Die Reichskulturkammer (RKK) ist eine am 22. September 1933 vom "Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda" Joseph Goebbels durch Gesetz gegründete Institution und Instrument der nationalsozialistischen Kulturpolitik zur Gleichschaltung aller Bereiche des Kulturlebens und zur Regelung der sozialen und wirtschaftlichen Belange der Kulturschaffenden. Die Reichskulturkammer hatte ihren Sitz in Berlin. Während die Verwaltung gemeinsam mit dem Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda am Wilhelmplatz 8/9 untergebracht war, verteilten sich die übrigen Kammern und Verbände über zahlreiche Dienstsitze im gesamten Stadtgebiet.
Adolf Ziegler wurde 1936 zum Präsidenten der Reichskammer der Bildenden Kunst ernannt. Später erhielt er die Aufgabe, alle Kunstwerke, die nicht den künstlerischen und ideologischen Vorstellungen der NS-Diktatur entsprachen, aus den Museen zu entfernen.
Vizepräsidenten der Reichskulturkammer waren zwischen 1933 und 1945 Walther Funk, Leopold Gutterer, Karl Hanke und Werner Naumann. Hieran ist auch die besonders enge Verflechtung mit dem Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda erkennbar, denn alle Vizepräsidenten der RKK waren zugleich auch die jeweils ersten Staatssekretäre des RMVP.
Als Geschäftsführer - auch Reichskulturwalter genannt - der RKK fungierten unter anderem Hans Schmidt-Leonhardt, Franz Moraller und Hans Hinkel. Letzterer wurde von Goebbels mit dem Sonderauftrag zur "Entjudung des deutschen Kulturlebens" berufen.
1936 wurde die Moderne Kunst verboten und viele Kunstwerke wurden aus Museen entfernt. Mehrere Kunstwerke wurden in der „Ausstellung für entartete Kunst“ in München gezeigt und teilweise ins Ausland verkauft oder sie wurden zerstört. Am 18. Juli 1937 wurde in München das “Haus der Deutschen Kunst” eröffnet. Es sollte das Volk der Deutschen Kunst näher bringen. Gute Kunst wurde von den Nazis als „gesund“ und „artgemäß“ definiert. Blut und Boden, abgekürzt Blubo, war das Ziel des Nationalsozialismus.
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