Die Realpräsenz bezeichnet in der christlichen Theologie die „wirkliche Gegenwart“ von Christi Leib in, mit und unter dem Brot und Christi wahres Blut in mit und unter dem Wein beim Heiligen Abendmahl.
Während der Reformation wird die Frage des Abendmahlsverständnisses jedoch erneut thematisiert und Gegenstand verschiedener Auseinandersetzungen. Die bis dahin entfaltete Lehre der Realpräsenz wird von Martin Luther gegenüber Ulrich Zwingli und Johannes Calvin vertreten, die ein symbolisches Verständnis haben. Die lutherischen Kirchen haben diese Auffassung beibehalten und teilen diese mit den in katholischer Tradition stehenden Kirchen (u.a. orthodoxen, römisch-katholische, alt-katholische und anglikanische Kirche). Sie berufen sich auf den Textausschnitt der Einsetzungsworte Jesu "dies ist mein Leib". Berühmt ist Luthers Formel (Konsubstantiation), dass die Gläubigen den Leib und das Blut Jesu Christi "in, mit und unter" Brot und Wein zu sich nehmen. Wer die Realpräsenz bestreitet, lehrt, dass die Elemente von Brot und Wein nur Zeichen seien, die Christi Leib und Blut "bedeuten", aber nicht "sind". Das Abendmahl ist eine symbolische Gedächtnisfeier. Diese Auffassung vertreten die reformierten Kirchen, die meisten baptistischen Kirchen und Pfingstgemeinden. Jesus hat vom Brot gesprochen, das die Einheit bildet, wenn alle davon essen, so dass die brotbrechende Gemeinde eine Einheit wie Jesu Leib/Laib wird.
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"Realpräsenz".
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