Das Regime, (Mehrzahl: die Regime ausgesprochenem e am Ende oder die Regimes, von französisch régime * - die Herrschaft) bezeichnet in der Alltagssprache eine diktatorische Herrschaftsform oder Einzelregierung. Der Begriff wird in diesem Fall abwertend verwendet.
Unterschieden werden muss die Verwendung des Begriffs in der Politikwissenschaft. Hier ist einerseits jegliche Herrschaftsform gemeint, darüber hinaus aber auch jede soziale Institution, die aus Regeln, Normen und Verfahren bestehen.
Als Regime bezeichnet man in der Alltagssprache eine diktatorische bzw. nicht legitimierte Regierung. Gegenüber seiner ursprünglichen Bedeutung (jegliches Regieren/Herrschen oder Walten) hat der Begriff in der Umgangssprache einen Bedeutungswandel durchlaufen und ist mittlerweile überwiegend negativ konnotiert.
Mit Regimekritiker bzw. Regimegegner verleiht man dagegen Aufständischen gegen eine bestimmte (z. B. repressive und undemokratische) Regierung explizit eine Legitimation und hebt sie damit ausdrücklich von Randalierern, Störern, oder gar Terroristen ab.
In der Politikwissenschaft als eine bestimmte Ausprägung politischer Herrschaft verstanden. Der Regimetyp gibt Auskunft über den grundlegenden Charakter der Herrschaftsform. Der Begriff enthält dabei keine Abwertung, sondern wird wertneutral für alle Herrschaftsformen, auch demokratische, verwendet.
Im Gegensatz zur Alltagssprache sind nicht Regierungssysteme oder gar einzelne Regierungen gemeint:
Oft werden drei grundlegende Reintypen von Regimen unterschieden:
Diese Reintypen können wiederum in Subtypen untergliedert werden. Totalitarismus und Autoritarismus werden zum Teil in die gemeinsame Überkategorie Autokratie geordnet.
Regime verstanden als politikfeldspezifische Institutionen aufbauend auf Normen, Prinzipien, Regeln und Entscheidungsprozeduren - Regime können verstanden werden als ein Regelwerk. Regime sind in diesem Fall keine eigenständigen Akteure, wie z.B.: Internationale Organisationen
Dabei bilden Normen und Prinzipien einen ganz klar umrissenen Problemkern, um den die Regeln angelegt werden. Die Regeln können somit, ohne den Kern anzugreifen verändert werden.
Regime können zum Beispiel sein:
Hinweis: Standard-Definiton nach Stephen D. Krasner, 1983
Der Begriff Regime hat sich auch für bestimmte historische Fälle eingebürgert, zum Beispiel: