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Eine Radiogalaxie zeichnet sich gegenüber anderen Galaxien durch ihre ungewöhnlich starke Radiostrahlung aus. Energiequelle dieser Radiostrahlung ist ein aktiver galaktischer Kern.

Radiogalaxien gehören meist zu den optisch hellsten Galaxien und sind gewöhnlich elliptische Galaxien oder S0-Galaxien. Dennoch kann ihre Strahlungsleistung im Radiobereich die im sichtbaren Spektralbereich übertreffen. In normalen Galaxien ist die Radiostrahlung dagegen weit schwächer als das sichtbare Licht.

Die Radiostrahlung vieler Radiogalaxien kommt aus zwei meist symmetrisch zum Kern angeordneten Emissionsgebieten, die mit bis zu mehreren Mpc wesentlich größer als die sichtbare Galaxie sind. Bei genauer Beobachtung sind diese manchmal durch dünne Materiestrahlen (engl. Jets) mit dem Galaxienkern verbunden. Energiequelle von Radiogalaxien ist ein massereiches schwarzes Loch im Galaxienkern, das einerseits Materie aufsaugt, aber auch in seiner Nähe ionisierte Materie und Magnetfelder auf Geschwindigkeiten nahe der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und in den Materiestrahlen auswirft. Die Radiostrahlung entsteht durch Synchrotronstrahlung in den Materiestrahlen und den Gebieten, in denen sie auf das intergalaktische Medium auftreffen.

Trotz ihrer großen Entfernung gehören manche Radiogalaxien zu den scheinbar hellsten und zuerst entdeckten Radioquellen am Himmel, die noch nach Sternbild benannt sind in dem sie gefunden wurden. Beispiel sind Virgo A (Messier 87) und Cygnus A. Die uns nächste Radiogalaxie ist Centaurus A (NGC 5128) am Südhimmel.

Lange waren die einzigen der genauen Beobachtung zugänglichen Galaxien im fernen Universum bei Rotverschiebungen über 1 Radiogalaxien. Durch ihre Radiostrahlung konnten sie unter vielen anderen im sichtbaren Licht schwachen Objekten identifiziert werden, und anders als bei Quasaren wird die Galaxie im sichtbaren Licht nicht durch ihren Kern überstrahlt.

Galaxie

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