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Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffs Orion (häufig auch als Raumschiff Orion, in neueren Videoausgaben auch als Raumpatrouille Orion bezeichnet) ist die erste deutsche Science-Fiction-Fernsehserie und wurde ab dem 17. September 1966 von der ARD in sieben Teilen ausgestrahlt.

Die Schwarz-Weiß-Serie hat seit Jahrzehnten Kultcharakter. Bei der Erstausstrahlung in der ARD wurden Einschaltquoten von bis zu max. 56 % erreicht. In Deutschland wurde die Serie von verschiedenen Sendern (u.a. von der ARD, vom WDR, NDR, HR und Sat.1) bis 1999 insgesamt 20 mal wiederholt.

Inhalt


Unterhaltsam und mitunter ironisch wird die Geschichte des Commanders Cliff Allister McLane (Dietmar Schönherr) erzählt, der mit seiner Crew im sich entwickelnden Krieg gegen die fremdartigen „Frogs“ den schnellen Raumkreuzer Orion befehligt und sich immer wieder aufmüpfig gegenüber seinen Vorgesetzten zeigt. In der ersten Folge der Serie wird er prompt zur Raumpatrouille strafversetzt, weil er befehlswidrig die Landemöglichkeit auf dem Saturnmond Rhea bewies.

Wie in der Serie Star Trek ist auch die Besatzung der Orion international zusammengesetzt. McLane (Nationalität ist nicht genau bekannt, seine Vorfahren sind aber Amerikaner, in der Serie ist er 39 Jahre alt, geboren am 17. Mai 2961), sein Armierungsoffizier Mario de Monti ist Italiener (in der Serie ist er 35 Jahre alt, geboren am 16. August 2965), sein Astrogator Atan Shubashi ist Japaner (auch wenn er nicht danach aussieht, in der Serie ist er 38 Jahre alt, geboren am 11. Dezember 2962), sein Bordingenieur Hasso Sigbjörnson (in der Serie ist er 47 Jahre alt, geboren am 4. August 2953) ist Schwede und mit Helga Legrelle (in der Serie ist sie 27 Jahre alt, geboren am 2. September 2973) sitzt eine Französin an der Raumüberwachung. Die Besatzung wird zwangsweise durch einen Überwachungsoffizier des Galaktischen Sicherheitsdienstes GSD erweitert, Tamara Jagellovsk (in der Serie ist sie 36 Jahre alt, geboren am 12. Juni 2964), die zweifellos aus dem russischen Sprachraum stammt, wenngleich ihr Nachname nach russischem Standard korrekterweise Jagellovskaja heißen müsste. Sie soll McLane von weiteren Eskapaden abhalten.

Legendär ist auch der Modetanz „Galyxo“ (der freilich in der Serie niemals so benannt wird, „Galyxo“ ist eine Erfindung der Produzenten des Kino-Zusammenschnitts), der am Grund des Meeres im „Starlight Casino“ getanzt wird. Das Verhalten McLanes und die detailliert ausgearbeitete Zukunftswelt gelten als bahnbrechend für das moderne Fernsehen.

Programmatisch für den Inhalt ist auch der berühmte Text, der im Vorspann jeder Folge mit dramatischem Unterton von Claus Biederstaedt gesprochen wurde:

„Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen Wirklichkeit sein. Hier ist ein Märchen von Übermorgen: es gibt keine Nationalstaaten mehr. Es gibt nur noch die Menschheit und ihre Kolonien im Weltraum. Man siedelt auf fernen Sternen. Der Meeresboden ist als Wohnraum erschlossen. Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Raumschiffe unser Milchstraßensystem. Eins dieser Raumschiffe ist die ORION, winziger Teil eines gigantischen Sicherheitssystems, das die Erde vor Bedrohungen aus dem All schützt. Begleiten wir die ORION und ihre Besatzung bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unendlichkeit.“

