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Reihenmotor ist die Bezeichnung für einen Motor, dessen Zylinder hintereinander in Reihe stehen. Die Zählung der Zylinder beginnt hierbei gegenüber der kraftabgebenden Seite des Motors. Reihenmotoren sind die bei weitem häufigsten verwendeten Bauformen bei Automobilen (PKW) und häufig auch in Lastkraftwagen (LKW) zu finden, sowie immer häufiger bei Motorrädern.

Varianten


In PKW finden sich meist Motoren mit vier oder sechs Zylindern (wobei letztere vermehrt von V6-Motoren verdrängt werden), seltener auch mit drei oder fünf und extrem selten auch mit acht, zehn oder zwölf Zylindern. Bei Lastkraftwagen trifft man zumeist Sechszylinder-Reihenmotoren an, kleinere LKW besitzen aber manchmal auch nur vier Zylinder. Bei Motorrädern werden meistens zwei und vier Zylinder, seltener drei und ganz selten auch mal sechs Zylinder eingesetzt. Im Moto GP sind Vierzylinder-Reihenmotoren die Regel, dort sind allerdings auch Drei- und Fünfzylindermotoren vertreten. Bei Schiffsmotoren gibt es auch Triebwerke mit 12 oder 14 Zylindern in Reihe.

Reihenmotoren werden bei heckgetriebenen Automobilen längs eingebaut, in Ausnahmefällen bei Mittel- oder Heckmotorfahrzeugen auch quer. Bei frontgetriebenen Fahrzeugen sind sie meist quer zur Fahrtrichtung eingebaut. Bei großen, langen Motoren ist in der Regel ein Längseinbau unumgänglich, so dass auch bei Frontantrieb manchmal die Motoren längs eingebaut werden. Die Audi-Modelle 80, 90, 100, 200, A4 und A6 sind Beispiele hierfür. Bei Motorrädern werden Reihenmotoren meist quer eingebaut, in der Anfangszeit auch längs. In Lastwagen sind Reihenmotoren praktisch immer längs eingebaut.

Ein Nachteil des Längseinbaus ist der erhöhte Platzbedarf im Motorraum. Vorteilhaft ist aber der Umstand, dass die Reaktionsmomente des Motors bei Lastwechseln dann nicht die Nickbewegungen der Karosserie unterstützen, die durch die Abbremsung/Beschleunigung des Fahrzeugs entstehen, sondern senkrecht dazu liegen, was den Fahrkomfort merklich erhöht.

Vorteile


  • einfacher Aufbau
  • ab sechs Zylindern sehr ruhiger Lauf; sämtliche Kräfte und Momente Erster und Zweiter Ordnung sind maschinendynamisch ausgeglichen
  • relativ kostengünstig zu produzieren
  • auch mit Luftkühlung einfach realisierbar
  • auf der Basis einer Grundkonstruktion sind Varianten von einem bis sechs Zylindern möglich (vgl. Deutz 912) - Modularisierung der Zylinder und Zylinderköpfe (Deutz-typische Bauart)

Nachteile


  • erhöhter Platzbedarf im Motorraum bei Längseinbau sowie bei der längeren Sechszylinder-Version

Siehe auch


Boxermotor, V-Motor, VR-Motor, W-Motor

Weblinks


Verbrennungsmotor | Motorradtechnik

Straight engine | Moteur avec cylindres en ligne | Motore in linea | Lijnmotor | Rekkemotor | Silnik rzędowy | Rak motor

 

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