Das Reich Elam (griech. Elymais) mit der Hauptstadt Susa (bzw. Schuschan) lag östlich des Tigris in einem Gebiet, das heute Chusistan (im heutigen Iran) genannt wird. In seiner wechselvollen Geschichte wurde es immer wieder von den Mächten des Zweistromlandes (Sumerer, Akkader, Babylonier, Assyrer) erobert und fiel seinerseits häufig in Mesopotamien ein.
Zwischen 2500 und 1500 v. Chr. gab es drei Herrscherdynastien: die Könige von Awan, von Simash und die sogenannten Großregenten oder Epartiden.
Den Höhepunkt seiner Machtentfaltung erreichte Elam unter der Dynastie der Shutrukiden (12. Jahrhundert v. Chr.). König Shutruk-Nahhunte (1185 - 1155 v. Chr.) eroberte hunderte babylonischer Orte darunter Babylon selbst und Sippar und legte den Besiegten den gewaltigen Tribut von 120 Talenten Gold und 480 Talenten Silber auf. Die berühmte Gesetzesstele des Hammurabi (mit dem Kodex Hammurapis) wanderte in die Stelensammlung des Königs in der Hauptstadt Susa, wo sie über drei Jahrtausende später von französischen Archäologen wieder freigelegt wurde.
Die Elamiter unterstützten zusammen mit den Aramäern den Chaldäerfürst Merodach-Baladan von Bit-Yâkin, so dass dieser 721 v. Chr. König von Babylon werden konnte.
Danach folgte ein langsamer Niedergang, der seinen Abschluss in der endgültigen Vernichtung des elamischen Reiches durch den Assyrerkönig Assurbanipal um 640 v. Chr. fand.
Im 6. Jahrhundert v. Chr. ging Elam im persischen Weltreich auf und spielte als dritte Satrapie neben Persien und Medien noch immer eine bedeutende Rolle. Seine Geschichte ist seitdem untrennbar mit der Geschichte des Iran verbunden. Von den Griechen wurde diese Provinz Elymais genannt, das unter den Parthern sogar wieder eine gewisse politische Rolle spielte und wohl auch zeitweilig unabhängig war.
Über letzte Ausläufer der elamischen Sprache berichten arabische Chronisten um das Jahr 1000 n. Chr.
Siehe auch Geschichte Elams und der elamischen Sprache.
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"Elam (Geschichte)".
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