Die Ranen (Rujanen, slaw. "Die Roten") waren ein westslawisches Volk auf der Insel Rügen.
Die slawischen Ranen waren im 6. Jahrhundert nach Rügen und das angrenzende Festland eingewandert, nachdem die ostgermanischen Rugier die Insel verlassen hatten. In mittelalterlichen Quellen werden die Ranen deshalb oftmals mit den Rugiern identifiziert und mit dem selben Namen (Rugii) bezeichnet.
Im Laufe der deutschen Ostkolonisation ab dem Hochmittelalter wurden die Ranen christianisiert und gingen im deutschen Volk auf. Jedoch entstanden auch zur Zeit der "deutschen Ostsiedlung" weitere slawische Siedlungen auf Rügen.
Mit Wizlaw III. von Rügen stirbt im Jahre 1325 der letzte slawische Fürst Rügens.
Die Sprache der auch Rügenslawen genannten Ranen starb im 15. Jahrhundert aus.
Siehe auch: Wenden