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Die Regelstrecke ist in der Regelungstechnik das zu regelnde Bauteil oder Gerät. Es kann zum Beispiel ein Backofen sein, dessen Temperatur geregelt werden soll oder ein Elektromotor, dessen Drehzahl geregelt werden soll.

Um die Parameter des Reglers (z. B. PID-Regler) zu optimieren, muss die Regelstrecke analysiert werden. Dies wird üblicherweise gemacht, indem man einen Sprung auf die Regelstrecke gibt und die Sprungantwort beispielsweise mit einem xyt-Schreiber aufnimmt. Aus der Kurve kann man dann die Zeiten Tu (Verzugszeit), Tg (Ausgleichzeit) und die Regelkreisverstärkung Kp bestimmen, mit denen dann die Parameter des Reglers berechnet werden können. Üblicherweise nimmt man dann die Einstellregeln nach Chien, Hrones und Reswick. Eine erste Abschätzung ob der Regelkreis regelbar ist geben folgende Werte aus der Praxis. Wenn das Verhältnis von

  • Tg/Tu > 10, dann ist die Regelstrecke sehr gut regelbar
  • 10 …. 5, dann ist die Regelstrecke gut regelbar
  • 5 …. 2,5, dann ist die Regelstrecke noch regelbar
  • 2,5 ….1,6, dann ist die Regelstrecke schlecht regelbar
  • < 1,25, dann ist die Regelstrecke kaum noch regelbar

Die Regelstrecken werden in stabile und instabile Regelstrecken eingeteilt. Bei ersteren wird die Regelstrecke einem Endwert zustreben und bei letzteren wird sie immer weiter ansteigen. Instabile Regelstrecken können jedoch üblicherweise durch einen Regler stabilisiert werden, dies ist die Aufgabe der Regelungstechnik.

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Steuerungs- und Regelungstechnik

 

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