Episoden


  1. Angriff aus dem All (fr.: L'attaque de l'espace, sv.:Hotet från rymden) – Regie: Michael Braun, Produziert von der Bavaria Atelier GmbH im Auftrage des WDR, Erstausstrahlung am Samstag, den 17.09.1966 um 20.15 Uhr, Einschaltquote 37 %
  2. Planet außer Kurs (fr.: Planète en dérive, sv.:Planet ur kurs) – Regie: Theo Mezger, Produziert von der Bavaria Atelier GmbH im Auftrage des Südfunk Stuttgart, Erstausstrahlung am Samstag, den 01.10.1966 um 20.15 Uhr, Einschaltquote 43 %
  3. Die Hüter des Gesetzes (fr.: Les gardiens de la loi, sv.:Robotarnas uppror) – Regie: Theo Mezger, Produziert von der Bavaria Atelier GmbH im Auftrage des WDR, Erstausstrahlung am Samstag, den 15.10.1966 um 20.15 Uhr, Einschaltquote 53 %
  4. Deserteure (fr.: Les déserteurs, sv.:Dödsstrålen) – Regie: Theo Mezger, Produziert von der Bavaria Atelier GmbH im Auftrage des WDR, Erstausstrahlung am Samstag, den 29.10.1966 um 20.15 Uhr, Einschaltquote 56 %
  5. Kampf um die Sonne (fr.: La lutte pour le soleil, sv.:Striden om solen) – Regie: Michael Braun, Produziert von der Bavaria Atelier GmbH im Auftrage des NDR und des SWF, Erstausstrahlung am Samstag, den 12.11.1966 um 20.15 Uhr, Einschaltquote 40 %
  6. Die Raumfalle (fr.: La piège de l'espace, sv.:Rymdkaparna) – Regie: Theo Mezger, Produziert von der Bavaria Atelier GmbH im Auftrage des NDR und des SWF, Erstausstrahlung am Samstag, den 26.11.1966 um 20.15 Uhr, Einschaltquote 51 %
  7. Invasion (fr.: L'invasion, sv.:Invasion utifrån) – Regie: Michael Braun, Produziert von der Bavaria Atelier GmbH im Auftrage des Südfunk Stuttgart, Erstausstrahlung am Samstag, den 10.12.1966 um 20.15 Uhr, Einschaltquote 39 %

Weitere Darsteller


Herstellung


Die in schwarz-weiß gedrehte Serie wurde mit großer Kreativität und mit viel Aufwand verfilmt. Einige Aufnahmen wurden im Bluescreen-Verfahren erstellt und mussten deshalb in Farbe gedreht werden. Aus Kostengründen wurde die Serie nicht komplett in Farbe produziert. Da für den WDR, der anfangs als Hauptproduzent im Gespräch war, die geplanten Kosten von bis zu 360.000 DM pro Folge zu hoch war, wurde nach einem Co-Produzenten gesucht. Dieser fand sich im ORTF. Da sich der ORTF mit ca. 20 % an den Produktionskosten beteiligte, wurden auch einige Szenen speziell für das französische Publikum parallel erstellt. So wurde z.B. in Folge 5 die Rolle der „SIE/ELLE“ (in der deutschen Version gespielt von Margot Trooger) in der französischen Version von Christiane Minazolli gespielt. Die französische Raumpatrouille hieß „Commando spatial – Les aventures fantastiques du vaisseau d'espace ORION“.

Die seinerzeit für eine Fernsehverfilmung spektakulären Effekte besitzen heute einen Charme, wie er im Kultfilm verbreitet ist. So wurden etwa verfremdete Bügeleisen und Bleistiftanspitzer als Armaturen und Plastikbecher als Deckenleuchten verwendet. Bei den Rangabzeichen an den Uniformen handelte es sich um Fragmente von Lochkarten für EDV-Systeme. Auf den Kopf gestellte Uhrpendel, bei denen eine Metallkugel auf einem zylindrischen Stiel saß, stellten die Fahrhebel dar. Auch Garnrollen und Wasserhähne kamen als Dekoelemente zum Einsatz. Die spektakulären Kunststoff-Kulissen in der Kommando-Kanzel der Orion wurden mit dem damals ganz neu erfundenen Tiefziehverfahren erstellt.

