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Der Begriff Redundanz (v. lat. redundare – im Überfluss vorhanden sein) bezeichnet in der Informationstheorie das mehrfache Vorhandensein ein und derselben Information oder das umfangreiche Beschreiben einer Information die auch kürzer dargestellt werden kann. Ein Merkmal ist dann redundant, wenn es ohne Informationsverlust weggelassen werden kann.

Nachrichtenübertragung


Redundant ist der Teil einer Nachricht, der keine Information enthält, weil diese implizit oder explizit schon vorher in der Nachricht gegeben wurde.

Eine Kommunikation lässt sich durch redundante Informationen fehlertolerant über einen Informationskanal durchführen, da unter Umständen verloren gegangene oder verfälschte Teilinformationen von dem Empfänger aus ihrem Kontext rekonstruiert werden können. Ein Maß für die Fehlertoleranz ist die Hamming-Distanz.

Datenbanken und Datenstrukturen


In der Datenbankentwicklung sowie in Datenstrukturen von Programmen gilt es, Redundanzen möglichst vollständig zu vermeiden, da diese zu einem höheren Speicherplatzbedarf und zu Inkonsistenzen führen können. Redundanzen werden daher zu den Anomalien gezählt.

Durch Normalisierung des Datenbankschemas, können diese weitgehend vermieden werden. Leider gibt es auch Redundanzen, die unvermeidbar sind z. B. Schlüsselredundanzen und daher als „notwendiges Übel“ in Kauf genommen werden. Es gibt auch Redundanzen, die in Kauf genommen werden, weil deren Vermeidung ein zu hoher Aufwand im Verhältnis zu ihrer Problematik darstellen würde, wie zum Beispiel das mehrfache Auftreten eines Attributwertes oder die doppelte Speicherung des Namens Müller für Herrn Müller und für Frau Müller.

Nachteile

In Datenstrukturen von Programmen und Datenbanken können Redundanzen zu Programmfehlern führen. Der Programmierer muss darauf achten, dass er bei allen Änderungen auch die redundanten Daten konsistent hält. Dies erfordert einen hohen Synchronisationsaufwand. Je größer das Projekt ist und umso länger an dem Projekt entwickelt wird, umso schwieriger gestaltet sich dies.

Vorteile

Es gibt einige Fälle, in denen Datenredundanz die Rechenzeit der Software reduziert. Da aber die Nachteile schwer wiegen, soll der Entwickler Datenredundanz nur sehr selektiv und bei offensichtlichem Bedarf einsetzen. Zudem muss der Entwickler genau prüfen, ob das Programm häufiger Schreib- oder Lesezugriffe auf die redundanten Daten durchführt. Sollten häufiger Schreibzugriffe auf die Daten stattfinden, erhöht sich durch Datenredundanz die Rechenzeit.

Siehe auch


Kybernetik | Theoretische Informatik | Datenbank | Programmierung

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Redundanz (Information)".

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