| Wappen | Karte |
|---|---|
| Ratzeburg Wappen.png | Karte_Ratzeburg_in_Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Schleswig-Holstein |
| Kreis: | Herzogtum Lauenburg |
| Fläche: | 30,29 km² |
| Einwohner: | 13.671 (31. Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 451 Einwohner je km² |
| Höhe: | 3 m ü. NN |
| Postleitzahl: | 23901 - 23909 |
| Vorwahl: | 04541 |
| Geografische Lage: | |
| Kfz-Kennzeichen: | RZ |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 53 100 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Unter den Linden 1 23909 Ratzeburg |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Michael Ziethen, parteilos |
Dom und Altstadt liegen auf einer malerischen Insel im Ratzeburger See.
Von 1945 bis 1989 lag Ratzeburg an der Zonengrenze zur Sowjetischen Besatzungszone bzw. an der innerdeutschen Grenze zur DDR.
Der Name geht angeblich auf den slawischen Fürsten Ratibor zurück, welcher auch Rat´se genannt wurde. Er residierte hier im frühen 11. Jahrhundert in einer Ringburg, wodurch Ratzeburg ein wichtiger Sitz der Polaben war. Von der "Racesburg" ist 1062 in einer in Worms ausgestellten Urkunde von Heinrich IV. die Rede. In dem Schriftstück schenkt dieser die Burg dem Billungerherzog Ordulf.
Auch Adam von Bremen erwähnt 1076 das damals slawische Ratzeburg bei seiner Beschreibung des Todes von Ansverus am 15. Juli 1066 auf dem Rinsberg über dem Ratzeburger See: Ansverus monacus et cum eo alii apud Razzisburg lapidati sunt. Idus Iulii passio illorum occurrit. Das Ansveruskreuz ist heute noch am Waldrand in Einhaus in der Nähe von Ratzeburg zu sehen. In drei Anläufen erfolgte die Christianisierung, die Stadtgründung und endgültige Etablierung des Bistums erfolgte 1154 durch Heinrich den Löwen (siehe auch Artikel Bistum Ratzeburg).
Während die Stadt zum Herzogtum Sachsen-Lauenburg, dem späteren preußischen Landkreis Herzogtum Lauenburg, gehörte, gelangte das Stiftsgebiet mit dem Domhof 1648 durch den Westfälischen Frieden als Fürstentum Ratzeburg in die Hand der Mecklenburger und wurde 1701 ein Teil von Mecklenburg-Strelitz. Erst mit dem Groß-Hamburg-Gesetz 1937 wurde der Dombezirk Teil der Stadtgemeinde.
Die Kirchengemeinde des Doms blieb Teil der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburg, das Domarchiv verwahrte nach Kriegsende über viele Jahrzehnte die Sammlung älterer Kirchenbücher (fast) aller mecklenburgischer Gemeinden, die inzwischen ins Landeskirchliche Archiv Schwerin rückgeführt wurde.
Bürgervorsteher
Der regionale Flughafen Lübeck-Blankensee ist nur knapp 20 Kilometer entfernt, bis zum internationalen Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel sind es ca. 70 Kilometer.
Mit der Bahn ist Ratzeburg aus Richtung Lübeck und Lüneburg jeweils stündlich zu erreichen.
In der Vergangenheit war Ratzeburg ein Bahnknotenpunkt.
Während die Ratzeburger Kleinbahn, welche in der Zeit von 1908 bis 1933/1934 nach Klein Thurow führte, lediglich regionale Bedeutung hatte, war vor allem die Verbindung zwischen Neumünster, Bad Oldesloe und Hagenow über Ratzeburg vor dem Zweiten Weltkrieg recht bedeutsam.
Von dieser Strecke sind heutzutage nur noch die Abschnitte Neumünster - Bad Oldesloe und auf mecklenburgischer Seite Hagenow-Land nach Hagenow-Stadt im Personenverkehr in Betrieb, während der Abschnitt Hagenow-Stadt nach Zarrentin zur Zeit planmäßig nicht mehr bedient wird.
Zwischen Hollenbek und Zarrentin wurde die Strecke durch die Teilung Deutschlands unterbrochen.
Die Strecke Bad Oldesloe - Ratzeburg wurde im Personenverkehr - aufgrund der deutschen Teilung und des damit verbundenen Verkehrsrückganges - bereits 1962 und im Güterverkehr nach und nach bis 1971 stillgelegt. Danach wurde die Strecke vollständig abgebaut.
Auf der Strecke Ratzeburg - Hollenbek finden nach Einstellung des Güterverkehrs Mitte der 1990er Jahre (Der Personenverkehr ist hier bereits 1962 beendet worden) seit einigen Jahren rund um den sogenannten "Erlebnisbahnhof Schmilau" Draisinenfahrten statt. Eine mögliche Wiederverbindung der beiden Streckenenden in Hollenbek und Zarrentin und damit eine durchgängige Wiederinbetriebnahme wird regional diskutiert.
Sonstige
Ort in Schleswig-Holstein | Insel (Schleswig-Holstein) | Lauenburg
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"Ratzeburg".
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