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Die Insel Rarotonga ist die dichtest besiedelte und mit einer Fläche von ca. 65 km² die größte der 15 Cookinseln. Diese bilden zusammen den unabhängigen Staat der Cookinseln welcher in "freier Assoziierung" mit Neuseeland steht. Sie liegt auf 159°45' westlicher Länge und 21°15' südlicher Breite im Südpazifik.
Geografie
Aus der Luft hat die ovale Insel einige Ähnlichkeit mit der Hauptinsel von
Tahiti, ist jedoch mit 11 mal 7 Kilometern Durchmesser bedeutend kleiner. Wie Tahiti ist die Insel vulkanischen Ursprungs mit einem nahezu geschlossenen Saumriff, das eine tiefblaue
Lagune umfasst und nur wenige Durchlässe aufweist. Im Süden ist die Lagune etwas breiter und schließt vier mit Palmen bewachsene
Motus (kleine, unbewohnte Inselchen) ein. Das Inselinnere ist gebirgig und mit dichtem tropischen
Regenwald bewachsen. Die höchste Erhebung ist der Te Manga mit 653 Metern.
Die landwirtschaftlichen Anbauflächen liegen entlang des stellenweise sehr schmalen Küstenstreifens. Angebaut werden Yams, Taro, Brotfrucht und alle Arten von tropischen Früchten. Die sehr verbreitete Kokospalme ist die Grundlage für eine kleine Kopra-Produktion.
Das Klima ist tropisch feucht-heiß mit nur gering ausgeprägten Jahreszeiten. Regenschauer sind häufig, dauern jedoch nie lang an.
Auf Rarotonga wohnen etwa 9.000 Menschen, und damit die Hälfte der Gesamtbevölkerung der Cook-Inseln.
Avarua
Auf Rarotonga liegt an der Nordküste der Insel
Avarua, die Hauptstadt der Cookinseln. Die Ansiedlung mit etwa 2000 Einwohnern macht allerdings eher den Eindruck eines beschaulichen Dörfchens. Dabei dominieren nüchterne Zweckbauten, die jedoch mit viel tropischem Grün eingerahmt sind. Von der ursprünglichen Kolonialarchitektur ist nicht viel übrig geblieben. Im wesentlichen hat Avarua nur eine Hauptstraße, die in der Verlängerung als Küsten-Ringstraße 31 Kilometer rund um die Insel führt. Auf ihr verkehrt auch der Linienbus, der stündlich jeweils rechts und links herum um die gesamte Insel fährt und dabei nach Wunsch der Fahrgäste anhält.
In Avarua gibt es zwei Durchlässe im Korallenriff, sodass zwei Häfen, ein kleiner Frachthafen und ein Fischereihafen, entstehen konnten.
Tourismus
Rarotonga ist touristisch gut erschlossen. Die Landebahn des Flugplatzes ermöglicht auch die Landung mit Großraumflugzeugen. Der Linien-Flugverkehr wird überwiegend durch die Air New Zealand abgewickelt. Die Unterkünfte reichen von Privatquartieren bis hin zu Luxushotels.
Sehenswürdigkeiten
- Hauptsehenswürdigkeit in Avarua ist der Queen Makeas Palace, die ehemalige Residenz der Königin. Die Gebäude sind erst Anfang der neunziger Jahre renoviert worden, nachdem ein Hurrikan schwere Zerstörungen angerichtet hatte. Der Palast liegt in einem wunderschönen tropischen Garten mit leuchtend rot blühenden Flamboyant-Bäumen. Die Gebäude selbst sind nicht zu besichtigen, da sie noch von den Nachfahren der Königin bewohnt werden.
- Gegenüber liegt die 1835 von den ersten Missionaren erbaute katholische Kirche. Auf dem malerischen Friedhof nahebei ist das Grab des amerikanischen Schriftstellers Robert Dean Frisbie, der zahlreiche Bücher über die Südsee veröffentlicht hat. Sehenswert ist auch das Grab des ersten Premierministers Albert Henry, dessen stets mit einem frischen Blumenkranz geschmückte, lebensgroße Büste die Originalbrille trägt, die er auch zu Lebzeiten getragen hatte.
- Unweit des Friedhofes, etwas mehr im Landesinnern, gibt es ein kleines Museum mit einer sehenswerten Sammlung von Maori-Kunst und zwei Original-Auslegerkanus.
- Unbedingt empfehlenswert ist eine Inselrundfahrt mit dem Linienbus. Nicht minder interessant als die Ausblicke auf das Meer und die Berge sind die einheimischen Fahrgäste und die zum Teil abenteuerlichen Lasten, die transportiert werden. Parallel zur Ringstraße verläuft etwas mehr im Landesinnern die alte Straße Ara Metua. Sie ist nicht durchgehend erhalten und erschließt heute nur noch einige Plantagen. Für den Wanderer oder Radfahrer bietet sie jedoch interessante Ausblicke.
- Im Nordosten liegt unweit der alten Straße der Arai te Tonga, eine vor 800 Jahren errichtete steinerne Kultplattform. Der Ort ist den Bewohnern heute noch heilig. Die Ariki, die Maori-Häuptlinge der Insel, werden hier feierlich in ihr Amt eingeführt.
- Im Osten der Insel liegt hinter einem Durchbruch im Korallenriff der alte Hafen Ngatangiia. Hier sollen im Jahre 800 n. Chr. die ersten Siedler aus Polynesien gelandet sein. Der Sage nach sollen 1350 n. Chr. von hier aus 14 Kanus zur Besiedlung des 3.000 Kilometer entfernten Neuseeland aufgebrochen sein. Der Nachbau eines großen Kriegskanus für das Pacific Art Festival im Jahr 1992 soll daran erinnern.
- Nur wenige Kilometer davon entfernt liegt der Muri Beach. Der feine weiße Sandstrand, die blaue Lagune und der Blick auf die vorgelagerten palmenbewachsenen Moutus lässt alle Südseeträume wahr werden. Hier sind auch der Segelclub und die meisten Touristenhotels der Insel angesiedelt. Von hier bis zum malerischen Dorf Titikaveka im Süden erstrecken sich die schönsten Sandstrände der Insel.
- In der Nähe des Flughafens im Nordwesten liegt am Strand ein großer, schwarzer Monolith, um den sich viele Legenden ranken. Von hier sollen die Seelen der toten Maori ihre letzte Reise westwärts über das Meer zum legendären Land Avaiiki oder Hawaiki, dem Ursprung aller Maori, antreten.
Weblinks
Insel (Cookinseln)
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