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Als Radikale bezeichnet man in der Chemie Atome oder Moleküle mit mindestens einem ungepaarten Elektron, die meist besonders reaktionsfreudig sind. Bedingt durch ihre hohe Reaktivität existieren Radikale meistens nur sehr kurze Zeit. Ausnahmen sind stabilisierte Radikale, z. B. Triphenylmethylradikale (Gomberg-Radikal). Diese stehen in Lösung mit ihrem Dimeren im Gleichgewicht. Dieses Dimer ist NICHT Hexaphenylethan, sondern die in der Abb. gezeigte Verbindung.

Auch in der Natur kommen stabile Radikale vor. So beinhaltet zum Beispiel das Enzym 'Ribonukleotidreduktase' ein Tyrosylradikal, welches eine Halbwertszeit von 4 Tagen aufweist.

In einer festen Matrix eingebettete Radikale können nicht abreagieren.

Radikale spielen eine wichtige Rolle bei bestimmten Oxidationsprozessen, bei Polymerisationen und bei manchen Substitutionsreaktionen. Besonders leicht lassen sich Radikale aus Halogenmolekülen (z. B. Chlor, Cl-Cl) oder di-tert-Butylperoxid durch Bestrahlung mit UV-Licht gewinnen.

Bekannte Beispiele


Radical químic | Radical (chemistry) | Radicaal (molecuul) | Rodnik

Chemische Bindung

 

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