| Wappen | Karte | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Radolfzell Wappen.png | Karte_radolfzellAmBodensee_in_deutschland.png | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Baden-Württemberg | bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Freiburg | bgcolor="#FFFFFF" | Region: | Hochrhein-Bodensee | bgcolor="#FFFFFF" | Landkreis: | Konstanz | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeart: | Große Kreisstadt | bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 398 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 58,58 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 30.092 (31. Dezember 2004) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 514 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Ausländeranteil: | 11,0 % | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 78301 - 78315 (alt: 7760) | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 07732 | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | KN | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 08 3 35 063 | bgcolor="#FFFFFF" | Stadtgliederung: | Kernstadt und 6 Stadtteile | bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 2 78315 Radolfzell | bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.radolfzell.de | bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | stadt@radolfzell.de | ||
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Oberbürgermeister: | Dr. Jörg Schmidt (SPD) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Radolfzell ist Kurstadt (Mettnaukur / Mettnau) und Eisenbahnverkehrsknotenpunkt.
Zu einigen Stadtteilen gehören teilweise räumlich getrennte Wohnplätze mit eigenem Namen, die oft sehr wenige Einwohner haben. Ferner gibt es auch Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Bezeichnung sich im Laufe der Bebauung ergeben haben und deren Grenzen dann meist nicht genau festgelegt sind. Im Einzelnen ist hier zu nennen:
1609 wurde Radolfzell Sitz des Ritterkantons Hegaus. Die Kanzlei befand sich in einem ehemaligen Adelshof, der 1810 Sitz des Bezirksamtes wurde.
1806 fiel die Stadt an Württemberg und kam 1810 im Tausch an das Großherzogtum Baden. Hier wurde die Stadt Sitz eines Bezirksamtes, das 1872 aufgelöst wurde. Seither gehört Radolfzell zum Bezirksamt Konstanz, aus dem 1939 der Landkreis Konstanz hervorging.
1928 wurde in Radolfzell die Süddeutsche Vogelwarte als private Vogelwarte eingerichtet. Doch musste diese 1938 wieder schließen. Nach dem 2. Weltkrieg siedelte die Vogelwarte Rossitten in das Schloss Bodman im heutigen Radolfzeller Stadtteil Möggingen um. Seither beherbergt die Stadt wieder eine Vogelwarte.
Infolge der Eingliederung von sechs Nachbargemeinden überschritt die Einwohnerzahl Mitte der 1970er Jahre die Grenze von 20.000. Daher wurde Radolfzell 1975 zur Großen Kreisstadt erhoben.
1990 war Radolfzell Bundesumwelthauptstadt.
Auch die Stadtteile Radolfzells haben eine lange Geschichte:
Böhringen wurde 1125 als Peringen erstmals erwähnt. Der Ort gehörte dem Kloster Reichenau und war ab 1420 dem Ammanamt Radolfzell unterstellt, dann zum habsburgischen Amt Aach und schließlich ganz zur Stadt Radolfzell. Die Landeshoheit lag somit bei Österreich, der Blutbann bei den Landgrafen von Nellenburg. 1805 fiel der Ort mit Radolfzell an Württemberg, kam 1810 an Baden und wurde dem Bezirksamt Radolfzell zugeordnet.
Güttingen wurde 860 als Chutininga erstmals erwähnt. Besitzungen hatte das Kloster St. Gallen. Im 12. Jahrhundert tauchen die Herren von Güttingen auf, zwei Burgen sind im 16. Jahrhundert erwähnt. Im 15. Jahrhundert gehörte das Niedergericht den Herren von Bodman und der Konstanzer Familie Blarer. Letztere verkauften ihren Besitz 1504 an die Herren von Bodman, die ihn an Homburg veräußerten und dann wieder zurückkauften. Bei den Herren von Bodman verblieb Güttingen als Hegauer ritterschaftlicher Ort, kam 1806 an Baden und wurde dem Bezirksamt Konstanz zugeordnet.
Liggeringen wurde 806 als Lütteringen erstmals erwähnt. Schon früh gehörte der Ort zum Kloster Reichenau, doch gab es bis 1135 die Herren von Liggeringen als Edelfreie. Das Niedergericht war teilweise an die Herren von Bodman verpfändet, die den Ort und die Vogtei ab dem 16. Jahrhundert endgültig besaßen. 1744 bis 1774 war der Ort vorübergehend an das Heilig-Geist-Spital Konstanz verpfändet. 1806 kam der Ort an Baden und wurde 1807 dem Bezirksamt Konstanz zugeordnet.
Markelfingen wurde 724 als "Marcolfinga" erstmals erwähnt. Schon früh gehörte der Ort zum Kloster Reichenau und wurde im 16. Jahrhundert von Ministerialen verwaltet und kam mit Reichenau schließlich an das Hochstift Konstanz. 1803 fiel der Ort an Baden und gehörte bis 1809 zum Amt Reichenau, seither zum Bezirksamt Konstanz.
