SIMM.jpge mit jeweils 9 Speicherbausteinen]]
DRAM steht für Dynamisches Random Access Memory und bezeichnet einen elektronischen [[Halbleiterspeicher| Speicherbaustein]] der hauptsächlich in Computern eingesetzt wird, jedoch auch in anderen elektronischen Geräten (z.B. Druckern) zur Anwendung kommt. Er ist meist als integrierter Schaltkreis ausgeführt. Sein Inhalt ist flüchtig (volatil), das heißt die gespeicherte Information geht bei fehlender Wiederauffrischung verloren. Random Access Memory steht dabei für den wahlfreien Zugang auf den Speicherinhalt, im Gegensatz zum befehlsgesteuerten Zugriff bei anderen Speichermedien.
Durch ihren sehr einfachen Aufbau brauchen die Speicherzellen nur sehr wenig Chipfläche. In Zahlen wird die konstruktionsbedingte Größe einer Speicherzelle als das Vielfache der kleinsten fertigbaren Struktur (minimum Featuresize oder 'F') angegeben: eine DRAM Zelle benötigt heute das 6-10fache von 'F' im Quadrat (F²), während eine SRAM-Zelle das mehr als hundert F² benötigt. Daher kann ein DRAM bei gegebener Chipgröße eine wesentlich größere Zahl von Bits speichern. Daraus resultieren weitaus niedrigere Herstellungskosten pro Bit als beim SRAM. Unter den heute üblichen elektronischen Speicherarten hat nur der NAND-Flash eine kleinere Speicherzelle mit ungefähr dem 4,5F² (bzw. 2,2 F² pro Bit für Multilevel-Cells).
Diesem Vorteil des DRAM gegenüber dem SRAM steht der Nachteil gegenüber, dass sich die im Kondensator gespeicherte Ladung und damit die gespeicherte Information aufgrund von Leckströmen mit der Zeit verflüchtigt, wenn sie nicht periodisch wieder aufgefrischt wird. Dies ist normalerweise in Abständen von einigen Millisekunden erforderlich. Das Auffrischen des Speichers wird zeilenweise bewerkstelligt. Dazu wird jeweils eine Speicherzeile in einem Schritt in einen auf dem Chip befindlichen Zeilenpuffer übertragen und von dort verstärkt wieder zurück in die Speicherzeile geschrieben. Daher rührt die Bezeichnung "dynamisch". Bei statischen Speichern wie dem SRAM kann man demgegenüber alle Signale anhalten, ohne dass Datenverlust eintritt. Das Auffrischen des DRAMs verbraucht außerdem auch im Ruhezustand eine gewisse Menge von Energie. Deshalb bevorzugt man in Anwendungen, bei denen es auf geringen Ruhestrom ankommt, das SRAM.
Die Hersteller von Speicher versuchen kontinuierlich den Energiebedarf zu senken um sogenannten Leckströme zu minimieren. Die Versorgungsspannung von DDR2-SDRAM liegt bei 1,8 Volt, während DDR-SDRAM noch mit 2,5 Volt versorgt wird. Bei dem im Jahre 2007 erwarteten DDR3-SDRAM soll die Spannung auf 1,5 Volt gesenkt werden.
Bei dem gesamten DIMM hingegen geht es um die Datentransferrate (PC2-4200,PC3200). Wenn man beispielsweise einen SDRAM-Chip mit DDR2-533 und damit eine Takfrequenz von 533 MHz hat kann die maximale Übertragungsrate folgendermaßen Berechnet werden:
64 Leitungen können Pro Takt 64 Bits = 8 Bytes übertragen
533 Millionen Taktzyklen (MHz) * 8 Bytes = 4,264 Milliarden Byte also ungefähr 4,2GB/s
Der Datentransferleistungswert ist jedoch nur ein Schätzwert und wird in der Praxis nie erreicht, ist jedoch zu Klassifizierung von Speicher gängig, im obigen Beispiel wäre es also PC2-4200 aus DDR2-533-Chips, die mit 266,667 "wirklichen MHz" laufen (s. Double Data Rate).
