Das Reichensteiner Gebirge, früher auch Hundsrücken bzw. Fichtlichzug, (polnisch Góry Złote, tschechisch Rychlebské hory) befindet sich im Westen des Glatzer Kessels. Seinen Namen erhielt es nach der Stadt Złoty Stok (deutsch: Reichenstein, tschechisch: Rychlebský). Auf seinem Hauptkamm verläuft die Grenze zwischen Polen und Tschechien.
Der größte Teil des Gebirges besteht aus Nadelwäldern, an manchen Stellen findet man auch Buchenwälder. In der Region findet man auch Wildschweine und Rotwild.
Der höchste Berg ist der Smrk (Fichtlich) mit 1.125,4 m Höhe. Er befindet sich im äußersten Süden des Gebirges, über seinen Gipfel verläuft die Landesgrenze. Der 2 km südwestlich des Smrk liegende Gipfel des Postawna (1.124 m) ist der höchste Gipfel des Bielengebirges.
Ausläufer sind im Norden das Krautenwalder Bergland (Travenská hornatina) bei Travná (Krautenwalde). Dazwischen führt der Krautenwalder bzw. Landecker Paß (polnisch: Przełęcz Lądecka, tschechisch: Travenské sedlo) hindurch, der die Städte Lądek Zdrój (Bad Landeck) und Javorník (Jauernig) verband. Im Süden des Gebirge schließen sich zwei ausgedehnte Ausläufer nach Osten an. Zum einen das Oberlindewieser Bergland (Hornilipovská hornatina), es erstreckt sich nördlich von Lipová-Lázne (Bad Lindewiese), darin befindet sich die Tropfsteinhöhle am Gemärke Jeskyně na Pomezí, die teilweise begehbar ist. Das Gemärke ist ein alter Pass von Lipová-Lázně nach Vápenná (Setzdorf), östlich schließt sich der Nesselkoppenkamm, auch Hirschbadkamm (Sokolský hřbet) an, er liegt nördlich der Stadt Jeseník (Freiwaldau).
Im Reichensteiner Gebirge wurde bis ins 18. Jahrhundert intensiver Bergbau betrieben, danach waren die Lagerstätten erschöpft.
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