Mit Rainbow Books (englisch für Regenbogenbücher) werden die Standards bezeichnet, die für die CD offiziell zulässig sind. CDs, die einem dieser Standards folgen, dürfen mit einem entsprechenden CD-Logo gekennzeichnet werden. Jedem Standard ist entsprechend der Umschlagfarbe des Buches, in dem er veröffentlicht wurde, eine Farbe zugewiesen.
Red-Book-konforme CDs müssen die aus heutiger Sicht nur geringe Übertragungsrate von 150 kByte/s gewährleisten (definiert die Bezugsgröße 1x-Geschwindigkeit). Durch diese niedrige Anforderung und der damit einhergehenden geringen Umdrehungszahl waren so genannte Shape-CDs möglich, CDs mit vom Kreis abweichenden Konturen und möglichen Unwuchten. Beim Abspielen mit höheren Geschwindigkeiten als 1x (wie bei CD-ROM-Laufwerken üblich) kann das Laufwerk beschädigt werden. Shape-CDs sind heute fast gänzlich vom Markt verschwunden. Eine Ausnahme stellen die symmetrischen Visitenkarten-CDs dar. Das Red Book definiert nur die reine Audio-CD, die keine Datentracks oder Kopierschutzmechanismen verwendet. Hybride CDs (Audiotracks und ein Computerdatentrack) definiert das Blue Book (CD-Extra), kopiergeschützte CDs entsprechen gar keinem Standard der Bücherterminologie, da bei diesen absichtlich die Standards verletzt werden. Das geschieht zum Beispiel durch fehlerhafte Daten, die so konzipiert sind, dass reine Audio-CD-Player dadurch nicht irritiert werden; siehe auch Audio-CD: Kopierschutz).
Im Unterschied zu dem im Red Book festgelegten Standard für Audio-CDs müssen bei einer CD-ROM laut Yellow Book die einzelnen Sektoren einzeln ansprechbar sein, was eine durchgehende Adressierung am Beginn jedes Sektors nötig macht. Des Weiteren gibt es zwei verschiedene sog. Aufzeichnungsverfahren, von denen immer nur einer pro Sektor verwendet werden kann.
Das Yellow Book sieht zwei Modi vor:
Der gebräuchlichere Mode 1 ermöglicht pro Sektor eine Speicherkapazität von 2048 Byte. Es wird zusätzlich zu der bereits im Red Book definierte Fehlerkorrektur (LEC) zusätzliche Korrekturdaten (12 Bytes Sync, 288 Bytes FEC) verwendet, was die durchschnittliche Fehlerquote senkt, aber gleichzeitig die Nutzdaten pro Sektor auf 2048 Byte reduziert.
Der CD-ROM Mode 2 enthält im Gegensatz zum Mode 1 keine Fehlerkorrektur (LEC), was die Speicherkapazität der Sektoren auf 2336 Byte erhöht. Aufgrund dieses fehlenden Zusatzes wurde der Mode 2 nur für Video- und Audiodaten verwendet und erreichte nie die Verbreitung von Mode 1. Er wurde durch CD-ROM/XA ersetzt, der in einer erweiterten Version des Yellow Book definiert wurde. Dieser Standard wird manchmal auch irrtümlicherweise als CD-ROM Mode 2 bezeichnet.
Die überarbeitete Fassung dieses Standards wird auch als High Sierra bezeichnet und entspricht der ISO 9660-Norm, in der unter anderem geregelt ist, wie die Daten auf der CD-ROM gespeichert werden.
1989 wurde von Philips, Microsoft und Sony eine erste CD-ROM/XA-Spezifikation vereinbart, die 1991 überarbeitet im so genannten Extended Yellow Book herausgegeben wurde.
CDs nach dem Blue-Book-Standard ermöglichen es dem Hersteller, neben den Audiodaten weitere Informationen auf die CD zu schreiben, ohne dass der Abspielkomfort eingeschränkt wird. Gewöhnliche Audio-CD-Spieler greifen nur auf die erste Session einer CD zu. Computer dagegen haben Zugriff auf beide Sessions, also auch auf alle Inhalte der CD. Die Daten der zweiten Session müssen keinen inhaltlichen Bezug zu den Audiospuren haben, beziehen sich aber in der Regel darauf (Bilder, Videos oder sonstige multimediale Inhalte).
Außerdem existieren noch folgende Varianten:
Das Orange Book enthält die Spezifikationen sowohl für unbeschriebene als auch für beschriebene Medien aus obiger Kategorie. Außerdem werden die Datenorganisation und Empfehlungen zum Messen der Güte beschrieben. Das Orange Book wurde zuletzt 2002 angepasst.
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