Dual-Rank-Riegel belasten die Busleitung doppelt so stark. Ob beide Platinenseiten oder nur ein mit Modulen bestückt ist sagt nichts über die Rank-Anzahl aus - nicht zu verwechseln mit Dual/Single Side RAM.
Findet die CPU bestimmte Daten nicht in ihrem Cache oder will Daten in den Speicher schreiben, wird der Speichercontroller damit beauftragt. Bei Intel-CPU werden dazu Befehle über den Frontsidebus an den Speichercontroller, welcher in der Northbridge sitzt, abgeschickt. AMD-CPUs haben einen deutlich kürzeren Weg, da hier der Speichercontroller direkt in der CPU liegt. Der Speichercontroller liest immer komplette 64-Bit Reihen (s.o.)
Der Speichercontroller überträgt die Daten, bei einem Zugriff auf den RAM, in einer genau festgelegten Reihenfolge.
Die Begrenzung auf diese Anzahl ist Notwendig, da bei diesen Zugriffen das zyklische Auffrischen der Speicherzellen unterbrochen ist. Dennoch muss überwacht werden, dass bei diesen Zugriffen die Adressierung innerhalb des durch den physischen Aufbau des Speichers bedingter Grenzen bleibt. Die Speichersteuerung sendet deshalb die Signale "Page hit"(gültige Adresse) oder "Page miss" (ungültig) an den Prozessor.
Seither wurde die Kapazität eines DRAM-Chips um den Faktor 1 Million gesteigert und die Zugriffszeit auf ein Zehntel verkürzt. Heute (2006) besitzen DRAM-Chips Kapazitäten von bis zu 2GByte und Zugriffszeiten von 10 ns. Die Produktion von DRAM-Speicherchips gehört zu den umsatzstärksten Segmenten der Halbleiterindustrie. Mit den Produkten wird spekuliert, es existiert ein Spotmarkt.
Da nicht voraussehbar ist, dass alle Speicherzellen rechtzeitig aufgefrischt werden, wenn sich z.B. der Prozessor in einer Befehlsschleife befindet, ist auf dem Speicherchip ein Zähler vorhanden. Dieser liefert eine fortlaufende Spaltenadresse. Jeweils während des CAS-Signals werden die Speicherzellen der entsprechenden Zeile aufgefrischt. Da es nicht nötig ist, die Speicherzellen mit einer Lese-Leitung zu verbinden, lassen sich alle Reihen der Spalte gleichzeitig aufrischen.
Durch die Beschränkung auf ein Spezialgebiet kann die Wiederauffrischung der Speicherzellen optimiert werden, so kann man dies z.B. bei einem Bildspeicher in die Zeit des Zeilenrücklaufs legen. Auch ist es u.U. tolerierbar, wenn ein einzelnes Pixel zeitweise die falsche Farbe zeigt, man ist so nicht darauf angewiesen, auf die schlechteste Speicherzelle des Chips Rücksicht zu nehmen. Daher lassen sich - trotz gleicher Herstellungstechnologien - bedeutend schnellere DRAMs fertigen.
Für spezielle Anwendungen wurden weitere Typen entwickelt: der Graphics-DRAM (auch Synchronous Graphics RAM - SGRAM) ist z.B. durch höhere Datenbreiten für den Einsatz auf Grafikkarten optimiert, wobei jedoch auf die prinzipielle Funktionsweise z.B. eines DDR-DRAMs zurückgegriffen wird. Die Vorläufer des Graphics-RAM waren der Video RAM (VRAM) - ein auf Grafikanwendungen optimierter Fast Page Mode RAM mit zwei Ports statt einem - und danach der Window RAM (WRAM), der EDO-Features und einen dedizierten Display-Port aufzuweisen hatte.
