| Wappen | Karte |
|---|---|
| Radevormwald_Wappen.png | Lage der Stadt Radevormwald in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Köln |
| Kreis: | Oberbergischer Kreis |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 421 m ü. NN |
| Fläche: | 53,77 km² |
| Einwohner: | 25.390 (31. Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 472 Einwohner/km² |
| Postleitzahl: | 42477 |
| Vorwahl: | 02195 und 02191 |
| Kfz-Kennzeichen: | GM |
| Gemeindeschlüssel: | 05374036 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Hohenfuhrstr. 13 42477 Radevormwald |
| Website: | www.radevormwald.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Dr. Josef Korsten (SPD) |
| Lagekarte im Kreis | |
| Radevormwald Karte.png | |
| Karte mit wichtigen Ortsteilen | |
| Karte-radevormwald.png | |
Radevormwald gehört zu den ältesten Städten im Bergischen Land im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen und ist ein Mittelzentrum im Oberbergischen Kreis.
- | Wuppertal | Ennepetal | Breckerfeld | - | Remscheid | Windrose_klein.png | Halver | - | Hückeswagen | Wipperfürth |
Ältere historische Bauwerke, wie in vielen anderen Orten des Bergischen Landes, sind nicht erhalten. Eine Ausnahme bildet das 1772 erbaute historische Gartenhaus im Rokokostil, das den letzten Stadtbrand im Jahr 1802 überstanden hat. Heute befindet es sich im Stadtpark, der in Anlehnung an die Radevormwalder Partnerstadt Châteaubriant Parc de Châteaubriant genannt wurde.
| Jahr | Einwohnerzahl | Jahr | Einwohnerzahl |
|---|---|---|---|
| 1792 | 4.320 | 1975 | 24.526 |
| 1807 | 3.429 | 1983 | 23.850 |
| 1826 | 5.383 | 1990 | 23.762 |
| 1865 | 8.879 | 1995 | 25.720 |
| 1900 | 10.446 | 2000 | 25.852 |
| 1939 | 13.861 | 2003 | 24.303 |
| 1946 | 17.159 | 2004 | 24.204 |
| 1961 | 20.957 | 2005 |
| A | Altendorf - Altenhof - Am Grimmelsberg (verwaist) - Auf´m Hagen |
| B | Beck - Berg - Bergerhof - Birken - Böhlefeldshaus (mit 21 Einwohner östlich des Erlenbachs) - Borbeck - Born - Braake - Brebach - Brunsheide - Brunshöh - Buschsiepen |
| D | Dahlerau - Dahlhausen - Diepenbruch (mit einem Einwohner am Quellbereich des Hartmeckebachs, eines Seitenbachs der Ennepe) - Dieplingsberg |
| E | Eich - Eistringhausen - Erlenbach - Espert |
| F | Feckinghausen - Feldmannshaus - Felsenbeck - Filde - Filderheide - Finkensiepen - Freudenberg - Fuhr - Funkenhausen |
| G | Geilensiepen - Grafweg - Griesensiepen - Grüne - Grünenbaum (verwaist) |
| H | Hahnenberg - Harbeck - Hardt - Heide - Heidt - Heidersteg - Herbeck - Herkingrade - Hinüber - Honsberg - Hönde - Hönderbruch - Höltersiepen - Hürxtal - Hulverscheidt - Husmecke |
| I | Im Busch - Im Hagen - Im Holte - Im Kamp - Im Walde - Im Wiesengrund - Im Wildental - Ispingrade |
| J | Jakobsholt |
| K | Kaffekanne - Karlshöh - Karthausen - Kattenbusch - Keilbeck - Kettlershaus - Klaukenburg - Knefelskamp - Kötterhaus - Kottmannshausen - Kräwinkel - Krebsöge - Krebsögersteg - Kronenberg |
| L | Laake - Lambeck - Lambeckermühle - Langenkamp - Landwehr - Leimbecker Mühle - Leimhol - Leye - Linde - Lichteneichen - Lorenzhaus |
| M | Milspe - Möllersbaum |
| N | Nadelsiepen - Neuenhammer - Neuenhaus - Neuenhof - Niederdahl - Niedernfeld - Niederwönkhausen |
