| Wappen | Karte |
|---|---|
| Ravensburg Wappen.jpg | Karte ravensburg in deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Tübingen |
| Region: | Bodensee-Oberschwaben |
| Landkreis: | Ravensburg |
| Gemeindeart | Große Kreisstadt |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 450 m ü. NN |
| Fläche: | 92,04 km² |
| Einwohner: | 49.129 (30. Sept. 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 534 Einwohner je km² |
| Ausländeranteil: | 11,2 % |
| Postleitzahlen: | 88181–88214 (alt: 7980) |
| Vorwahlen: | 0751 |
| Kfz-Kennzeichen: | RV |
| Gemeindeschlüssel: | 08 4 36 064 |
| Stadtgliederung: | Kernstadt und Ortschaften Eschach, Schmalegg, Taldorf |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marienplatz 26 88212 Ravensburg |
| Website: | www.ravensburg.de |
| E-Mail-Adresse: | rathaus@ravensburg.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Hermann Vogler (CDU) |
| Landkreiskarte | |
| Ravensburg im Landkreis Ravensburg.png | |
Die Stadt Ravensburg entstand auf halber Höhe unterhalb der Veitsburg auf dem Abhang zur Schussen hin; der Flappach wurde als Stadtbach teilweise durch die Stadt, teilweise durch den nördlichen Stadtgraben geleitet. Außerhalb der Stadtmauern befand sich im Flappachtal die Mühlenvorstadt und unterhalb der Stadt am Auslauf des Flappachs zur Schussen das Gerber- und Färberviertel Pfannenstiel. Auf dem der Stadt gegenüberliegenden Westhang des Schussentals befand sich im Mittelalter die Galgenhalde genannte Richtstätte sowie nördlich davon das Sennerbad. Oberhalb davon entstand Mitte des 20. Jahrhunderts das Neubaugebiet „Weststadt“.
Gleichzeitig wuchs die Stadt nach Norden und Süden hin, so dass sich auf der Ostseite des Schussentals ein durchgehendes Siedlungsband von Baindt im Norden über Baienfurt, Weingarten und Ravensburg bis Eschach im Süden gebildet hat.
Horgenzell, Berg, Weingarten, Schlier, Grünkraut und Bodnegg (alle Landkreis Ravensburg) sowie Tettnang, Meckenbeuren, Friedrichshafen und Oberteuringen (alle Bodenseekreis).
Das Stadtgebiet Ravensburgs besteht aus der Kernstadt (mit der historischen Altstadt und Stadterweiterungen im Norden, Süden und Osten sowie dem Neubaugebiet Weststadt) und den im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre eingegliederten ehemaligen Gemeinden Adelsreute im Südwesten, Eschach im Süden, Schmalegg im Westen und Taldorf im Südwesten der Kernstadt.
Die eingegliederten Gemeinden sind (mit Ausnahme von Adelsreute, das zu Taldorf gehört) heute zugleich Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung, das heißt, sie haben jeweils einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl neu zu wählenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden. In jedem der Ortschaften gibt es eine Ortsverwaltung, quasi ein "Rathaus vor Ort", dessen Leiter der Ortsvorsteher ist.
Zu fast allen Stadtteilen und zur Kernstadt gehören noch viele räumlich getrennte Wohnplätze mit eigenem Namen, die oft wenige Einwohner haben oder Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Bezeichnung sich im Laufe der Bebauung ergeben haben und deren Grenzen dann meist nicht genau festgelegt sind. Im Einzelnen sind zu nennen:
Ravensburg wurde 1088 erstmals urkundlich erwähnt und war bis 1803 eine freie Reichsstadt. Der Kern der heutigen Stadt entstand nach aktuellem Wissensstand als Burgsassen-Siedlung unterhalb der mächtigen Stammburg der Welfen auf dem Höhenrücken zwischen Flappach- und Schussental.
