Regionalbusse oder Regiobusse verbinden im ÖPNV Städte und Gemeinden miteinander. Sie dienen der Erschließung des ländlichen Raumes und vernetzen ihn mit größeren Städten, Wirtschaftszentren oder Bahnstrecken.
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Überlandbusse haben sich zunächst parallel zum Schienenverkehr entwickelt. Die zunehmende Motorisierung und der Verfall zu langsam gewordener Eisenbahnstrecken führten zu Fahrgastverlusten. Zunächst glaubte man, mit Bussen (auch Schnellbussen) eine billigere Alternative zum Schienenverkehr zu haben. Der Betrieb auf Unrentabel gewordenen Bahnlinien wurde Ausgedünnt, einem langsame Niedergang folgte schließlich das Sterben des Bahnangebots. Der mögliche Komfort von Regionalbahnen und die Problematik, Autofahrer zur Nutzung ebenfalls auf der Straße fahrender, langsamerer, Verkehrsmittel zu bewegen, wurde nicht erkannt.
Die Entwicklung der letzten Jahre führte im Busverkehr zu z. T. erheblichen Fahrgastverlusten. Es wurde versucht, die Attraktivität durch eine Angleichung an Stadtbusse (RegioTakt, Busse ähnlich den Stadtbus-Fahrzeugen, Verkürzung von städteverbindenden Linien zu Stichlinien ins Umland der Städte) zu erhöhen. Viele direkte Regionalverbindungen zwischen größeren Städten und über längere Strecken wurden aufgegeben. Überlandlinien wurden zu Regional- oder Regiobuslinien.
Heute sind in manchen Regionen die Regiobusse in einer ähnlichen Lage wie damals der Schienenverkehr auf dem Lande: 60 bis 80 Prozent der Busbenutzer sind Schüler, die vorhandenen großen Busse sind nur noch im Schülerverkehr ausgelastet.
Im ländlichen Raum sind die Fahrgastzahlen zurückgegangen. Um einen durchgehenden Taktverkehr bis in die Nachmittags- und Abendstunden anbieten zu können, sind Kleinbusse und Anruflinien notwendig. Eine Möglichkeit dazu ist, im Anschluss an Stadtbuslinien Kleinbusse zu den umliegenden ländlichen Orten einzusetzen. Eine Weitere ist die Integration der Regiobusse in Stadtbusnetze, um die Busse wenigstens auf Teilstrecken auszulasten - die dann ab der städtischen Tarifgrenze oft leer weiterfahren (der Einsatz von Gelenkbussen verschlimmert das noch). Beide Systeme sind wegen der verlängerten Fahrzeit durch den hohen Fahrgastwechsel im Stadtgebiet für die Fahrgäste wenig attraktiv.
Regiobusse müssen im Stadtbereich schneller sein als Stadtlinien – schon wegen der insgesamt längeren Fahrzeit. Das ist durch eine Beschränkung auf wichtige Haltestellen und direkte Fahrtstrecken zu erreichen. Im ländlichen Raum werden dann nur Ortszentren bedient, die Verteilung der Fahrgäste auf einzelne Gemeindeteile erfolgt mit Ortsbussen. Ein möglichst dichter Regiotakt steigert die Attraktivität dieser Hauptlinien.
Oft kann der Betrieb an Sonn- und Feiertagen nur auf den Hauptlinien aufrechterhalten werden. Der Einzugsbereich zentraler Haltestellen vergrößert sich dann durch Bike and Ride Plätze bzw. gute Anfahrtsmöglichkeiten mit PKW. Eine verbesserte Mitnahmemöglichkeit von Fahrrädern erweitert die Nutzungsmöglichkeiten des Angebots.
Um die Attraktivität der Angebote zu steigern, sind neue Städteschnellbuslinien entstanden (besonders in NRW, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein). Sie verbinden unter Ausnutzung von Schnellstraßen bzw. Autobahnen und teilweise mit Reisebusstandard weiter entfernt liegende Orte miteinander.
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