Rainer_Eppelmann.jpg Rainer Eppelmann (* 12. Februar 1943 in Berlin) war DDR-Oppositioneller und ist heute CDU-Politiker.
Nach dem Abbruch einer Westberliner Oberschule in der 11. Klasse wegen des Mauerbaus absolvierte er eine Facharbeiterausbildung als Maurer. Weil er 1966 den Dienst an der Waffe und auch das Gelöbnis als so genannter Bausoldat verweigert hatte, wurde er als Totalverweigerer zu acht Monaten Gefängnis verurteilt.
Rainer Eppelmann beendete sein Theologiestudium an der Berliner Theologischen Fachschule Paulinum 1974 mit dem ersten und zweiten Examen. Danach arbeitete Rainer Eppelmann als evangelischer Pfarrer und engagierte sich in der DDR-Opposition. Er war Gründungsmitglied und später Vorsitzender des Demokratischen Aufbruchs (DA) und 1990 Mitglied des zentralen Runden Tisches. Vom 18. März bis zu deren Auflösung am 2. Oktober 1990 war er Mitglied der Volkskammer der DDR, Minister ohne Geschäftsbereich im Kabinett von Hans Modrow und dann Minister für Abrüstung und Verteidigung im Kabinett von Lothar de Maizière. Mit der Fusion des DA mit der CDU im August 1990 wurde er Mitglied der CDU. Außerdem wurde er Mitglied in der CDA (Arbeitnehmerflügel der Union), bis Dezember 1993 als stellvertretender Bundesvorsitzender der CDA.
Von der ersten gesamtdeutschen Wahl am 2. Dezember 1990 an war Eppelmann Mitglied des Deutschen Bundestages und blieb dies bis zur Bundestagswahl 2005, bei der er nicht mehr kandidierte. Er wurde für die Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU) über ein Direktmandat des Wahlkreises 277 in Brandenburg gewählt. Im Bundestag war er Vorsitzender der Enquête-Kommission zur Aufarbeitung der Geschichte und der Folgen der SED-Diktatur. Seit ihrer Gründung 1998 ist er ehrenamtlicher Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Ebenfalls seit 1998 ist Rainer Eppelmann Mitglied im Präsidium der CDU. Er ist zudem Mitglied des Beirats der BStU.
Ein Markenzeichen Rainer Eppelmanns ist seine ausgeprägte "Berliner Schnauze", ein sorgfältig kultiviertes proletarisches Idiom, mit dem er seine Volksverbundenheit zum Ausdruck bringt.
Rainer Eppelmann ist verheiratet und hat fünf Kinder.
Zur Bundestagswahl 2005 hat Rainer Eppelmann sein Bundestagsmandat fuer die CDU/CSU-Fraktion abgegeben.
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