- | Basisdaten | - | Bundesland: | Bayern | - | Verwaltungssitz: | Bayreuth | - | Fläche: | 7.231,00 km² | - | Einwohner: | 1.103.239 (30. September 2005) | - | Bevölkerungsdichte: | 153 Einwohner je km² | - | Homepage: | http://www.regierung.oberfranken.bayern.de | - | Karte | - | Bayern_rboberfranken.png |
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Oberfranken ist einer von 7 Regierungsbezirken in Bayern und nicht zu verwechseln mit dem deckungsgleichen Bezirk Oberfranken. Er liegt im Nordosten des Bundeslandes und grenzt an Sachsen, Thüringen, Unterfranken, Mittelfranken und an die Oberpfalz. Außerdem gibt es eine Außengrenze zur Tschechischen Republik (Verwaltungsbezirk Karlsbad (Karlovarský kraj).
Die Arbeitslosen-Quote in Oberfranken betrug im März 2006 10,7 Prozent nach 11,5% im Vorjahr.
Branchen in Oberfranken
Über ein Viertel aller Beschäftigten sind in der Kfz-Zulieferindustrie tätig.
Wichtigste Industriebranchen nach Beschäftigtenzahl sind (Stand September 2005):
Der Raum Hof-Bayreuth-Kulmbach zählt zu den wichtigsten Textilzentren Deutschlands, der Landkreis Wunsiedel ist das Zentrum der deutschen Keramikindustrie (Haushaltsporzellan, Hotelporzellan und technische Keramiken), der Raum Lichtenfels-Coburg ist Zentrum der deutschen Polstermöbelindustrie.
Oberfranken hat die drittgrößte Industriedichte Europas. Die Region ist außerdem das Zentrum für die deutsche Polstermöbel- und die Keramikindustrie und außerdem eines der wichtigsten Zentren der deutschen Textilindustrie.
Die Interessensvertretungen Oberfrankens sind die Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth, die Industrie- und Handelskammer zu Coburg sowie die Handwerkskammer für Oberfranken.
J. F. Esper beschrieb bereits zwischen 1774 und 1790 einige Höhlen der Fränkischen Alb und J. B. Fischer grub 1788 die Grabhügel von Mistelgau im Landkreis Bayreuth aus. Die älteste Anwesenheit von Menschen wird durch Werkzeuge aus Lydit aus dem Riß-Würm-Interglazial (120.000-80.000 v. Chr.) belegt, die der Neandertaler erstellte. Die nächsten Artefakte sind wenig jünger und stammen aus dem Präsolutrén von Kösten. Das frühe und mittlere Spätpaläolithikum ist in Oberfranken bisher nicht, das Jungpaläolithikum jedoch undeutlich vertreten. Der Nachweis von neolithischen Siedlungen der Bandkeramiker, die ab 5.500 v. Chr. auftreten, ist besonders im Bereich des Altneolithikums und dort im Maintal möglich. Grabfunde liegen aber überhaupt nicht vor. Die bedeutendsten Fundplätze sind zwei Höhlen. Die Jungfernhöhle von Tiefenellern und der Hohle Stein bei Schwalbthal. Siedlungen aus dieser Zeit, die untersucht wurden sind Altenbanz und Zilgendorf. Auch die nachfolgenden Kulturen sind hier bis in die frühe Bronzezeit nicht sonderlich stark repräsentiert. Siedlungen fehlen sogar noch aus der mittleren Bronzezeit. Die Hortfunde von Forchheim und Hollfeld belegen jedoch die relativ dünne Besiedlung in der Frühzeit. Die Anwesenheit von typischen Artefakten zeigt eine Orientierung nach Hessen und Thüringen. In der Urnenfelderzeit (1.300-750 v. Chr.) werden die Spuren deutlicher und die Zahl der Depots nimmt zu. Gräber wie das so genannte „Adelsgrab“ von Eggolsheim Lkr. Forchheim gewähren Einblicke in die Sepulkralkultur. Die nachfolgende Hallstattzeit ist durch Gräber und Grabhügel stark vertreten, so dass von einer dichteren Besiedlung auszugehen ist. In der Laténezeit (500 – 100 v. Chr.) ist Oberfranken ein Kernbereich der tönernen Pferdeplastiken. Auch zahlreiche Funde römischer Herkunft werden gemacht. In der Völkerwanderungszeit dehnen zuerst die Thüringer ihren Einflussbereich nach Oberfranken aus. Nach Chlodwigs Sieg 496 n. Chr. über die Alemannen in der Schlacht bei Zülpich geriet zunächst das westliche Maingebiet unter fränkischen Einfluss. Als im Jahre 531 auch die Thüringer geschlagen werden, gerät das ganze Maintal unter fränkische Herrschaft. Das Gebiet des heutigen Oberfranken besteht später im Wesentlichen aus den zwei historischen Territorien des Hochstifts Bamberg und dem hohenzollernschen (seit 1791/1792 preußischen) Fürstentum Bayreuth (auch: Markgraftum Brandenburg-Bayreuth, bzw. früher Brandenburg-Kulmbach). Nach der militärischen Besetzung Bambergs durch das Königreich Bayern entstand am 29. November 1802 zunächst die „Bayerische Provinz Bamberg“, die am 1. Oktober 1808 in „Mainkreis“ umbenannt wurde. Das von 1806-1810 als pays reservée (Napoleons Privatbesitz) unter französischer Herrschaft stehende Fürstentum Bayreuth wurde zum Betrag von 15 Millionen Francs von Bayern den Franzosen abgekauft und am 30. Juni 1810 an das Königreich Bayern übergeben. So entstand der „Obermainkreis“ mit Bayreuth als Hauptstadt. Den Namen „Oberfranken“ trägt der Bezirk seit dem 1. Januar 1838. Seine Abrundung erhielt der Bezirk, als zum 1. Juli 1920 der Freistaat Coburg nach Bayern eingegliedert wurde. Kleinere Veränderungen des Gebiets von Oberfranken brachte schließlich die bayerische Gebietsreform von 1972.
Regierungsbezirk (Deutschland) | Oberfranken
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