| O | Oberbuschsiepen - Oberdahl - Oberdahlhauen - Obergraben - Obernfeld - Obernhof - Oberkarthausen - Oberschmittensiepen - Oedeschlenke - Önkfeld |
| P | Pastoratshof - Plumbeck |
| R | Rechelsiepen - Remlingrade - Rochollsberg - Rädereichen |
| S | Scheideweg - Scheidt - Schlechtenbeck - Schmittensiepen - Schnellental - Siepen - Sieplenbusch - Sondern - Stoote - Studberg |
| T | Tanne |
| U | Uelfe I, II, III und IV - Ümminghausen - Umbeck - Untergraben - Unterm Busch - Unterste Mühle |
| V | Vogelshaus - Vogelsmühle - Vor der Heide - Vor der Mark - Vorm Baum - Vorm Holte |
| W | Waar - Walkmüllersiepen - Wellershausen - Wellringrade - Weyer - Wiebach - Wilhelmstal - Winklenburg - Wintershaus - Wönkhausen |
| Z | Zum Hofe |
In der Wuppertalsperre versunkene Ortschaften
Es zeigt auf silbernem Grund den roten, doppelgeschwänzten, blaugekrönten, blaubewehrten bergischen Löwen, wobei dieser in der rechten Vorderpranke einen abgewendeten goldenen Schlüssel hält.
Ursprünglich sollte der Löwe rechtshin schreiten, doch ist in der Praxis die umgekehrte Richtung zu erkennen.
Die Forschung bezüglich der Stadtsiegel führte zu dem Ergebnis, dass dieses frühestens 1309 entstand. Daraus entwickelte sich dann das Wappen. Urkundlich bestätigt sollen schon Dokumente sein, die bereits 1316 das Stadtsiegel sigillo oppidi in Rode trugen.
Zwischen 1309 und 1316 verleiht Graf Adolf VI. von Berg der Ort die Stadtrechte. Die Ansiedlung vor dem Walde ist 1363 in einer Rentverschreibung des Grafen Wilhelm II. von Berg (als späterer Herzog hieß er Wilhelm I.) als mit einer Mauer umfasste Stadt bezeichnet. Radevormwald diente unter den Grafen von Berg als Grenzfeste gegen das märkische Sauerland.
Die gehobene Bedeutung von Radevormwald im Mittelalter ergibt sich aus dem Vorgang, dass es zur Einlösung verpfändeter Landesteile des Herzogtums Berg 166,5 Goldgulden zahlte, während z. B. Solingen nur 88, Elberfeld 84,5 und Hückeswagen nur 34,5 Goldgulden aufbrachte.
Im 15. Jahrhundert prosperiert die Stadt. Mauern, Türme und Tore schützen das sich angesiedelte Gewerbe der Schmiede, Wollweber und Gewandmacher.
Das zweite große Feuer dieses Jahrhunderts verwüstet 1571 Radevormwald.
Im Jahr 1620 wird der Ort durch die reformierten Hessen unter Philipp dem Großmütigen erobert. Radevormwald war im Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) zeitweise Hauptquartier und Lager der Spanier und Österreicher unter dem Kommando von Octavio Piccolomini (einem General Wallensteins). 1635 und 1636 besetzen Holländer und 1638 westfälischen Truppen den Ort, 1639 erfolgt erneut die Einnahme durch die Hessen. Alle diese Besetzungen gingen mit Mord, Plünderungen, Brandschatzungen und Schändung der Zivilbevölkerung einher, die durch diese Vorgänge drastisch dezimiert wurde.
Nach dem Westfälischen Frieden (1648) verfolgte der katholische Herzog von Berg Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg (Regierungszeit 1652 bis 1690) in seinem Herrschaftsbereich Wiedertäufer und Mennoniten, so dass viele von ihnen flohen. Ein solcher Flüchtling war 1656 (eine andere Angabe besagte 1650) auch Adolf von der Leyen aus Radevormwald, der das neue Gewerbe der Seidenweberei nach Krefeld brachte.