Die erste Burg der Welfen stand in Altdorf-Weingarten, bevor sie um 1050 eine neue, größere Burg, die „Ravensburg“, errichteten (heute Veitsburg nach der St. Veit geweihten Burgkapelle). Grabungsbefunde legen nahe, dass der Standort der Burg schon in der Keltenzeit als Fluchtburg planiert und vom Rest des Höhenrückens durch einen Graben abgetrennt worden war. Die welfische, später staufische Burg nahm den hinteren, nordwestlichen Teil des Plateaus ein, während der vordere als Turnierplatz diente.
Der letzte Welfe auf der Ravensburg war Welf VI., Herzog von Spoleto. Nach dem Tod seines Sohnes vermachte er das Schussengau mit Ravensburg und Altdorf per Erbvertrag seinem Neffen, dem Staufer Friedrich I. Barbarossa, und enttäuschte damit seinen anderen Neffen, Heinrich den Löwen, Herzog von Bayern und Sachsen (der 1129 eventuell auf der Ravensburg geboren wurde). Fortan gehörte Ravensburg zum Hausbesitz der Staufer. Angeblich brach Konradin, der letzte Staufer, von hier zu seinem verhängnisvollen Italienzug auf.
Die rasante wirtschaftliche Entwicklung hatte vor allem im 14. Jahrhundert zu mehrfachen Erweiterungen des Stadtgebiets geführt. Am markantesten ist dabei die Einbeziehung der so genannten Unterstadt in die Stadtbefestigung und der Abriss der alten Stadtmauer zwischen den beiden Stadtteilen (1330–1370). Dabei entstand auf der Fläche des alten, zugeschütteten Stadtgrabens der heute noch das Stadtbild prägende Platz, heute Marienplatz genannt, zwischen Frauentor im Norden und dem (im 19. Jahrhundert abgerissenen) Kästlinstor im Süden.
Um 1530 ging die Große Ravensburger Handelsgesellschaft sang- und klanglos unter. Neben anderen Ursachen hatten die „Regenten“ der Handelsgesellschaft wohl unzureichend auf die veränderten Handelswege nach der Erschließung Amerikas durch Kolumbus reagiert.
Die ohnehin schon – unter anderem durch die Verlagerung der Handelsrouten nach Augsburg – wirtschaftlich geschwächte Stadt erlebte im Dreißigjährigen Krieg einen starken Bevölkerungsrückgang vor allem durch Hunger und Seuchen. Davon erholte sie sich in den folgenden Jahrhunderten nur sehr langsam. Dadurch kam es bis in die Neuzeit zu keinen weiteren Stadterweiterungen, das Stadtbild blieb bis ins 19. Jahrhundert weitgehend unverändert.
Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde auch die Burg über der Stadt – nun auch schon zur Unterscheidung von der Stadt Ravensburg Veitsburg genannt – von schwedischen Truppen geschleift. Nur einige Wirtschaftsgebäude blieben stehen. Der Landvogt der Reichslandvogtei Schwaben residierte daher ab 1647 in Altdorf-Weingarten.
Die Stadt wurde zunächst Bayern zugeschlagen. Da die umliegenden habsburgischen Lande an Württemberg fielen, die Reichsklöster Weingarten und Weißenau wiederum anderen Reichsfürsten zugeordnet wurden, entstand eine Enklavensituation, die wirtschaftlich sehr abträglich war. Erst 1810 kam Ravensburg nach einem Gebietstausch im Allgäu – bestätigt durch den Wiener Kongress 1815 – zum Königreich Württemberg, das zuvor auch schon die ausgedehnten Territorien von Weingarten (einschließlich des heutigen Schlosses in Friedrichshafen) erworben hatte.
Insbesondere seit den 1950er-Jahren wurde die Stadt in allen Richtungen durch Wohngebiete erweitert, deren größtes die Weststadt ist, die inzwischen den einwohnerreichsten Stadtteil bildet. Nachdem die Einwohnerzahl bereits in den 1930er Jahren die Grenze von 20.000 überschritten hatte, wurde die Stadt bereits mit Inkrafttreten der baden-württembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 kraft Gesetzes zur Großen Kreisstadt erklärt.
