| Stadler Regio-Shuttle RS1 | |
|---|---|
| Erfurter Bahn Triebwagen.JPG | |
| Allgemein | |
| Anzahl | 350 (Stand: 31. Dezember 2005) |
| Nummerierung | u. a. DB: 650 xxx |
| Hersteller | Stadler (früher Adtranz) |
| Indienststellung | Herbst 1996 |
| Ausmusterung | – |
| Technische Daten | |
| Achsformel | B'B' |
| Leergewicht | 40 t |
| Achslast | 10 t |
| Gesamtlänge | 24.460mm–25.500mm |
| Breite | 2.900 mm |
| Höhe | 3.700 mm |
| Sitzplatzanzahl | 71 bis 78, je nach Ausführung |
| Stehplatzanzahl | 83 bis 94, je nach Ausführung |
| Höchstgeschwindigkeit | 120km/h |
| Anzahl der Motoren | 2 |
| Antrieb | hydrodynamisch-mechanisch (hydraulisch) |
| Leistungskennziffer | 12,85kW/t |
| Leistung | 2×257=514kW |
| Zugsicherung | Sifa, PZB90 |
Der Regio-Shuttle ist der erste in Deutschland weit verbreitete Nahverkehrs-Dieseltriebwagen neuer Generation.
Ursprünglich ein Produkt der Firma ADtranz, darf diese nach der Übernahme durch Bombardier aus kartellrechtlichen Gründen keine Regio-Shuttles mehr bauen (statt dessen wird das größere Modell Bombardier ITINO produziert). Die Lizenz zum Bau dieses Fahrzeugs hat daher zur Zeit allein Stadler Rail inne, der es unter der Typenbezeichnung RS1 herstellt. Die Bezeichnung des Regio-Shuttle bei der Deutschen Bahn ist Baureihe 650, zahlreiche Privatbahnen nennen ebenfalls Regio-Shuttles ihr eigen. Es handelt sich um ein normalspuriges Vollbahnfahrzeug nach UIC-Norm, das also Längskräfte von 1500 kN verträgt; es ist mit Mittelpufferkupplung oder herkömmlicher europäischer Zug- und Stoßeinrichtung lieferbar. 65% des Fahrzeugbodens sind niederflurig und für eine Bahnsteighöhe von 55cm ausgelegt. Auf der Schönbuchbahn ist eine Sonderausführung für 76cm-Bahnsteige im Einsatz. Hochflurig ist der Triebwagen über den beiden zweiachsigen Drehgestellen an den Enden.
Zwei unabhängige dieselmechanische Antriebseinheiten z.B. von MAN, entweder mit Dieselkraftstoff oder Rapsöl gespeist, treiben je eines der beiden Gestelle an beiden Achsen an. Die Beschleunigungswerte des recht stark motorisierten RS1 gelten allgemein als vorbildlich. Auffällig ist der RS1 durch seine Konstruktion, die der eines Fachwerkbrückenträgers entspricht. Die Fensterstege sind daher schräg und geben ihm ein unverwechselbares Aussehen. Alle Merkmale eines modernen Nahverkehrsfahrzeuges wie Warmwasserheizung, Klimaanlage, Mehrzweckraum mit Klappsitzen, Fahrgastinformationssystem und Vakuumtoilette sind vorhanden; bei der Lieferung besteht die Wahl zwischen Normal- und Komfortausstattung.
Betrieblich ist der Regio-Shuttle für Vollbahnverkehr im Einmannbetrieb uneingeschränkt verwendbar. Die relativ kleine Gefäßgröße (crush-load unter 170 Personen) kann dadurch ausgeglichen werden, dass das Fahrzeug in bis zu fünffachen Mehrfachtraktionen gefahren werden kann. Ein Gespann aus fünf RS1 kann dann zwar eine Spitzenlast von knapp 850 Fahrgästen bewältigen, wird durch den Verbrauch der zehn Dieselmotoren allerdings im Vergleich zu einem lokomotivbespannten Zug eher unwirtschaftlich abschneiden.
Im Sommer kommt es beim RS1 häufig zu großen Problemen mit der Kühlung der Dieselmotoren. Insbesondere auf der Neckar-Alb-Bahn zwischen Plochingen und Tübingen, wo die RS1 über weite Strecken ihre Höchstgeschwindigkeit von 120km/h fahren kommt es deshalb regelmäßig zu Verspätungen.
Folgende Verkehrsunternehmen besitzen den RS1 in ihrem Bestand:
RS1 verschiedener Bahnunternehmen:
Triebfahrzeug (Deutsche Bahn AG) | Triebfahrzeug (Deutsche Privatbahnen)
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