die aktuellen Verhältnisse in seinem Land und benutzte dabei regionale Dialekte.
Reynard | Roman de Renart | Roman de Renart | Reynke de Vos | Van den vos Reynaerde
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