In den 1970er-Jahren wuchs die Stadt durch die Eingemeindung einiger Dörfer des Umlands, vor allem im Süden und Westen (die heutigen Ortsteile Eschach, Schmalegg und Taldorf).
1982 fanden in Ravensburg die Heimattage Baden-Württemberg statt.
| Jahr | Einwohnerzahlen |
|---|---|
| 1300 | ca. 1.500 |
| 1500 | ca. 4.500 |
| 1648 | ca. 2.000 |
| 1789 | 3.381 |
| 1823 | 3.770 |
| 1855 | 5.961 |
| 1. Dezember 1871 ¹ | 8.433 |
| 1. Dezember 1880 ¹ | 10.550 |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 13.453 |
| 1. Dezember 1910 ¹ | 15.594 |
| 16. Juni 1925 ¹ | 17.012 |
| 16. Juni 1933 ¹ | 18.930 |
| Jahr | Einwohnerzahlen | ||
|---|---|---|---|
| 17. Mai 1939 ¹ | 21.995 | ||
| 13. September 1950 ¹ | 25.889 | ||
| 6. Juni 1961 ¹ | 31.269 | ||
| 27. Mai 1970 ¹ | 32.068 | ||
| 31. Dezember 1975 | 42.725 | ||
| 31. Dezember 1980 | 42.269 | ||
| 27. Mai 1987 ¹ | 43.913 | |-31. Dezember 1990 | 45.650 |
| 31. Dezember 1995 | 46.620 | ||
| 31. Dezember 2000 | 47.768 | ||
| 30. September 2005 | 49.129 |
Im 14. Jahrhundert wurde St. Jodok als zweite Pfarrkirche Ravensburgs durch das Kloster Weißenau und dem städtischen Rat erbaut. Sie war für die Unterstadt zuständig und war bis 1802 dem Kloster Weißenau inkorporiert. Im Weiler St. Christina wurde im 13. Jahrhundert eine weitere Pfarrei errichtet, nachdem dort bereits im 12. Jahrhundert eine gleichnamige Kirche erwähnt ist, die 1253 neu erbaut wurde. Diese Pfarrei war für den Süden und Westen Ravensburgs zuständig und war ebenfalls Weißenau unterstellt.
1544 wurde auf Druck der Zünfte die Reformation eingeführt. Dabei gab es zunächst große Differenzen zwischen den Anhängern Martin Luthers und Zwinglis. Doch konnten sich die Lutheraner schließlich durchsetzen. Ferner gab es auch Anhänger von Kaspar Schwenckfeld. Nach dem Schmalkaldischen Krieg ab 1547 regte sich jedoch Widerstand gegen die Reformation und es setzte eine Rekatholisierung großer Teile der Bevölkerung ein. Die Folge war eine faktische Parität beider Konfessionen, die aber erst nach dem 30jährigen Krieg 1649 formell festgelegt wurde. Zahlenmäßig hatten die Katholiken die Mehrheit. Die protestantische Gemeinde erhielt als Gotteshaus das Langhaus der Karmeliterkirche, die fortan als Stadtkirche bezeichnet wurde. Der Chor der 1349 geweihten Kirche blieb jedoch bis 1806 noch im Besitz des Karmeliterordens; die Kirche wurde also zwischen beiden Konfessionen geteilt. Eine Mauer trennte die beiden Bereiche.
Weitere Klöster im Stadtgebiet waren das Franziskanerinnenkloster St. Michael (13. Jahrhundert) und das vor der nördlichen Stadtmauer gelegene Kapuzinerkloster (gegründet 1629). 1806 wurden die drei Klöster säkularisiert. Weitere kirchliche Einrichtungen waren das Spital zum Hl. Geist, das im 15. Jahrhundert erbaut wurde (Spitalkapelle von 1498), die Kapelle St. Leonhard (bereits im 15. Jahrhundert profaniert) und die Mühlbrugg-Kapelle aus dem 15. Jahrhundert, die 1812 abgebrochen und 1929 neu erbaut wurde.
