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Eigenschaften
-

*7s2
226
88
Ra
Periodensystem
Francium - Radium - Actinium
-
Ba
Ra
Ubn  
 
 

- Allgemein
- Name, Symbol, Ordnungszahl Radium, Ra, 88
- Serie Erdalkalimetalle
- Gruppe, Periode, Block 2(IIA), 7, s
- Aussehen silbrig weiß metallisch
- Massenanteil an der Erdhülle 1 · 10-10 %
- Atomar
- Atommasse 226,0254
- Atomradius 215 pm
- Kovalenter Radius -
- van der Waals-Radius -
- Elektronenkonfiguration href="http://articles.gourt.com/de/Radon">Rn7s2
- Elektronen pro Energieniveau 2, 8, 18, 32, 18, 8, 2
- 1. Ionisierungsenergie 509,3 kJ/mol
- 2. Ionisierungsenergie 979,0 kJ/mol
- Physikalisch
- Aggregatzustand fest
- Kristallstruktur kubisch-raumzentriert
- Dichte (Mohshärte) 5500 kg/m3 (-)
- Magnetismus unmagnetisch
- Schmelzpunkt 973 K (700 °C)
- Siedepunkt 2010 K (1737 °C)
- Molares Volumen 41,09 · 10-6 m3/mol
- Verdampfungswärme 136,82 kJ/mol
- Schmelzwärme 8,37 kJ/mol
- Dampfdruck 327 Pa bei 973 K
- Schallgeschwindigkeit -
- Spezifische Wärmekapazität 94 J/(kg · K)
- Elektrische Leitfähigkeit -
- Wärmeleitfähigkeit 18,6 W/(m · K)
- Chemisch
- Oxidationszustände 2
- Oxide (Basizität) RaO (stark basisch)
- Normalpotential -2,89 V (Ra2+ + 2e- → Ra)
- Elektronegativität 0,9 (Pauling-Skala)
- Isotope
-
Isotop NH t1/2 ZM ZE MeV ZP
-
223Ra in Spuren 11,435 d α 5,979 219Rn
-
224Ra in Spuren 3,66 d α 5,789 220Rn
-
225Ra {syn.} 14,9 d β- 0,357 225Ac
-
226Ra in Spuren 1602 a α 4,871 222Rn
-
227Ra {syn.} 42,2 min β- 1,325 227Ac
-
228Ra in Spuren 5,7 a β- 0,046 228Ac

- Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt,
gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Radium (wie später auch Radon von lat. radius „Strahl“, wegen seiner Radioaktivität) ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Ra und der Ordnungszahl 88.

Die Massenzahlen der Isotope reichen von 213 bis 230, ihre Halbwertszeiten streuen zwischen etwa 1 ms für Ra-219 und 1602 Jahren für Ra-226.

Radium ist eines der seltensten natürlichen Elemente, sein Anteil an der Erdkruste beträgt etwa 7 · 10-12 %.

Da das Radium-Isotop 226Ra in wägbaren Mengen gewonnen werden kann, ist es möglich, seine chemischen Eigenschaften unter Einhaltung angemessener Strahlenschutzvorkehrungen recht gut zu studieren. Als Metall ist es ein typisches Erdalkali-Element. Es ist weich und silberglänzend. Radium ist dem leichteren Gruppenhomologen Barium sehr ähnlich, jedoch noch unedler als dieses. Bei Kontakt mit Sauerstoff wird es sehr rasch oxidiert und reagiert heftig mit Wasser.

In wässriger Lösung liegt es stets positiv zweiwertig vor. Das zweiwertige Kation ist farblos. Wie Barium bildet es einige schwerlösliche Salze, so das Carbonat, Sulfat und Chromat. Andere Salze wie die Halogenide (das Fluorid ist nur mäßig löslich), Nitrat und Acetat sind leicht löslich. Die Salze erteilen der Bunsenflamme eine karminrote Färbung.

Geschichte


Radium wurde 1898 in Frankreich von der polnischen Chemikerin Marie Curie und ihrem Ehemann, dem französischen Chemiker Pierre Curie, entdeckt. Es galt zunächst als ungefährlich und wurde in den Vereinigten Staaten und Europa als Medikament gegen eine Vielzahl von Leiden beworben oder als Farbzusatz in Produkten verarbeitet, die im Dunkeln leuchteten. Die Verarbeitung geschah ohne jegliche Schutzvorkehrungen.

Nach dem Ersten Weltkrieg kam es aufgrund einer angeblichen Heilwirkung von Radium zu einem Aufblühen der Radiumbäder in Deutschland. Während bereits vor dem Krieg Bad Kreuznach damit warb, stärkstes Radiumsolbad zu sein, waren es nach dem Krieg neben St. Joachimsthal, Oberschlema vor allem Bad Brambach. Letztere beiden Orte behaupteten von sich, stärkstes Radium- bzw. Radiummineralbad der Welt zu sein. Wobei zu beachten ist, dass in den Heilquellen v.a. Radon, Radium hingegen nur in geringen Spuren vorkam. Korrekterweise hätten sich diese Bäder "Radonbad" nennen müssen. Ein medizinischer Nutzen der Behandlung ist naturwissenschaftlich nicht belegt. Man bemerkte den gesundheitsschädlichen Effekt des Radiums viel zu spät, zuerst bei Zifferblattmalerinnen der Uhrenindustrie. Um die Pinselspitze fein zu bekommen, befeuchteten sie diese mit der Zunge, wodurch das Radium in den Körper gelangte. 1924 beschrieb der Zahnarzt Theodore Blum erstmals eine schwere Kiefererkrankung bei Personen aus dieser Berufsgruppe in einer Fachzeitschrift.

1928 wurde mit Radium versetztes Wasser namens Radithor in kleinen Flaschen zum Trinken verkauft. Spätestens mit dem Tod des Stahlmagnaten Eben Byers im Jahre 1932, der von 1928 bis 1930 täglich zwei Flaschen Radithor zu sich nahm, stand unumstritten fest, dass Radium schwerste Gesundheitsschäden hervorrufen kann.

Weblinks


Chemisches Element | Erdalkalimetall | Periode-7-Element

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