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Eine Reißzwecke ist ein kurzer Nagel mit großem, gewölbtem Kopf aus Blech, der für den Aushang von Schriftstücken verwendet wird und leicht von Hand wieder entfernt werden kann. Die Reißzwecke wird auch als Reißnagel, Reißbrettstift, Heftzwecke, Wanze oder Pinne bezeichnet. Letzterer Begriff bezeichnet oft auch spezifisch die Pinnwand-Zwecken mit einem höheren Vollplastik-Kopf.

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Die ursprüngliche Bestimmung der Reißzwecke war das Befestigen von Zeichnungen auf Reißbrettern. Diese Reißzwecken bestanden aus einer kurzen sehr spitzen Stahlnadel, die von einem flachen Kopf aus Messing gehalten wurde.

Die Reißzwecke wurde nach heutigem Wissensstand vom Uhrmacher Johann Kirsten zwischen 1902 und 1903 in der Stadt Lychen in der Uckermark in Brandenburg erfunden. In der Nähe von Lychen befindet sich auch ein Reißzweckendenkmal. Seine Idee verkaufte er für wenig Geld an den Kaufmann Lindstedt. Dieser meldete sie im Jahr 1904 zum Patent an. Die Patentschrift lautet auf die Bezeichnung Heftzwecke. Die Patentanmeldung machte den Kaufmann zum Millionär. Der Uhrmacher wurde an den Gewinnen nicht beteiligt. Andere Quellen schreiben dem österreichischen Fabrikbesitzer Heinrich Sachs, nicht ganz zweifelsfrei, die Erfindung des Reißnagels im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts zu. Zweifel über das genaue Erfindungsjahr der Reißzwecke bereiten Lexikoneinträge, die bis ins Jahr 1887 zurückführen und den Gegenstand als Zeichenutensil beschreiben.

Moderne Reißzwecken haben in der Regel einen kleinen Plastiküberzug über dem Kopf, der die Verletzungsgefahr reduziert, wenn der Nagel sich vom Kopf löst und nach hinten durchrutscht.

Herstellung


Reißzwecken werden hergestellt, indem ein Stück festen Drahtes durch ein Loch im gestanzten Blechkopf durchgezogen wird, und dann das hervorstehende Ende plattgedrückt wird. Dabei "verschmelzen" Kopf und Draht. Die Spitze entsteht durch schräges Abschneiden des Drahtes. Danach wird durch Elektrolyse eine Rostschutz-Legierung mit Messing auf die Reißzwecke aufgebracht. Die Plastikkäppchen für den Kopf werden mit Hilfe eines Zylinders aus Plastikfolie ausgestanzt und durch einen zweiten Zylinder innerhalb des ersten ausgewölbt.

Gefahren


Die Gefahr bei der Verwendung einer Reißzwecke besteht hauptsächlich darin, sich in dem Moment zu verletzen, wenn man versucht, mit dem Gegenstand etwas (vielleicht ein Blatt Papier) an einem zu massiven Untergrund anzuheften (zum Beispiel eine Betonwand).

Da man in der Regel dazu neigt, den Nagel einer Reißzwecke mit Daumen und Zeigefinger auszurichten und anschliessend mit dem Daumen selbst diese vielleicht dann in eine Pinnwand zu drücken, kann es vorkommen, dass der von dem Nagel zu durchbohrende Untergrund zu hart ist. Übt man trotzdem zu starken Druck auf den Teller der Reißzwecke aus, bohrt sich nicht mehr der Nagel in das Material sondern der geographische Gegenpol des Nagels durch den Teller hindurch mitten in den Daumen. Um solche sehr schmerzhaften Verletzungen zu vermeiden, wäre es angeraten, bei vielleicht harten Untergründen vorsichtshalber einen Hammer zum Einschlagen des Reißnagels zu verwenden.

  • Eine weitere Gefahr ergibt sich aus dem achtlosen Liegenlassen oder vielleicht sogar Verstreuen von Reißzwecken auf dem Boden im Wohnbereich, da diese meistens aufgrund ihrer Konstruktion so auf dem Teller landen, dass anschliessend die Spitze in die Höhe ragt. Sofern Menschen diesen Wohnbereich ausschliesslich mit festem Schuhwerk begehen, ist diese Gefahr zwar gemindert, aber noch nicht beseitigt, denn ein Mensch kann jederzeit auch mal stolpern, und daher dazu gezwungen werden, einen Sturz mit den Händen am Boden abzufangen. In der Regel ist der Begriff Wohnbereich jedoch stets so definiert, dass man diese Zone auch mit nackten Füssen begehen kann, und daran sollte jeder denken, dem vielleicht aus Versehen ein paar Reißzwecken aus der Schachtel herausfallen!

Siehe auch


Verbindungselement | Büromaterial

Tegnestift | Thumbtack | 画鋲 | Punaise | Häftstift

 

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