Die Orion sah dadurch, nicht nur im Inneren, deutlich mehr nach „Zukunft“ aus, als die zur gleichen Zeit gestartete „Enterprise“ in der US-amerikanischen SF-Serie „Star Trek“.

Die Aufnahmen wurden größtenteils in den Bavaria-Filmstudios in Geiselgasteig gemacht. Folgende Außendrehorte gab es:

  • Schloss Höhenried (Planet Chroma aus der Folge 5 „Kampf um die Sonne“)
  • Abraumhalden Peißenberg (u.a.: Landegebiet auf Pallas; Landegebiet auf dem Planeten Mura aus der Folge 6 „Die Raumfalle“; Planetoid in der Folge "Kampf um die Sonne", auf dem die Orion landet, um die unerklärliche Entdeckung von Vegetation auf diesem Felsbrocken zu ergründen). Eigentlich sollten für diese Aufnahmen die Geysirgegenden auf Island benutzt werden, aber aus Kostengründen wählte man dann (wohl sehr zur großen Enttäuschung der Schauspieler) doch die Abraumhalden.
  • Königsplatz in München (Teil der Raumschiffbasis 104)
  • Golfplatz in Feldafing (Landegebiet auf Chroma, sieht man in einer Trickaufnahme, in der die Orion auf Chroma landet)

Die „ORION“ gab es als Modell in drei Größen von 60 cm bis 1,60 m Durchmesser. Das Set des Kommandostandes hatte einen Durchmesser von 28 Metern. Es wurden 3200 Glühlampen und 10.000 Meter Kabel für elektrische Schaltungen eingebaut. Außerdem bemerkt man auch hier die Genialität der Macher, als Kontrollelemente an den Konsolen im Kommandostand einfache Badezimmerarmaturen zu nehmen. Hier und da tauchen die Ventile einer Mischbatterie auf. Neben anderen Kuriositäten, die man eher im Baumarkt vermuten würde, taucht auch ein für die 1960er Jahre typischer großer, klobiger Thermostat auf.

Tricktechniken


Für die Spezialeffekte verwendete man zum Teil optische Printer, um unterschiedliche Szenen zusammenzusetzen, zum Teil wurden auch Zeichentrickelemente eingesetzt (bei den Strahlen der Waffen und den Magnetstürmen). Es wurden auch Modelltrickaufnahmen und Matte-Aufnahmen verwendet, bei denen ein Teil des ursprünglichen Hintergrundes durch ein anderes Bild ersetzt wurde. So ist z.B. der Boden der Unterwasser-Landebasis 104 für die Orion eigentlich der Königsplatz in München gewesen. Diese Szene besteht aus 13 verschiedenen Filmteilen, die bei der Postproduktion dann zusammengefügt wurden. Allein das Raumschiff Orion bestand aus fünf verschiedenen Teilen.

Wasserstart (Unterwasseraufnahme)

Ein ausgeschnittenes Foto der Orion wurde auf eine Glasplatte geklebt. Hinter dem Bild wurden auf einem kleinem Brett dann 3 Alka-Selzer-Tabletten montiert. Nun wurde das komplette Gestell kopfüber in eine Küvette getaucht. Aufgenommen wurde dies dann mit einer auf dem Kopf stehenden Kamera. So entstand der Eindruck, dass die aufsteigenden Luftblasen der Tabletten nach unten gingen. Um den Eindruck der startenden Orion zu verstärken, wurde hinter dem wassergefüllten Glasbehältnis ein gemalter Hintergrund bewegt.

Wasserstart (ins Weltall)

Hier wurde ein richtiger Wasserstrudel mit einer Cinemascope-Linse verzerrt und mit 120 Bildern pro Sekunde aufgenommen. Bei der Wiedergabe in normaler Filmgeschwindigkeit entstand so der Eindruck eines riesigen, über 200 Meter breiten Strudels im Meer. Damit das Wasser mehr nach Meer aussah, wurde es eingefärbt und dann mit starken Scheinwerfern angestrahlt. Die Kräuselung erhielt das "Meer", indem Ventilatoren über die Wasseroberfläche bliesen. Die Orion wurde dann später über verschiedene Techniken in diese Aufnahmen hineinkopiert.

