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Die Radiotelevisione Italiana (RAI) ist die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Italiens. Sie ist eine Hörfunk- und Fernsehanstalt.

Geschichte


In Italien werden die ersten Versuchssendungen des Fernsehens im Jahr 1934 gestartet. Am 3. Januar 1954 beginnt die RAI mit der Ausstrahlung der ersten regulären Fernsehsendungen in Italien. Zwei Jahre später erreichen die Fernsehsignale das gesamte italienische Staatsterritorium. Auf Grund der hohen Anschaffungskosten für ein Fernsehgerät gibt es damals noch wenige Teilnehmer (360.000).

Programme


Derzeit sendet RAI auf drei terrestrisch übertragenen Fernsehkanälen (Rai Uno, Rai Due und Rai Tre) und drei Radiokanälen (Radio Uno, Radio Due, Radio Tre). Des Weiteren gehören der Nachrichtensender RaiNews24, der Sportsender RaiSportSat und viele weitere über Satellit ausgestrahlte Sender zur Anstalt.

In Südtirol strahlt die RAI zwei deutschsprachige Sender, ein Radioprogramm und einen TV-Sender, mit Namen Rai Sender Bozen aus.

Seit 2004 werden die digitalen Fernsehprogramme der RAI versuchsweise (lokal begrenzt) terrestrisch ausgestrahlt.

Die RAI betreibt den umfangreichen Auslandsdienst RAI International, der Programme weltweit über Kurzwelle und Satellit ausstrahlt. Der Schwerpunkt der Programme liegt auf Nachrichten und Sportberichten. Gesendet wird in Italienisch und 26 weiteren Fremdsprachen. In den Abendstunden werden täglich zwei Sendungen in deutscher Sprache mit einer Länge von ca. 20 Minuten für das Zielgebiet Deutschland, Österreich und Schweiz gesendet.

Kontroverse mit der Regierung Berlusconi


Die ehemalige Präsidentin der RAI, Lucia Annunziata, trat am 4. Mai 2004 zurück. Die Journalistin, die Oppositionskreisen nahe steht, protestierte damit gegen den "allmächtigen Einfluss" der Regierung Berlusconi auf die RAI. Sie kündigte, nachdem der Aufsichtsrat der TV-Anstalt mehrere regierungsnahe Manager für die Leitung von Tochtergesellschaften der RAI vorgeschlagen hatte.

Weblinks


Rundfunkgesellschaft | Hörfunksender | Fernsehsender | Medien (Italien)

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