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Raphael Georg Kiesewetter (* 29. August 1773 in Holleschau (Mähren); † 1. Januar 1850 in Baden bei Wien) studierte zunächst Philosophie in Olmütz, immatrikulierte sich jedoch ab 1792 als Jurist an der Wiener Universität, wo er 1794, ohne sein Studium zu beenden, seinen Staatdienst in der Kriegskanzlei antrat. Im Jahr 1811 wurde er Hofrat des Hofkriegsrates in Wien, in den 1813 und 1814 leitete er das Sanitätsreferat um danach weiter im Staatsdienst zu verbleiben. 1845 ging er in Pension und zog sich im Apr. 1848 nach Baden bei Wien zurück, wo er 1850 auch starb. Seine Schwester, einer geschätzten Pianistin, war die Mutter von A.W. Ambros. Kiesewetter hatte seit Kindesbeinen an Musikunterricht erhalten. Seit 1816 veranstaltete er bis in die 1840er Jahren hinein in seinem Haus historische Liebhaberkonzerte, bei der Vokalmusik des 16. bis 18. Jahrhunderts aufgeführt wurde. Er war seit 1814 Mitglied der Wiener Gesellschaft der Musikfreunde, deren Vizepräsident er von 1821-1843 war.

Wichtigste Schriften


  • Geschichte der europäisch-abendländischen oder unsrer heutigen Musik, Leipzig 1834
  • Ueber die Musik der neueren Griechen nebst freien Gedanken über alt-aegypt. u. alt-griech. Musik, Leipzig. 1838
  • Die Musik der Araber, nach Orig.-Quellen dargestellt. Begl. m. einem Vorw. v. dem Freiherrn v. Hammer-Purgstall, Leipzig 1842
  • Catalog der Slg. alter Musik des k.k. Hofrathes Raphael Georg Kiesewetter Edlen v. Wiesenbrunn in Wien, Wien 1847

Referenzen


  • Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Kassel 1946 ff.

Mann | Geboren 1773 | Gestorben 1850

 

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