Overkill

Für den „Overkill" (Folge 4) wurde eine Gipskugel an einer Stelle ausgehöhlt und mit Reis, Rosinen, Kaffeemehl und Mehl gefüllt. Diese Füllung wurde dann mit Pressluft weggeblasen. Das Ganze wurde dann mit einer Highspeed-Kamera aufgenommen und später mit der normalen Filmgeschwindigkeit (25 Bilder pro Sekunde, da es sich um eine TV-Produktion handelte) wieder abgespielt.

Supernova

Für die Supernova (Folge 2) wurde eine Holzkugel mit Brandmasse eingeschmiert und einfach an einem Seil aufgehängt. Für den Feuerschweif wurde ein Blechstreifen ebenfalls mit Brandmasse eingeschmiert und abgefilmt. Beide Aufnahmen wurden dann später zusammenkopiert.

Roboter

Für die Roboter (Folgen 3 und 4) wurden u.a. einfache Papp- und Holzattrappen eingesetzt, die im Maßstab 1:1 entweder an dünnen Tungsramfäden aufgehängt (diese wurden dann in der Postproduktion wieder „entfernt“), oder als Holzattrappen - von hinten abgestützt und für die Kamera nicht sichtbar - hingestellt wurden. Da die Roboter logischerweise nicht stehen konnten, man aber bei gewissen Aufnahmen (z.B. in Folge 4. in der Cliff McLane von einem Roboter angegriffen wird) Roboter „in action“ benötigte, gab es ein Modell, in dem von der Rückseite ein Mann reinkletterte und dann die Roboterarme betätigte. Der rechte Arm war ein normaler Eisportionierer und der linke war ein Teil einer Geburtszange.

Omikronstrahlen

Für die Strahlen des „Omikronstrahlers" (Folge 6) wurden im Nachhinein Bild für Bild mit einer Rasierklinge bearbeitet. Jeder einzelne Strahl wurde damit in den fertigen Film eingeritzt.

Lichtsturm

Für den Lichtsturm (Folge 1) wurde die Orion im Bluescreen-Verfahren gefilmt. Geworfene Reiskörner, die im Highspeed-Verfahren aufgenommen wurden, und mit normaler Filmgeschwindigkeit wiedergeben wurden, waren der Lichtsturm.

Frogs

Die Frogs waren "normale" Schauspieler in eng anliegenden, blauen Anzügen, die mittels senkrecht montierter Cinemascope-Linse in die Länge gezogen aufgenommen wurden. Für den Glitzer-Effekt wurde eine Holzrolle mit Glimmer (glitzernde Partikel) beklebt, in langsame Drehung (zweimal: einmal links- und einmal rechtsherum) versetzt und unscharf gefilmt. Diese beiden Aufnahmen wurden dann übereinanderkopiert. Diese Trickaufnahme wurde dann wiederum mit Hilfe des Bluescreen-Verfahrens auf die langgezogenen Umrisse der Schauspieler kopiert. Die fertigen Aufnahmen der Schauspieler wurden dann in Handarbeit durch Maskieren vom Hintergrund freigestellt und mit optischen Printern in die Aufnahmen des Sets eingefügt.

Laserstrahl

In den Folgen 3, 4 und 5 wird mit der Handlaserpistole HM-4 geschossen. Die Erzeugung des Laserstrahls geschah mit einem sehr aufwändigen Verfahren. Auf einem Leuchtkasten klebte man schwarze Pappe, in der ein dünner Schlitz geschnitten war. Unter dem Leuchtkasten war eine zweite Scheibe aus Milchglas, die man drehen konnte. Nun wurde im Stop-Motion-Verfahren der Schlitz mit einer weiteren schwarzen Pappe Stück für Stück vergrößert. Gleichzeitig drehte man die Milchglasscheibe bei jeder Aufnahme ein Stückchen weiter. So entstand nach und nach der Laserstrahl mit unterschiedlichen Konturen. Dieser Laserstrahl wurde dann in die entsprechenden Aufnahmen einkopiert. Wie umfangreich die Trickszenen für die damalige Zeit waren, zeigt der Zeitraum von der letzten Klappe (Samstag, den 10.07.1965, es war der 80. Drehtag) bis zum Termin der ersten Ausstrahlung am 17.09.1966. Die Postproduktion dauerte fast ein Jahr.

