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Sir Redvers Henry Buller (* 7. Dezember 1839 in Crediton, † 2. Juni 1908) war ein britischer General und Oberbefehlshaber der britischen Truppen in der ersten Phase des Burenkrieges.

Nach der Schulausbildung in Eton trat Buller, Sohn eines Parlamentsmitglieds, 1858 in die britische Armee ein. Er wurde unter anderem in China, Kanada und Afrika in verschiedenen britischen Kolonialkriegen eingesetzt, so u.a. 1870 während der Red-River-Expedition von Garnet Joseph Wolseley. 1873 bis 1874 nahm er an Goldküste am Aschanti Krieg, wieder unter Wolseley, teil. Buller gehörte zu den 35 Offizieren die Wolseley für diesen Einsatz ausgewählt hatte und die später den sogenannten Ashanti-Ring bildeten (Die Gruppe erlangte durch gegenseitige Unterstützung einen bedeutenden Einfluss auf die viktorianische British Army und übernahm bis zum Ende des Jahrhunderts die führenden Positionen). Nach dem Ashanti-Einsatz wurde er zum Major befördert

Zulukrieg


1879 kämpfte er im Zulukrieg. Zu Beginn des Feldzugs war er Stabschef von Evelyn Wood, der die linke der drei britischen Abteilungen führte, die von Utrecht in Richtung Khambula vorrückte. Während die mittlere und die rechte Abteilung der Briten nach der Katastrophe bei Isandhlwana zurückgedrängt wurden stand Woods Abteilung allein im Zululand. Am 28. März kam es zu einem Gefecht zwischen Woods Kavallerie, unter Buller, und der Hauptarmee der Zulu bei Hlobane, in dem die Zulu siegreich waren. Für seinen Einsatz bei Hlobane bei der Rettung verwundeter Soldaten bekam Buller das Victoriakreuz, die höchsten Auszeichnung Großbritanniens für überragende Tapferkeit im Angesicht des Feindes verliehen.

Ägypten und Sudan


1882 diente er als Stabschef, wieder unter Wolseley, bei der Expedition zur Niederschlagung des Urabi-Aufstandes in Ägypten. 1885 nahm Buller an der Operation im Sudan zur Rettung von Gordon Pascha und zum Entsatz von Khartum von den Mahdisten als Chef des militärischen Geheimdienstes teil. Im Anschluss wurde er zum Generalmajor befördert und nach Irland kommandiert.

1891 wurde Buller zum Generalleutnant befördert. Ab 1896 war Buller Generaladjutant der British Army und damit die Rechte Hand von Lord Wolseley.

Burenkrieg


1899 wurde er aufgrund seines hervorragenden Rufs als Offizier der Oberbefehlshaber der britischen Streitkräfte im zweiten Burenkrieg. In den Schlachten von Colenso und Spion Kop erlitten die britischen Truppen verheerende Niederlagen gegen die Buren. Eigentliche Ursache dafür war die Unterschätzung der Buren und ihrer Kampfmoral durch die Briten. Die Niederlagen waren zwar auch durch die Unfähigkeit seiner Untergebenen bedingt, die britische Öffentlichkeit machte jedoch vielfach Buller für diese Niederlagen verantwortlich und er bekam den Spitznamen Reverse Buller (Rückzugs-Buller). 1900 musste er das Oberkommando an Lord Roberts abgeben und kehrte nach England zurück.

Seine Abberufung geriet schnell in den parteipolitischen Streit zwischen Whigs und Tories, so dass er teilweise begeistert gefeiert, teilweise vehement kritisiert wurde. Buller wurde von den Whigs unterstützt und schließlich als Sündenbock für den sich hinziehenden Burenkrieg durch Kriegsminister William Brodrick, einen Tory, in den Ruhestand versetzt und seine Pension halbiert. Buller unternahm verschiedene Anläufe, diese Entscheidung anzufechten, aber ohne Erfolg.

Sein Victoriakreuz liegt im Royal Green Jackets Museum in Winchester (England).

Mann | Brite | Militärperson (Vereinigtes Königreich) | Geboren 1839 | Gestorben 1908

Redvers Buller | Redvers Buller | Redvers Buller

 

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