Die katholischen Gemeinden gehörten bis 1802 noch zum Bistum Konstanz. 1808 wurden die Gemeinden dem Ordinariat Ellwangen unterstellt, aus dem 1821/27 das neu gegründete Bistum Rottenburg (heute Rottenburg-Stuttgart) hervorging. Nach dem 2. Weltkrieg entstanden zu den drei bisherigen katholischen Gemeinden (Liebfrauen, St. Jodok und St. Christina) noch zwei weitere Gemeinden, Christus König (Kirche von 1952) und Zur heiligsten Dreifaltigkeit (Kirche von 1965). Weitere katholische Kirchengemeinden gibt es in den Stadtteilen (siehe Artikel Schmalegg, Taldorf und Eschach). Alle katholischen Kirchengemeinden gehören zum Dekanat Ravensburg des Bistums Rottenburg-Stuttgart.
Die evangelische Kirchengemeinde Ravensburg blieb bis 1802 selbständig und wurde dann in die Evangelische Landeskirche in Württemberg eingegliedert. Ravensburg wurde dann Sitz eines Dekanats. Die evangelische Stadtkirche Ravensburg erhielt 1842/45 einen Turm. Eine zweite evangelische Kirche gab es bereits ab 1628. Dabei handelte es sich um ein ehemaliges Kornhaus, das zur Dreifaltigkeitskirche umgebaut worden war. Diese Kirche wurde aber 1852 abgebrochen. Nach dem 2. Weltkrieg entstanden dann zwei weitere Kirchengemeinden, die Johannesgemeinde mit Kirche von 1963 für die Weststadt und die Kirchengemeinde Eschach für die südlichen Stadtteile Ravensburg. Diese drei Kirchengemeinden bilden heute die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Ravensburg, zu der auch die Protestanten nahezu aller Stadtteile gehören. Lediglich Bavendorf hat noch eine eigene Kirchengemeinde. Alle genannten evangelischen Kirchengemeinden gehören zum Dekanat Ravensburg. Ferner gibt es in Ravensburg den Hensoltshöher Gemeinschaftsverband e.V. (Landeskirchliche Gemeinschaft Ravensburg).
Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Ravensburg auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptistengemeinde) und die BFP Freie Christengemeinde. Auch die Neuapostolische Kirche ist in Ravensburg vertreten.
Weiterhin gibt es zwei islamische Gemeinden in Ravensburg.
Die Stadt Ravensburg ist Sitz des Gemeindeverwaltungsverbands Mittleres Schussental.
Die Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister seit 1804:
Wappenbeschreibung: In Silber auf gemauerter Konsole eine doppeltürmige blaue Burg mit hochgezogenem Fallgatter; zwischen den Zinnentürmen ein blauer Schild, darin ein silbernes Kreuz mit Tatzenenden.
Vom 19. Dezember 1940 bis zum Frühjahr 1946 führte die Stadt Ravensburg ein leicht abgeändertes Wappen, auf dem statt dem blauen Schild mit silbernem Kreuz ein roter Welfenlöwe mit einem roten Schildchen (mit silbernem Querbalken) dargestellt war. Diese Farben und Symbole entstammen dem Wappen der damals eingemeindeten Nachbarstadt Weingarten.
Die Ravensburger Ortschaften führen kein amtliches eigenes Wappen, verwenden aber inoffiziell die Wappen der ehemals selbständigen Gemeinden Eschach, Schmalegg und Taldorf (dort zusammen mit dem Wappen der ehemaligen Gemeinde Adelsreute).
Die Stadtflagge ist blau-weiß und wird meist mit dem Stadtwappen verwendet.