Musik


Der Soundtrack wurde von Peter Thomas komponiert. Er ist seinerzeit auf Langspielplatte (Fontana special 6434 261) und Single (Philips 346 018 PF) veröffentlicht worden. Heute gibt es den kompletten Soundtrack auf CD (Bungalow Bung 112).

Kino


Im Jahr 2003 wurde ein Zusammenschnitt mehrerer Folgen unter dem Titel „Raumpatrouille Orion – Rücksturz ins Kino“ veröffentlicht. Verwendet wurden dafür überwiegend Szenen aus den Episoden mit den Frogs.

Die Szenen sind verbunden durch neugedrehte Schwarz-Weiß-Aufnahmen mit Elke Heidenreich als Nachrichtensprecherin Helma Krap. Damit wurde versucht, die Sprünge in der Handlung zu überbrücken, was jedoch nicht immer gelang. Auch innerhalb von Szenen gibt es einige „Haken“. McLane und Tamara haben zum Beispiel im Starlight Casino von einer Szene zur anderen unterschiedliche Kleidung an, was daher rührt, dass die Sequenzen aus verschiedenen Folgen stammen

Interessant am Film ist, dass die Original-Stereomusik von Peter Thomas zum Einsatz kommt, die schon seit der Fernsehzeit auf Schallplatte vorliegt und die zum Filmstart nochmals neu aufgelegt wurde auf CD, mit zusätzlichen 10 bisher unveröffentlichen Tracks. Für den Film wurde die Musik noch einmal neu im 5.1-Surround-Klang abgemischt. Auch die Dialoge wurden Stück für Stück auseinandergenommen und neu in Stereo zusammengesetzt.

Kurioses


Im letzten Satz des Einleitungstextes hat sich eine Ungereimtheit eingeschlichen: Die Unendlichkeit kann keinen Rand haben. Nur wenn man diesen Rand auf eine imaginäre Grenze bezieht, hinter der die unbekannte Unendlichkeit beginnt, so wäre es möglich an ihr zu patrouillieren und der letzte Satz ergäbe doch einen Sinn.

Für den Begriff „Frogs“ (das sind die feindlichen Außerirdischen) wurde nachträglich die Bezeichnung „Feindliche Raumschiffe Ohne Galaktische Seriennummer“ erfunden, was im Widerspruch zur Erklärung in einem Dialog am Ende der ersten Folge steht.

Bei genauem Hinsehen (geht am besten auf DVD mit Einzelbildschaltung, Zeit:13’ 31’’) sieht man in Folge 5 in einer Szene das Chroma-Lancet, das von einem Laserstrahl beschädigt wird. Damit das Lancet umkippt, benötigte man zwei Männer. Diese Männer kann man in zwei Einzelbildern hinter dem Lancet sehen.

In Folge 6 sieht man den Schatten des Kopfes von Dietmar Schönherr auf der Astroscheibe. Die Bilder wurden von oben über einen Projektor auf die Scheibe projiziert, und bei der Landung auf Mura gelangt Schönherr mit seinem Kopf in den Lichtstrahl.

Im Vorspann sieht man noch sehr schwach die beiden dünnen Stahlseile, an dem das Orion-Modell aufgehängt war. Das Retuschieren war damals noch nicht so perfekt.

Als Anspielung auf diese Serie wurde in der amerikanischen TV-Serie Stargate Atlantis ein Kriegs-Raumschiff ebenfalls Orion genannt. Der deutsche Reporter Robert Vogel, der jahrelang über die Dreharbeiten zu Stargate SG-1 und Stargate Atlantis berichtet hat, erzählte den Produzenten von der deutschen Kultserie und sie übernahmen den Namen des Schiffes.

