Als redundant gelten in der Philosophie, Kausaltheorie, Teile einer für eine Wirkung ceteris paribus hinreichenden Faktorenkonjugation, wenn nach deren Abtrennung die übrigen Konjugationsglieder immer noch für die gleiche Wirkung hinreichend sind.
Ziel ist es, die minimal hinreichende Bedingung zu finden. Diese enthält keine in diesem Sinn redundanten Teile mehr.
Er ist immer noch wahr, wenn man zu der verursachenden Faktorenkonjugation "Sonnenschein & Aufenthalt in der Sonne & kein Sonnenschutz" hinzufügt: "Der starke Sonnenschein und dass ich mich in der Sonne aufhielt und mich nicht eingecremt hatte und Himbeereis gegessen habe und gelbe Hosen trug und in China ein Sack Reis umfiel verursachte Sonnenbrand." (Die Gründe dafür sind in der Eigenart der Subjunktion zu finden).
Der Satz ist also logisch wahr, aber wir würden den Aussagenkomplex: "Der starke Sonnenschein und dass ich mich in der Sonne aufhielt und mich nicht eingecremt hatte und Himbeereis gegessen habe und gelbe Hosen trug und in China ein Sack Reis umfiel" nicht als Ursache für den Sonnenbrand ansehen. Daher wird alles gestrichen, bis auf die kausal relevanten Faktoren "Sonnenschein & Aufenthalt in der Sonne & kein Sonnenschutz", die damit als minimal hinreichend gelten.
Die Aussagen "Ich habe Himbeereis gegessen, trug gelbe Hosen und in China fiel ein Sack Reis um" gelten als redundant.
Kurz gesagt handelt es sich bei redundanten Aussagen schlicht und einfach um überflüssige Aussagen, wie es auch bereits der lateinische Ursprung des Wortes vermuten lässt.
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"Redundanz (Philosophie)".
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