Die Reaktionsenthalpie ΔHR ist, wie der Name Enthalpie bereit sagt, die Energie bei konstantem Druck. Sie gibt den Energieumsatz einer bei konstantem Druck durchgeführten Reaktion an. Hierbei ist egal, auf welchem Wege die Reaktion stattfindet oder in welcher Form (Wärme, Arbeit) Energie während der Reaktion aufgenommen oder abgegeben wird. Die Reaktionsenthalpie ist immer die Differenz der Enthalpien des Produkts und des Edukts. Ihr eigentlicher Name ist Standardreaktionsenthalpie. Da Stoffe je nach Temperatur und Druck verschiedene Energien haben, (zum Verständnis: Ein Gas hat unter hohem Druck viel mehr Energie gespeichert als unter niedrigem) vergleicht man die Energien immer bei gleichen Außenbedingungen, meist den Standardbedingungen, seltener den Normalbedingungen. So können Energiebilanzen direkt miteinander verglichen werden.
Da die Energiebilanz für das System angegeben wird, ist ΔH negativ, wenn das Produkt energetisch tiefer als das Edukt liegt und somit insgesamt Energie abgegeben wird. Wandelt man die freiwerdende Energie nicht um, erwärmt sich die Probe, die Reaktion ist exotherm (ungefähre Übersetzung: Wärme heraus).
Muss jedoch Energie aufgenommen werden, da das Produkt eine höhere Energie als das Edukt hat, wird ΔH positiv. Die nötige Energie wird häufig aus der Umgebungswärme entnommen, die Umgebung wird kälter. Prozesse, bei denen Wärme aufgenommen wird, heißen endotherm.
Bei konstantem Druck:
Bei konstantem Volumen:
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"Reaktionsenthalpie".
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