Ein Radiergummi ist ein besonders zubereiteter Gummi, mit dem mit einem Bleistift oder mit Tinte erstellte Striche von einem Trägermedium (zumeist Papier) entfernt werden. Es wird zwischen Kautschuk- und Kunststoff
Kautschukradierer bestehen aus dem Milchsaft (Latex) des Kautschukbaumes (Hevea brasiliensis) und Faktis, einer aus Rübenöl hergestellten weißgelben Masse. Nach Zugabe von Schwefel wird das Gemisch unter Druck auf etwa 150 Grad Celcius erhitzt. Die knetbare Kautschukmasse mutiert bei dieser Prozedur (Vulkanisieren) zu einem elastischen Stoff. Um dessen Abrieb zu verstärken werden Quarzmehl und andere Füllstoffe wie Kreide sowie Farbstoffe der Gummimasse beigegeben.
Kunststoffradierer bestehen meist aus Polyvinylchlorid (PVC), das durch Zusatz von Weichmachern elastisch wird.
Die vom Bleistift an das Papier abgegebenen Graphitteilchen haften dort durch die Adhäsions
Bei Tinten und anderen Stiften wird durch das Radieren lediglich das Papier fein angerieben.
Im Jahr 1770 entdeckte der Brite Edward Nairne, dass sich Kautschuk zum Entfernen von Bleistiftstrichen eignet. Der britische Naturforscher Joseph Priestley machte diese Entdeckung nach einer Beobachtung im selben Jahr publik und galt deshalb lange Zeit als der Erfinder des Radiergummis. Bereits Mitte des 16. Jahrhunderts soll mit Brot die gleiche Funktion erfüllt worden sein.
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