Partnerschaftliche Beziehungen von Ortsteilen:
Ravensburg liegt an einem Kreuzungspunkt der Bundesstraßen B 30, B 32 und B 33 etwa 15 km nördlich von Friedrichshafen, wo ein Verkehrsflughafen zur Verfügung steht.
Die nächsten Autobahnzugänge liegen bei Ulm (A 7, A 8) und bei Wangen (A 96).
Ravensburg verfügt seit 1847 über einen Bahnhof an der Südbahnstrecke Ulm–Friedrichshafen, die Teil der so genannten Schwäbischen Eisenbahn und damit der ältesten Bahnstrecke Württembergs ist. Neben den Zügen der DB verkehrt seit einigen Jahren auch die Bodensee-Oberschwaben-Bahn auf der Bahnstrecke.
Ravensburg gehört dem Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo) an, hat aber einen eigenen Bustarif für den Stadtverkehr Ravensburg/Weingarten.
Im Jahre 1888 wurde eine 4,2 km lange dampfgetriebene Straßenbahnstrecke (Spurweite 1000 mm) zwischen Ravensburg und Weingarten eröffnet, die 1910 elektrifiziert wurde. 1911 erfolgte eine 2,4 km lange Erweiterung bis Baienfurt. Am 23. Februar 1959 wurde die Strecke Ravensburg–Weingarten stillgelegt, im Juni 1959 folgte die Reststrecke Weingarten–Baienfurt. Der ehemaligen Betriebshof der Straßenbahn wird heute für die Busse der RAB genutzt.
Der Name der Stadt ist nicht zuletzt durch die hier ansässige Firmengruppe Ravensburger AG weltberühmt geworden. International bekannt und erfolgreich sind besonders die Produkte der Ravensburger Spieleverlag GmbH und ihrer zahlreichen Schwesterunternehmen, die u. a. Gesellschaftsspiele und Puzzles herstellen, der vor allem für Kinder- und Jugendbücher bekannte Ravensburger Verlag sowie das Ravensburger Spieleland (in der Nachbargemeinde Meckenbeuren).
Tekrum (die Theodor Krumm GmbH & Co. KG) ist ein über die Grenzen der Stadt hinaus bekannter Hersteller von „Premium-Gebäck-Spezialitäten“. Seit Januar 2005 ist Tekrum eine hundertprozentige Tochter des Griesson-de Beukelaer-Konzerns.
OMIRA (Oberland Milchverwertung Ravensburg GmbH) ist Hersteller von Milchprodukten aller Art, die zum Teil in ganz Deutschland und Teilen Europas erhältlich sind. Letzteres trifft insbesondere auf die unter der Marke MinusL vertriebene laktosefreie Milch zu.
Ansonsten ist die Region stark vom Maschinenbau geprägt, der sich aus der ausgeprägten Mühlentradition (Korn-, Papier-, Säge- und andere Mühlen) und dem Bedarf der frühindustriellen Papier- und Textilindustrie entwickelt hat. Wichtigste Vertreter dieser Branche in Ravensburg sind die heute zu Voith bzw. VA Tech gehörenden Unternehmen, die aus dem 1856 eröffneten Betrieb des Schweizer Escher-Wyss-Konzerns (seit 1969 Sulzer) hervorgegangen sind. Weitere Maschinenbauunternehmen sind u. a. die Arnold GmbH & Co, die Bezner Maschinen GmbH, die LCM-Schokoladenmaschinen GmbH, die Rugel Maschinenfabrik GmbH & Co. KG und die Schuler Konstruktionen GmbH & Co.
Erwähnenswert sind außerdem der Automobilzulieferer Nothelfer GmbH (ein Unternehmen der ThyssenKrupp Automotive), die Verpackungshersteller Autobar Packaging (früher Zach Verpackungen) und Moosmann & Co., die Werkzeugfabrik Hawera Probst und das aus einer traditionsreichen Ravensburger Apotheke hervorgegangene Pharmaunternehmen Vetter Pharma.
