Rat_west_paphaus.jpg Ratingen-West ist ein Stadtteil von Ratingen, der Ende der sechziger Jahre gegründet und anfangs vor allem von der Neuen Heimat bebaut wurde. Die Problematik einer Siedlung mit vielen Hochhäusern in einer uniformen, billig gebauten Wohnumgebung, hohem Anteil von sozial schwachen Familien und hohem Ausländeranteil (16 % im gesamten Stadtteil; bis zu 80 % im Zentrum) führte zu einer Perspektivlosigkeit der Bewohner, die sich in Aggressivität entlud und sich in hoher Kriminalität, Vandalismus und Alkoholismus äußerte. Durch die Berichterstattung der Medien erwarb sich der Stadtteil Ratingen-West, vergleichbar mit Hamburg-Wilhelmsburg und dem Berliner Märkischen Viertel, einen negativen Ruf, der auf die gesamte Stadt ausstrahlte und die Verantwortlichen zu wirksamen Maßnahmen drängte. Daher wird seit den achtziger Jahren durch Projekte erfolgreich gegen diese Probleme vorgegangen.
Den Hauptanteil der Baumaßnahmen finanzierte die Neue Heimat, welche jedoch durch diverse Probleme Mitte der 80er Jahre ihre Wohnungen an das Land Nordrhein-Westfalen verkaufte, welches nun mit der LEG Wohnen GmbH den Großteil des Wohnungsmarktes in Ratingen-West organisiert.
Als Grenzen des neuen Stadtteiles wurden im Osten die sogenannte Westbahn (Güterverkehr Duisburg-Düsseldorf), im Süden und Westen die Düsseldorfer Stadtteile Lichtenbroich, Rath und Unterrath bzw. die Autobahnen A 52 und A 44 und schließlich im Norden die Kaiserswerther Straße festgelegt.
Ein weiteres Projekt bildet die Kabarettgruppe des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums, das unter dem Namen Westhaekchen auch überregional Auftritte absolviert und schon seit 1989 besteht. Die Schüler setzen sich in ihren Texten mit aktuellen Geschehnissen auseinander und bekennen sich zu ihrem Stadtteil, wie der Name der Gruppe verrät.
Seit Ende der 1990er findet jährlich zu Pfingsten die Zelt-Zeit am Grünen See statt. Ein Wochenende lang treten nationale Popkünstler und Kabarettisten wie Dieter Nuhr, Herbert Knebel u. v. m. in Ratingen-West auf. VolkadeyerPark.jpg
Ein kleineres Gewässer ist der Schwanen-Spiegel im Zentrum des Stadtteiles. Er wird gerne als Treffpunkt von Senioren und Familien genutzt, die die dort dümpelnden Enten, manchmal auch Schwäne, füttern. Durch die Missachtung des Fütterverbots ist die Stadt gezwungen, den Teich jährlich von Algenbewuchs zu befreien, um das ökologische Gleichgewicht zu halten. Die Besonderheit des Schwanen-Spiegels liegt darin, dass er inmitten der öden Betonlandschaft liegt und somit als ein "grüner Farbtupfer im Beton" bezeichnet werden kann.
| 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 18.295 | 18.075 | 18.285 | 18.147 | 18.065 | 18.040 | 18.026 | 18.024 |
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