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Regionalgeschichte und Genealogie


Die Beziehung zwischen beiden ist stark abhängig von der Definition einer "Region", und es bestehen darüber hinaus mehr oder weniger enge Beziehungen zur Heimatgeschichte und zur Stadtgeschichte. Verstehen wir unter einer "Region" größere territoriale Einheiten, wie Württemberg oder Mecklenburg, dann besteht ein bekannter Beitrag der Genealogie zur Landesgeschichte in der genauen Kenntnis des herrschenden Hauses und des staatstragenden Adels.

Weniger bekannt ist der Beitrag der Genealogie zur Entwicklung der Sozialstruktur insgesamt, zur Erforschung der sozialen Mobilität und zur Bevölkerungsgeschichte, Sozialgeschichte und Wirtschaftsgeschichte der Territorien. Für verallgemeinernde Aussagen gibt es dabei zwei Wege:

  • 1. Die Ergebnisse einer Reihe von Einzeluntersuchungen, die über eine Region verstreut sind (in der Regel Mikrostudien als Totalerhebungen, z.B. die bevölkerungsgeschichtlichen Analysen von mehreren Ortsfamilienbüchern), von denen sich aber jede auf ein Dorf, eine Stadt, eine Berufsgruppe usw. beschränken, werden kritisch zusammengefasst; oder
  • 2. werden von vornherein landesweite repräsentative Stichproben erhoben, um damit zu gültigen Zahlen zu gelangen. Letztere Methode, z.B. die Ziehung von Stichproben aus Ortsfamilienbüchern, Kirchenbuchverkartungen und Ahnenlisten hat eine potentielle Aussagekraft, die bisher nur wenig genutzt worden ist.

Einen weiteren Beitrag leistet die Genealogie zur Begriffsgeschichte im regionalen Rahmen.

Regionalgeschichte

 

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