Die Firmen pro solar Energietechnik GmbH und Pro Solar Solarstrom GmbH sind bedeutende Anbieter von thermischen Solaranlagen bzw. photovoltaischen Anlagen.
Die im Teilort Schmalegg ansässige Firma Carthago ist ein bekannter Hersteller von Wohnmobilen.
In den 1920er-Jahren erlangte die Firma Hermann Spohn mit exkluxiven Karosserien, die meist auf Maybach-Fahrgestelle montiert wurden, einiges Ansehen. Verschiedene Mitglieder der Industriellenfamilie Spohn – tätig in der Textil-, Maschinenbau- und Baubranche – traten in Ravensburg seit Ende des 19. Jahrhunderts als großzügige Spender auf und stifteten u. a. das Konzerthaus und das Gebäude für das humanistische Gymnasium, heute Spohn-Gymnasium. Auf dem Hauptfriedhof hat die Familie eines der aufwändigsten Familiengräber.
Das Munzinger-Archiv ist ein Anbieter von politischen, statistischen und biographischen Daten insbesondere für Presse und Rundfunk, die online im Internet sowie als Loseblattwerke vertrieben werden.
Die dwp eG ist ein 1988 von mehreren Weltläden in der Region Oberschwaben gegründeter Importeur von Fairen Handel-Produkten. dwp vertreibt seine Waren über Weltläden, Regionalverteiler, Großverbraucher und Naturkostläden in der gesamten Bundesrepublik Deutschland, Luxemburg, Frankreich, Schweiz, Tschechien und Österreich.
Für Informationen zum Rundfunksender „Ravensburg“ siehe: Horgenzell
Im Stadtteil Weißenau wurde 1960 ein Radioteleskop mit 26 Meter Durchmesser errichtet. Die radioastronomischen Beobachtungen wurden 1992 eingestellt und die Anlage ist inzwischen demontiert.
Im Mittelalter wurde an den Hängen des Schussentals Wein angebaut. Im Laufe der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden aber die meisten Weinberge aufgelassen; angeblich verdrängten Importweine den einheimischen Wein, der qualitativ nicht mithalten konnte. Inwieweit die sich damals ausbreitende Reblaus oder der zunehmende Bierkonsum hierbei auch eine Rolle spielten, ist derzeit nicht bekannt. Heute herrschen dagegen – vor allem im Süden der Stadt – Obstbau und Hopfengärten vor, jedoch wird vereinzelt immer noch Wein angebaut.
Die Schwäbische Zeitung sowie das Wochenblatt betreiben in Ravensburg eine Lokalredaktion.
In Ravensburg befinden sich außerdem Sendestudios der Radiosender Radio 7 und SWR4 Baden-Württemberg sowie ein Büro des Regionalfernsehsenders Euro 3 Bodenseefernsehen.
Ravensburg ist Sitz des Amtsgerichts Ravensburg, des Landgerichts Ravensburg, verschiedener Kammern des Arbeitsgerichts Ulm, der Staatsanwaltschaft Ravensburg sowie der Justizvollzugsanstalt Ravensburg im Stadtteil Hinzistobel.
Die Stadt ist auch Sitz des Kirchenbezirks Ravensburg der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und des Dekanatsverbands Ravensburg-Waldsee des Bistums Rottenburg-Stuttgart, dem die Dekanate Ravensburg und Waldsee angehören.
Die Deutsche Bundesbank hatte bis 31. März 2005 eine Niederlassung in Ravensburg.
Die Hochschule Ravensburg-Weingarten hat ihren Sitz in Weingarten.