Für die Anwendung in Netzwerkkomponenten optimierte DRAM-Typen haben von verschiedenen Herstellern die Namen 'Network-RAM', Fast-Cycle-RAM' und 'Reduced Latency RAM' erhalten. In mobilen Applikationen, wie Mobiltelefonen oder PDAs ist ein geringer Energieverbrauch wichtig - hierfür werden 'mobile DRAMs' entwickelt, bei denen durch besondere Schaltungstechnik und Herstellungstechnologie die Stromaufnahme abgesenkt wird. Eine Zwitterrolle nimmt der 'Pseudo-SRAM' (bei anderen Herstellern auch 'cellular RAM' oder '1T-SRAM' = 1-Tranistor-SRAM') ein: der Speicher selbst ist ein DRAM, der sich nach außen wie ein SRAM verhält. Das wird erreicht, indem eine logische Schaltung den SRAM-typischen Zugriffsmechanismus auf die DRAM-Steuerung umsetzt und die bei dynamischen Speichern grundsätzlich notwendige regelmäßige Auffrischung der Speicherinhalte ('refresh') durch im Baustein enthaltene Schaltungen vorgenommen wird.
| Art | Jahr der Einführung | |
| FPM DRAM / Fast Page Mode DRAM | 1987 | |
| EDO RAM / Extended Data Output RAM | 1995 | |
| SDRAM / Synchronous Dynamic Random Access Memory | 1997 | |
| RDRAM / Rambus Dynamic Random Access Memory | 1999 | |
| DDR-SDRAM / Double Data Rate Synchronous Dynamic Random Access Memory | 2000 | |
| DDR-2-SDRAM | 2004 |
| FSB | Busbreite | Bezeichnung | Datenrate | Rechnung | |
| 133 MHz | 64 Bit | PC2100 | 2,1 GB/s | (133.000.000 x 64 x 2)/8 (Angabe in Byte) | |
| 166 MHz | 64 Bit | PC2700 | 2,7 GB/s | ||
| 200 MHz | 64 Bit | PC3200 | 3,2 GB/s |
Wenn das Speicherinterface nun Dualchannel ist, kann es die doppelte Datenrate erreichen. Z.B. AMDs Prozessor Athlon64-FX besitzt ein Dualchannel-Memory-Interface, Athlon64 im Sockel 754 verfügt über ein Singlechannel-Memory-Interface
Dual-DDR-SDRAM
| FSB | Busbreite | Bezeichnung | Datenrate | Rechnung | |
| 133 MHz | 2x64 Bit | PC2100 | 4,2 GB/s | (133.000.000 x 64 x 2 x 2)/8 (Angabe in Byte) | |
| 166 MHz | 2x64 Bit | PC2700 | 5,4 GB/s | ||
| 200 MHz | 2x64 Bit | PC3200 | 6,4 GB/s |
DDR2-SDRAM
| FSB | Busbreite | Bezeichnung | Datenrate | Rechnung |
| 100 MHz | 64 Bit | PC2-3200 | 3,2 GB/s | |
| 133 MHz | 64 Bit | PC2-4200 | 4,2 GB/s | |
| 166 MHz | 64 Bit | PC2-5300 | 5,3 GB/s |
RDRAM
| FSB | Busbreite | Bezeichnung | Datenrate | |
| 400 MHz | 16 Bit | PC800 | 1,6 GB/s | |
| 533 MHz | 16 Bit | PC1066 | 2,1 GB/s | |
| 600 MHz | 16 Bit | PC1200 | 2,4 GB/s | |
| 800 MHz | 16 Bit | PC1600 | 3,2 GB/s | |
| 1066 MHz | 16 Bit | PC2100 | 4,3 GB/s |
Dual-RDRAM
| FSB | Busbreite | Bezeichnung | Datenrate | |
| 400 MHz | 2x16 Bit | PC800 | 3,2 GB/s | |
| 533 MHz | 2x16 Bit | PC1066 | 4,2 GB/s | |
| 600 MHz | 2x16 Bit | PC1200 | 5.0 GB/s | |
| 800 MHz | 2x16 Bit | PC1600 | 6,4 GB/s | |
| 1066 MHz | 2x16 Bit | PC2100 | 8,6 GB/s |
Derzeit sind eine Reihe von nichtflüchtigen RAM-Technologien (NVRAM) in der Entwicklung, wie:
Die Speicherkapazität wird in Bit und Byte angegeben.
Als Arbeitsspeicher verwendetes RAM wird häufig in Form von Speichermodulen eingesetzt:
Speicherbaustein | Mikroelektronik | Speichermedium
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