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Realgar
Mineraly.sk - realgar.jpg
Realgar - massiges Aggregat
Chemismus AsS
Kristallsystem Monoklin
Kristallklasse II/F.02-30 (nach Strunz)
Farbe rot, orange-rot
Strichfarbe rot bis orangegelb
Mohshärte 1,5 bis 2
Dichte 3,6
Glanz Diamantglanz, Fettglanz
Opazität durchsichtig bis durchscheinend
Bruch muschelig
Spaltbarkeit unvollkommen
Habitus prismatische, längsgestreifte Kristalle; körnig; massig
häufige Kristallflächen ___
Zwillingsbildung ___
Kristalloptik
Brechungsindices ___
Doppelbrechung ___
Pleochroismus ___
optische Orientierung ___
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~ ___
weitere Eigenschaften
chemisches Verhalten ___
ähnliche Minerale Orpiment
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus ___
besondere Kennzeichen hochgiftig

Realgar oder Rauschrot ist ein häufig vorkommendes Arsen-Schwefel-Mineral aus der Kristallklasse der Sulfide. Es kristallisiert im Monoklinen Kristallsystem mit der chemischen Formel AsS und hat eine orangerote Farbe. Im Licht wandelt es sich allerdings langsam zu gelbem, pulvrigen Pararealgar, das man früher fälschlicherweise für Auripigment hielt.

Realgar tritt als prismatische, gestreifte Kristalle oder in körnigen bzw. massigen Aggregaten auf. Es hat zumindest farbenmäßig eine gewisse Ähnlichkeit mit Zinnober, welches aber trigonal kristallisiert und härter sowie sehr viel schwerer ist.

Bildung und Vorkommen


Als typisches Sekundärmineral findet sich Realgar zusammen mit dem verwandten Auripigment in Hydrothermal-Adern und -Quellen. Es entsteht durch Zersetzung anderer arsenhaltiger Minerale wie dem Arsenopyrit, aber auch durch Resublimation vulkanischer Gase.

Bedeutende Fundorte sind Kanton Wallis in der Schweiz, Baia Sprie und Siebenbürgen in Rumänien, Shimen/Hunan in China, Nevada in den USA und Allchar in Makedonien.

Verwendung


Im Mittelalter fand Realgar hauptsächlich in der Medizin und der Glasherstellung Verwendung, heute wird es in Feuerwerken aber auch bei der Pestizidproduktion eingesetzt. Realgar wurde wegen seiner nicht ermischbaren orangeroten Farbe bereits in der Buch- und Tafelmalerei als Künstlerfarbe verwendet. Heute wird es in Einzelfällen noch von Künstlern, die mit speziellen Pigmenten und selbstangeriebenen Farben arbeiten, verwendet.

Sicherheitshinweis


Realgar ist wegen des hohen Arsengehalts von ca. 70 Gewichtsprozent hochgiftig. Genauere Angaben über die Giftigkeit sind aber kaum möglich, da Realgar wie andere unlösliche Arsenverbindungen häufig mit Arsenik verunreinigt sind, das auf Grund seiner guten Löslichkeit eine wesentlich höhere Giftigkeit besitzt.

Siehe auch


Liste von Mineralen, Farbmittel

Literatur


  • Edition Dörfler: Mineralien Enzyklopädie, Nebel Verlag, ISBN 3-89555-076-0
  • Karl Krüger: ''Das Reich der Mineralien und Gesteine, Safari-Verlag, Berlin

Weblinks


Mineral

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