In Ravensburg gibt es drei städtische allgemein bildende Gymnasien (Albert-Einstein-Gymnasium, Spohn-Gymnasium, Welfen-Gymnasium), eine Realschule, zwei Grund- und Hauptschulen (GHS Obereschach und Grund- und Hauptschule Oberzell), zwei selbständige Hauptschulen (Hauptschule Kuppelnau und Hauptschule Neuwiesen), sechs selbständige Grundschulen (Grundschule Klösterle, Kuppelnau, Neuwiesen, Schmalegg, Weißenau und Weststadt) und eine Förderschule.
Der Landkreis Ravensburg ist Träger der drei Beruflichen Schulen (Edith-Stein-Schule - Haus- und Landwirtschaftliche Schule, unter anderem mit Ernährungswissenschaftlichem, Agrarwissenschaftlichem und Biotechnologischem Gymnasium, Gewerbliche Schule, unter anderem mit Technischem Gymnasium und Humpisschule - Kaufmännische Schule, unter anderem mit Wirtschaftsgymnasium) sowie der Martinusschule für Geistigbehinderte mit Schulkindergarten.
Ferner gibt es die Staatliche Schule für Kranke Weißenau am Zentrum für Psychiatrie, eine Krankenpflegeschule am Zentrum für Psychiatrie Weißenau und eine Fachschule für Landwirtschaft.
Ravensburg beherbergt daneben eine Reihe von Privatschulen, darunter das Bildungszentrum St. Konrad FKS mit Grund-, Haupt- und Realschule sowie dem Katholischen Freien Gymnasium St. Konrad, die Theresia-Gerhardinger-Grund- und Realschule (ehemals "Klösterle"), eine Freie Waldorfschule, eine Abendrealschule, das Institut für sozialpädagogische Berufe, die Josef-Wilhelm-Schule (Private Berufsschule des Berufsbildungswerks Adolf Aich), das Kolping-Kolleg (mit Kolping-Abendgymnasium und Kolping-Berufskolleg), die Krankenpflegeschule und Kinderkrankenpflegeschule am Krankenhaus St. Elisabeth, die Krankenhausschule St. Nikolaus, die Private Kaufmännische Schule Schindele und die Hör-Sprachzentrum gGmbH mit Heimsonderschule für Gehörlose, Schwerhörige und Sprachbehinderte.
Daneben bietet Ravensburg insgesamt 1.700 Kindergartenplätze in 32 Kindergärten in öffentlicher, kirchlicher oder privat-gemeinnütziger Trägerschaft (darunter unter anderem ein Waldorf-Kindergarten sowie ein Waldkindergarten) und erfüllt damit die gesetzlichen Vorgaben. 11 Einrichtungen in Ravensburg und Weingarten bieten darüber hinaus Betreungsplätze für Kinder unter drei Jahren an.
Zum Körperbehinderten-Zentrum Oberschwaben (KBZO), gegründet durch eine Elterninitiative, gehören sowohl Wohnheime als auch Werkstätten.
Ihren Ursprung in der Sozialarbeit der katholischen Kirche haben das Berufsbildungswerk Adolf Aich und die Einrichtungen der Behinderten- und Altenhilfe der Stiftung Liebenau.
Darüber hinaus unterhält die aus der evangelischen Sozialarbeit entstandene BruderhausDiakonie Einrichtungen der Altenhilfe und der Sozialpsychiatrie. Die Zieglerschen Anstalten betreiben ein Sprachheilzentrum und bieten Betreutes Wohnen (Behindertenhilfe) an.
Ravensburg ist Sitz des Krankenhauses „St. Elisabeth“ mit Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin „St. Nikolaus“ und des Heilig-Geist-Spitals (geriatrischer Schwerpunkt), die unter Trägerschaft der größtenteils landkreiseigenen Oberschwaben Klinik gGmbH stehen.
Im ehemaligen Kloster Weißenau und umliegenden Neubauten ist das Zentrum für Psychiatrie Weißenau (Anstalt des öffentlichen Rechts unter Gewährsträgerschaft des Lands Baden-Württemberg, im Volksmund "Die Weißenau") untergebracht. Im nahen Rahlenhof, der ehemaligen Sommerresidenz der Weißenauer Äbte, wird eine zugehörige Fachlinik für abhängigkeitskranke Männer betrieben.
