Die Regionalökonomie (auch Regionalwirtschaft) ist eine Spezialdisziplin der Volkswirtschaftslehre und der Regionalwissenschaft. Sie beschäftigt sich mit den wirtschaftlichen Zusammenhängen in Regionen und stellt somit das volkswirtschaftliche Gegenstück zur Außenwirtschaft dar. Die ökonomisch nächstkleinere Untersuchungsebene bildet die Stadtökonomie.
Die Regionalökonomie befasst sich mit makroökonomischen und mikroökonomischen Aspekten. Benachbarte wissenschaftliche Gebiete sind u. a. Umweltökonomie, Verkehrsökonomie und Raumordnung.
Für die Regionalpolitik ist es daher makroökonomisch insbesondere von Bedeutung, inwiefern regionale Disparitäten beseitigt werden können. Typische Methoden dazu sind Finanzausgleichs-Konzepte wie etwa der deutsche Länderfinanzausgleich. Aber auch die Europäische Union versucht - insbesondere mit Hilfe der Strukturfonds - die regionalen Unterschiede in der EU zu beseitigen.
Diese zunehmende Bedeutung der Regionalökonomie zeigt sich beispielsweise am aktuellen wirtschaftlichen Schlagwort Cluster (Wirtschaft), das über die Förderung von Technologie- und Gründerzentren auch Eingang in die Wirtschaftspolitik gefunden hat und das traditionelle Gießkannenprinzip in weiten Bereichen abgelöst hat. Stark beeinflusst wurde die moderne Clustertheorie vom US-amerikanischen Ökonomen Michael E. Porter.
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