Mit Ramadan-Revolte werden die Hintergründe des Umsturzes im Irak während des Ramadan November 1963 bezeichnet, die zum ersten vorübergehenden Machtverlust der Baath-Partei führten, die erst im Februar 1963 durch einen Militärputsch gegen Abd al-Karim Qasim an die Macht gekommen war.
Die um Arif versammelten Gegner der Baath-Partei nutzen den Machtzuwachs des Präsidenten. Durch einen Putsch Arif-treuer Militärs wurde al-Bakr am 18. November als Premier abgesetzt, Arif selbst übernahm zunächst die Regierungsgeschäfte. Von der Baath-Partei wird dieses Ereignis als die eigentliche Ramadan-Revolte, die Revolte gegen ihre Herrschaft, dargestellt. Hassan al-Bakr verblieb das machtlose Vizepräsidentenamt, das er im Frühjahr 1964 ebenfalls aufgeben musste. Neuer Premier wurde der Ex-Baathist und Neu-Nasserist Tahir Yahya.
Übrigens warfen sich sowohl die einander bekämpfenden Fraktionen der Baath-Partei als auch Baath-Partei und Arif gegenseitig vor, zu den "Rechten" bzw. reaktionären Kräften zu zählen.
Mit der Ramadan-Revolte 1963 wurde der Irak von einer "parlamentarischen" Republik (unter einem Premierminister) zu einer Präsidialrepublik unter Arif (bis 1966/68). 1964 bis 1968 war allerdings das Amt des Vizepräsidenten abgeschafft.
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"Ramadan-Revolte".
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