Ravensburg nennt sich der vielen mittelalterlichen Türme und Tore und der noch streckenweise erhaltenen historischen Stadtmauer (mit Resten alter Befestigungsanlagen) wegen auch Stadt der Türme und Tore. Nur das Kästlinstor (südliches Stadttor) wurde im 19. Jahrhundert abgerissen. Die Steine dienten unter anderem zum Bau des Kirchturms der evangelischen Stadtkirche.
Die bekanntesten Türme und Tore sind:
Weitere Sehenswürdigkeiten:
Weitere Kirchen siehe Abschnitt Religionen.
Der EV Ravensburg spielt nach kurzem Aufenthalt in der zweiten Eishockey-Liga derzeit in der Eishockey-Oberliga.
Die U20männlich des TSB Ravensburg (Abteilung Baketball) spielt seit der Saison 2005 in der Jugend Oberliga, der höchsten Spielklasse Deutschlands.
Der ESV Ravensburg spielt derzeit in der Deutschen Classic Liga, die höchste Liga beim Kegeln.
Ravensburger_Handelsgesellschaft_Rutenfest_2004.jpg beim Rutenfestzug]]
Die Hingabe, mit der die Ravensburger und ehemaligen Ravensburger dieses Fest fünf Tage lang feiern, geht oft weit über ähnliche städtische Volksfeste hinaus. Nur halb im Scherz wird das Rutenfest daher gern auch als Ravensburger Nationalfeiertag bezeichnet. Die Türme und Häuser der Altstadt, aber auch die meisten Privathäuser selbst in modernen Wohngebieten und sogar viele Autos sind mit tausenden von Fahnen in den städtischen Farben blau-weiß geschmückt. Trommelgruppen der Ravensburger Schulen (seit dem 17. Jahrhundert belegt) und andere Trommelgruppen sowie Fanfarenzüge ziehen durch die Stadt, um die Familien Ihrer gegenwärtigen und ehemaligen Mitglieder sowie Freunde und Förderer "anzutrommeln", so dass die Stadt tagelang von allgegenwärtigem Trommelklang und vielen privaten Gartenfesten geprägt ist.
Die offiziellen Programmpunkte, die von der Rutenfestkommission in Zusammenarbeit mit den Schulen und der Stadtverwaltung veranstaltet werden, ziehen auch viele Besucher aus der Region an.
Ravensburg_Rutenfest_Schuetzenkoenig_2004.jpg Höhepunkte des Rutenfests sind
Siehe auch: Ravensburger Rutenfest
Schon 1908 wurde die Fasnetsgesellschaft Milka e. V. gegründet, die sich aber auf Saalveranstaltungen konzentriert. Der Name ist auf eine unpopuläre Milchpreiserhöhung zurückzuführen und steht für den Spottnamen „Milch-Kommandit-Aktien-Gesellschaft“. Unter diesem Motto fand damals ein Umzug statt, auf dem der ganze Produktionszweig von Milch, Butter und Käse in origineller Aufmachung dargestellt wurde.
Die Oberschwabenschau ist eine alljährlich im Oktober stattfindende, traditionelle regionale Produktmesse mit landwirtschaftlichem Schwerpunkt.
Das Karate Sommercamp des KJC Ravensburg ist ein alljährliches Ereignis für Freunde der Kampfkunst das seit 1982 im Karate Bundesleistungszentrum Ravensburg stattfindet. Im Schnitt kommen mehr 1000 nationale und international Gäste zu dieser Veranstaltung.
Neuere jährliche Veranstaltungen sind das Spielefest Ravensburg spielt, der Stadtlauf Ravensburg läuft, das Jazzfestival Jazz in town und die Inlineveranstaltung Ravensburg rollt.
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