Reihenmotor ist die Bezeichnung für einen Motor, dessen Zylinder hintereinander in Reihe stehen. Die Zählung der Zylinder beginnt hierbei gegenüber der kraftabgebenden Seite des Motors. Reihenmotoren sind die bei weitem häufigsten verwendeten Bauformen bei Automobilen (PKW) und häufig auch in Lastkraftwagen (LKW) zu finden, sowie immer häufiger bei Motorrädern.
Reihenmotoren werden bei heckgetriebenen Automobilen längs eingebaut, in Ausnahmefällen bei Mittel- oder Heckmotorfahrzeugen auch quer. Bei frontgetriebenen Fahrzeugen sind sie meist quer zur Fahrtrichtung eingebaut. Bei großen, langen Motoren ist in der Regel ein Längseinbau unumgänglich, so dass auch bei Frontantrieb manchmal die Motoren längs eingebaut werden. Die Audi-Modelle 80, 90, 100, 200, A4 und A6 sind Beispiele hierfür. Bei Motorrädern werden Reihenmotoren meist quer eingebaut, in der Anfangszeit auch längs. In Lastwagen sind Reihenmotoren praktisch immer längs eingebaut.
Ein Nachteil des Längseinbaus ist der erhöhte Platzbedarf im Motorraum. Vorteilhaft ist aber der Umstand, dass die Reaktionsmomente des Motors bei Lastwechseln dann nicht die Nickbewegungen der Karosserie unterstützen, die durch die Abbremsung/Beschleunigung des Fahrzeugs entstehen, sondern senkrecht dazu liegen, was den Fahrkomfort merklich erhöht.
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