Abkürzungen und spezielle Bezeichnungen


  • 264 = Name des Pudels (einer von den letzten 376 auf der Welt) von Atan Shubashi
  • AC 1000 = Raumsektor, in dem sich eine Basis der Frogs befindet
  • AC 1711 = Raumsektor am äußeren Rand des terrestrischen Territoriums
  • ASG = Armsprechgerät
  • BSA = Bordsprechanlage
  • CQ 13 1A = private Visionummer von McLane
  • DX 17 = Plan zur Rettung der Erde
  • EAS = Erd-Außen-Station
  • GSD = Galaktischer Sicherheitsdienst
  • H5 = eine Fernmeldestation in Raumsektor AC 17-11
  • HM-4 (HM-X) = Handlaserwaffe
  • HSG = Handsprechgerät
  • IG = Isotopengenerator
  • K 16 = Lichtwerferbatterie
  • MZ4 = Relaisstation im All
  • M 8 8 12 = Eine Vorgeschobene Außenbasis zur Grenzverteidigung (Lichtwerferbatterie), im Raumsektor AC 17-11
  • OLAF 1 = Ein Nachrichtensatellit
  • ORB = Oberste Raumbehörde
  • RQ 15 2D = private Visionummer von Tamara Jagellovsk
  • RXQ = eine Eilmeldung mit höchster Priorität
  • TORB = Treibstoff, Oxygen, Radio, Batterien (Checkliste für Lancets)
  • TRAV = Terrestrische Raumaufklärungsverbände
  • TRAV 172815 = Visionummer von TRAV (Vorzimmer von General Wamsler)
  • Y17 = Magnetbandeinstellung im Elektronengehirn eines Arbeitsroboters, die Normaleinstellung
  • Y18 = Das logische Gegenteil der Magnetbandeinstellung Y17 (Maschine tut das genaue Gegenteil von dem, was sie soll)
  • Y19 = Magnetbandeinstellung, die beim entsprechenden Roboter einen Tobsuchtsanfall auslöst
  • XUN 1 = Sonne von Chroma

Literatur


  • In der von Rolf Kauka herausgegebenen Heftreihe Fix und Foxi – Super TipTop gab es in Band 6 unter dem Titel Raumpatrouille Orion drei Schwarz-Weiß-Bildergeschichten. Damaliger Verkaufspreis: 1,50 DM.

Sekundärliteratur

  • Josef Hilger: Raumpatrouille, erweiterte Neuauflage, 2005, ISBN 3-89602-626-7.
  • Josef Hilger: Raumpatrouille, 2003, ISBN 3-89602-334-9.
  • Jörg Kastner: Raumpatrouille ORION, 1995, ISBN 3910079539
  • Jörg Kastner: Das große Raumschiff Orion Fanbuch, München 1991, ISBN 3442236428
  • Raumpatrouille Orion, Bd.1, Wuppertal 1997, ISBN 3930646056

Romane

Die sieben Original-Episoden und weitere erdachte Abenteuer erschienen zunächst als Taschenbücher, ab 1972 wurden die Taschenbücher in Heftform nachgedruckt und fortgesetzt. Von den insgesamt 145 Folgen erschienen lediglich die Bände 46 bis 81 exklusiv in einer eigenständigen Heftreihe, der Rest wurde in die Heftserie Terra Astra integriert.

Die Autoren stammten aus dem Umfeld der Perry Rhodan-Serie, ein großer Teil der Romane wurde von Hans Kneifel verfasst, der die ersten 41 Titel im Alleingang produzierte. Dabei nahm er sich die Freiheit, Handlungselemente und Details hinzuzufügen, die in der Fensehserie nicht vorkommen. Er veränderte auch Ränge, Schreibweisen und Dienstbezeichnungen. Wamsler und Kublai-Krim tauschten beispielsweise die Ränge, aus Cliff Allister McLane wurde Cliff Allistair McLane.

Siehe: Liste der Romane zu Raumpatrouille

Siehe auch


Weblinks


Fernsehserie (Deutschland) | Science-Fiction-Serie

Raumpatrouille | Commando spatial - La Fantastique Aventure du vaisseau Orion | Orion űrhajó | Le avventure dell'astronave Orion | Rymdpatrullen

 

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