Möggingen wurde 860 als Mechinga erstmals erwähnt. Besitzungen hatte das Kloster St. Gallen sowie der Konstanzer Bischof. Eine örtliche Herrschaft und eine Burg ist bis ins 15. Jahrhundert belegt. Im 14. Jahrhundert gelangte der Ort an die Herren von Bodmann, die ihn vorübergehend an die Herren von Homburg verkauften, dann aber wieder zurückkauften. 1806 kam Möggingen an Baden und wurde dem Bezirksamt Konstanz zugeordnet. 1924 wurde der Nachbarort Dürrenhof eingemeindet.
Stahringen wurde 1127 als Stalringen erstmals erwähnt. Besitzungen hatte der Konstanzer Bischof. Die Konstanzer Ministerialien verkauften den Ort 1565 an die Herren von Bodman. 1614 gelangte er an das Kloster St. Gallen und 1744/49 fiel er wieder an den Konstanzer Bischof. Den Blutbann hatte Nellenburg inne. 1805 fiel der Ort an Baden, die nellenburgischen Rechte waren mit Württemberg strittig. Bis 1810 war Stahringen Sitz eines Unteramtes innerhalb des Amtes Bohlingen, bevor es zum Amt Stockach kam, aus dem 1939 der Landkreis Stockach hervorging. Bei dessen Auflösung 1973 kam der Ort zum Landkreis Konstanz.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1812 | 1.053 |
| 1825 | 1.127 |
| 1833 | 1.194 |
| 1855 | 1.336 |
| 1861 | 1.493 |
| 1. Dezember 1871 | 1.556 |
| 1. Dezember 1880 ¹ | 2.056 |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 4.160 |
| 1. Dezember 1910 ¹ | 6.011 |
| 16. Juni 1925 ¹ | 7.026 |
| 16. Juni 1933 ¹ | 7.467 |
| Jahr | Einwohner | ||
|---|---|---|---|
| 17. Mai 1939 ¹ | 8.044 | ||
| 13. September 1950 ¹ | 9.712 | ||
| 6. Juni 1961 ¹ | 13.607 | ||
| 27. Mai 1970 ¹ | 15.692 | ||
| 31. Dezember 1975 | 23.274 | ||
| 31. Dezember 1980 | 23.709 | ||
| 27. Mai 1987 ¹ | 25.051 | |-31. Dezember 1990 | 26.476 |
| 31. Dezember 1995 | 28.089 | ||
| 31. Dezember 2000 | 28.862 | ||
| 30. Juni 2005 | 30.187 |
Die Kirchengemeinde Radolfzell kam 1821/27 zum neu gegründeten Erzbistum Freiburg. Durch starken Zuwachs der Bevölkerung wurde 1937 die Kuratie St. Meinrad errichtet, die 1957 bis 1959 eine eigene Kirche erhielt, an der 1964 eine Pfarrei errichtet wurde.
Auch in den Radolfzeller Stadtteilen gibt es jeweils katholische Gemeinden, die schon eine lange Tradition haben. In Böhringen wurde bereits 1426 ein Bartholomäuskapelle erwähnt, doch wurde die ursprüngliche Filiale von Radolfzell erst 1728 zur Pfarrei St. Nikolaus erhoben. Die heutige Kirche stammt aus dem Jahr 1958. Dabei wurde die alte Kirche von 1730 in die Vorhalle einbezogen. In Güttingen wurde 1155 eine Kirche erwähnt. Die Pfarrei wurde wohl bereits im 13. Jahrhundert errichtet. Die heutige Kirche St. Ulrich wurde 1795 auf älteren Resten erbaut und 1884 bis 1896 erweitert und im 20. Jahrhundert nochmals umgebaut. In Liggeringen wurde 1360/70 eine Pfarrei genannt. Die heutige Pfarrkirche St. Georg wurde aber erst 1905 im neoromansichen Stil erbaut. Dabei dient die 1711 bis 1717 erbaute alte Kirche als Nordquerhaus. In Markelingen gibt es ebenfalls seit dem 14. Jahrhundert eine Pfarrei. Die Pfarrkirche St. Laurentius wurde 1612 erbaut. Die ehemalige Wallfahrtskapelle St. Anna aus dem 17. Jahrhundert wurde 1816 zu einem Wohnhaus umgebaut. In Möggingen wurde die dortige Pfarrei 1275 erwähnt. Die Pfarrkirche St. Gallus stammt aus dem Jahr 1749, die Innenausstattung ist neoromanisch, der Turm wurde erst 1839 angebaut. Stahringen hat seit 1740 eine eigene Pfarrei, doch wird bereits 1482 eine Kapelle genannt. Die heutige Pfarrkirche St. Zeno wurde 1836 erbaut. Alle genannten katholischen Gemeinden gehören zum Dekanat Östlicher Hegau des Erzbistums Freiburg. Sie bilden die beiden Seelsorgeeinheiten St. Radoltus Radolfzell (Münster ULF) und St. Meinrad Radolfzell.
Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Protestanten nach Radolfzell. 1869 wurde eine eigene Gemeinde gründet, die zunächst von der Pfarrei Singen, dann von Stockach aus betreut wurde. 1904 wurde Radolfzell eine eigene Pfarrei, nachdem 1898 eine Kirche erbaut worden war. Diese wurde jedoch 1963 abgebrochen. Die heutige Christuskirche entstand 1965 bis 1967. Zur Gemeinde Radolfzell gehörten bis 1970 auch die Protestanten der heutigen Stadtteile. Doch wurde in Böhringen 1970 ein Vikariat und 1972 eine eigene Pfarrei errichtet. Die Paul-Gerhardt-Kirche war bereits 1958 erbaut worden. Zur Gemeinde Böhringen gehören auch die Protestanten der Stadtteile Güttingen, Liggeringen, Markelfingen, Möggingen und Stahringen sowie weiterer Nachbarorte. Beide evangelischen Kirchengemeinden im Radolfzeller Stadtgebiet gehören zum Dekanat Konstanz der Evangelischen Landeskirche in Baden. Daneben gibt es in Radolfzell auch Gemeinden evangelischer Freikirchen, darunter eine Evangelisch-methodistische Kirchengemeinde, eine Freie Evangelische Gemeinde und eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) in Stahringen.
Ferner sind die Zeugen Jehovas, die Apostolische Gemeinschaft und die Neuapostolische Kirche in Radolfzell vertreten.
Seit der Erhebung zur Großen Kreisstadt 1975 trägt das Stadtoberhaupt von Radolfzell am Bodensee die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird heute von den Wahlberechtigten für eine Amtszeit von acht Jahren direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats und Chef der Verwaltung. Sein allgemeiner Stellvertreter ist der Erste Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung Bürgermeister.
Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister von Radolfzell am Bodensee seit 1793
Die Wappensymbole tauchen erstmals in einem Siegel aus dem Jahr 1483 auf. Dabei handelt es sich um den habsburgischen Löwen und das Reichenauer Kreuz. 1526 wurde der Löwe mit einer Krone versehen. Das Stadtbanner ist seit 1388 überliefert.
Die Stadt Radolfzell am Bodensee ist Träger eines Gymnasiums (Friedrich-Hecker-Gymnasium), einer Realschule, einer Förderschule (Radolfzeller Hausherren Schule), dreier Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule (Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Böhringen, Ratoldusschule-Grund- und Hauptschule und Tegginger-Grund- und Hauptschule) sowie sechs Grundschulen (Güttingen, Liggeringen, Markelfingen, Möggingen, Stahringen und der Sonnenrain-Grundschule).
Der Landkreis Konstanz ist Träger der Gewerblichen, Kaufmännischen und Hauswirtschaftlichen Schule Radolfzell und der Mettnau-Schule (Hauswirtschaftliche und Sozialpädagogische Schule).
Das private Abendgymnasium der VHS rundet das Schulangebot in Radolfzell ab.
Außerdem ist das CDC in Radolfzell am Bodensee ansässig.
Ferner gibt es noch die Villa Bosch für Veranstaltungen wie Kleinkunst, Konzerte und Tagungen. Sie dient außerdem als städtische Galerie. Das Gebäude wurde von dem Apotheker Franz Karl Josef Bosch (1809 bis 1881) im Jahre 1865 erbaut.
In den Stadtteilen gibt es meist alte katholische Kirchen und zwar in Güttingen (St. Ulrich, erbaut 1795, 1884 1896 erweitert), in Markelingen (St. Laurentius, erbaut 1612) und in Möggingen (St. Gallus 1749 erbaut, Turm von 1839). Die Kirche St. Zeno in Stahringen wurde erst 1836, die Kirche St. Georg Liggeringen 1905 im neoromansichen Stil und die Kirche St. Nikolaus in Böhringen erst 1958 erbaut. Aus dem gleichen Jahr stammt auch die evangelische Paul-Gerhardt-Kirche in Böhringen.
Das Österreichische Schlösschen wurde ab 1609 begonnen, doch zog sich der Bau soweit hin, dass der Bau bis ins 18 Jahrhundert als Fruchtschütte, Weinlager und Speicher genutzt wurde. Erst dann wurde er fertiggestellt und war zunächst Rathaus (1734 ff.) und dann Schulhaus. Heute befindet sich hier die Stadtbibliothek.
Der Stadtgarten wurde 1924 eröffnet. Dabei handelt es sich um den ehemaligen Stadtgraben.
Das Kapuzinerkloster wurde 1625-27 errichtet, doch bereits 1632 abgerissen, aber 1659/60 wieder aufgebaut. 1826 wurden die Wohngebäude abgerissen und die Klosterkirche zu einem Wohnhaus umgebaut. Heute sind hier städtische Dienststellen untergebracht.
Der Pulverturm und der Höllturm sind Teile der ehemaligen Stadtbefestigung. Die Alte Domprobstei war von 1485 bis 1631 ein Pfleghof der Domprobstei Konstanz sowie Amtssitz der Verwaltung.
Böhringen:
Güttingen:
Liggeringen
Markelfingen
Möggingen
Stahringen
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