Radio Flora aussen.jpg | RadioFloraLogo.png]] radio flora ist die Abkürzung für den gemeinnützigen Trägerverein "Freundeskreis Lokal-Radio Hannover e.V.", der im Mai 1993 als "Freundeskreis Lokal-Radio" ins Leben gerufen wurde. Als Räumlichkeiten nutzt der Radiosender den "Ökologischen Gewerbehof Linden Nord GmbH", der sich auf dem FAUST-Gelände befindet. Zum Senden von Bürgerfunk in der Region Hannover besitzt dieser Verein eine eigene Sendelizenz.
Die Aussicht auf eine Sendelizenz weckte dabei in Hannover große Begehrlichkeiten. Der "Freundeskreis Lokal Radio e.V. - FLORA" war eine der Radioinitiativen, die sich von Anfang der Zugangsoffenheit und der Nichtkommerzialität verpflichtet. Sie war gewillt, "Bürgerfunk" 1:1 umzusetzen. Zunächst konkurrierende Radioinitiativen aus dem kulturellen und studentischen Bereich wie "Open Air" und "La Mouche" fusionierten schließlich mit Radio Flora. Andere hannöversche Radioinitiativen ("Stadtradio", "Hannover Radio") stellten ihre Aktivitäten im Zuge des Zulassungverfahrens wieder ein.
Nach Ablauf der Modellphase (2002) verschmolzen beide Organisationstypen organisatorisch zum "Bürgerrundfunk". Er verbindet die zentralen Elemente des Offenen Kanals (absolute Zugangsoffenheit für jedermann) mit denen des nichtkommerziellen Lokalfunks (publizistische Ergänzungsfunktion).
Wie die anderen 13 Teilnehmer des niedersächsischen "Betriebsversuches Offener Kanal/nichtkommerzieller lokaler Hörfunk" war auch Radio Flora in eine umfassende wissenschaftliche Begleitforschung einbezogen. Es sollte festgestellt werden, welche organisatorischen, finanziellen und journalistischen Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um als nichtkommerzieller Sender dauerhaft in Betrieb gehen zu können. Nicht zuletzt wollten der Gesetzgeber, die lizenzierende Medienanstalt und die Sender selbst wissen, wie die Akzeptanz in der Bevölkerung ist. Der Modellversuch war erfolgreich und so wurde Radio Flora, wie die 13 anderen Sender, ab März 2002 in den Regelbetrieb "entlassen". Die Lizenz wurde für sieben Jahre vergeben. Sie muss also spätestens Anfang 2009 erneuert bzw. verlängert werden.
Radio Flora ist werbefrei und nichtkommerziell. Deswegen muss auf alternative Einnahmequellen zurückgegriffen werden. Eine Einnahmequelle ist beispielsweise die Bildungsarbeit. Das Kulturamt Hannover unterstützt die Ausbildung zum Radiotechniker oder Medienpädagogen. Sogenannte "Multiplikatorenschulungen" werden auch gefördert. Dabei handelt es sich um Arbeitsgemeinschaften in Schulen, bei denen jeweils eine Person entsandt wird, um später das erlernte Wissen dem Rest weiterzuvermitteln. Ziel bei diesen Projekten ist es, die Medienkompetenz der Bevölkerung zu steigern.
Das Programm "Menschen mit Behinderungen" erhält Fördergelder aus der Europäischen Union. Die 518 Mitglieder finanzieren das Projekt mit durch die Mitgliedsbeiträge und Spenden. Haupteinnahmequelle sind jedoch die Rundfunkgebühren GEZ. Sie werden von der für den privaten Rundfunk in Niedersachsen zuständigen Landesmedienanstalt (NLM) vergeben. Sie gewährt eine Basisförderung und einen Bonus, der allerdings 1:1 gegenfinanziert werden muss. Insgesamt beträgt der Zuschuss maximal rund 260.000 Euro p.a. Die Kosten der Verbreitung und Zuführung zum Funkturm werden von der Niedersächsischen Landesmedienanstalt direkt getragen. Die Gebühren an die GEMA und die GVL sind in einem Rahmenvertrag geregelt, den die Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten (ALM) mit den beiden Urheberrechtsgesellschaften abgeschlossen hat. Er gilt bundesweit für alle rundfunkrechtlich lizenzierten nichtkommerziellen Hörfunk- und TV-Projekte.
Radio Flora überträgt 106 unterschiedliche Sendungen zu den Bereichen:
Unter der Woche läuft nachts ab 0 Uhr 15 die sogenannte "Nachtschleife" bis 7 Uhr früh. Zwischen 14 und 15 Uhr werden Montags bis Donnerstags Wiederholungen von Sendungen der Vorabende übertragen. Außerdem gibt es täglich zwischen 12 und 15 und zwischen 17 und 18 Uhr offene Sendeplätze, die von Gruppen oder Einzelpersonen nach Anmeldung und Einführung frei gestaltet werden können. Die Sendungen unterliegen dabei weder Einfluss noch Zensur von Radio Flora.
Nach einer Untersuchung, die das Meinungsforschungsinstitut Emnid im Auftrag der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) 1998/99 durchgeführt hat, erreicht Radio Flora im so genannten "Weitesten Hörerkreis" mindestens 50.000 Hörer bzw. sieben Prozent. Die Tagesreichweite liegt, geschätzt, bei rund 10.000 Hörern. Von gleicher Größe ist der Kreis der Stammhörer. Die NLM/Emnid-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Radio Flora eine der treuesten "Fangemeinden" hat. Dem Sender ist es gelungen, eine überdurchschnittlich starke Hörerbindung zu erreichen.
Im Jahre 2004 wurde (in der Produktion) von analoger Technik zu digitaler Technik gewechselt. Um Live-Übertragungen in Echtzeit von Außenstellen zu ermöglichen, wird ein so genanntes "MusicTaxi" eingesetzt, ein Echtzeit-Enkodier- und Dekodierverfahren bestehend aus Soft- und Hardware über ISDN mit Hilfe des ISO MPEG Verfahrens realisiert.
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Radio Flora".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world