Im Jahr 1742 gab es in Radevormwald dann eine Hungersnot.
Radevormald war Station auf der optischen Zeigertelegrafenlinie (1833 bis 1849) von Berlin nach Aachen. Der Standort des Zeigertelegrafen lag an der heutigen Straße "Am Telegraf".
1884 nahm das städtische Gaswerk seinen Betrieb mit der Produktion von Stadtgas auf. Radevormwald-Ziegelei.jpg
Zwischen den Weltkriegen entwickelte Radevormwald sich zum Industriestandort. Ansässige Gewerbe: Schloss-, Feilen-, Fahrrad-, Papier-, Schlittschuh-, Baubeschlagfabriken, Motoren- und Textilindustrie, Kammgarnspinnereien und Tuchfabriken.
Am 26. Mai 1928 stürzte morgens um 8.15 Uhr ein Flugzeug vom Typ Junkers F 13 der Lufthansa im Ortsteil Hahnenberg auf der „Schlegelschen Wiese“ ab. Drei Menschen kamen dabei ums Leben. 1934 stellt das Gaswerk mit dem Anschluss an eine Ferngasleitung im November des Jahres die Eigenproduktion von Stadtgas ein.
Bereits seit den 1950er-Jahren wurde der Bau der Wuppertalsperre geplant, Mitte der 1980er-Jahre werden die jahrelangen Vorbereitungen abgeschlossen, und mit dem Bau wird begonnen. Zahlreiche Ortschaften müssen abgerissen werden, denn 1987 wird der Staudamm in Krebsöge eingeweiht. Im selben Jahr wird die Umgehungsstraße der B 229 eröffnet.
Seinen Ruf als Sportstadt versucht Radevormwald 1990 mit der Einweihung des Stadions am Kollenberg und des Hallenbads „Aquafun“ gerecht zu werden. Diese Bemühungen erleiden aber 2004 einen Rückschlag, als die Landessportschule geschlossen wird.
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Siehe auch: Mühlen im Oberbergischen Land
Weitere Kirchen befinden sich im Ortsteil Remlingrade (evgl. Kirche), am Wallenberg (evgl. Kirche) sowie im Ortsteil Dahlerau (eine evgl. und eine katholische Kirche).
Ausgangspunkt Neuenhof
| Rund-/Wanderweg | Wegzeichen | Wegstrecke | Weglänge | Rundwanderweg | A1 | Neuenhof - Knefelskamp - Neuenhof | 2,3 km |
| Rundwanderweg | A2 | Neuenhof - Vogelshaus - Im Holte - Umbeck - Braake - Ennepetalsperre - Beck - nördlich Funkenhausen - Neuenhof | 5,8 km |
Ausgangspunkt Radevormwald (Rathaus)
| Rund-/Wanderweg | Wegzeichen | Wegstrecke | Weglänge | Rundwanderweg | A1 | Radevormwald - Uelfebad - Radevormwald | 3,2 km |
| Rundwanderweg | A2 | Radevormwald - IV.Uelfe - Rochollsberg - südlich Oberönkfeld - südlich Önkfeld - Unterste Mühle - Uelfebad - Radevormwald | 6,8 km |
| Rundwanderweg | A3 | Radevormwald - IV.Uelfe - nördlich III.Uelfe - nördlich Knefelskamp - Vogelshaus - Im Holte - Umbeck - Braake - Ennepetalsperre - Beck - nördlich Funkenhausen - Neuenhof - II.Uelfe - III.Uelfe - Radevormwald | 12,3 km |
Ausgangspunkt Uelfebad
| Rund-/Wanderweg | Wegzeichen | Wegstrecke | Weglänge | Rundwanderweg | A4 | Uelfebad - Im Hagen - Herkingrade - Eistringhausen - Unterste Mühle - Uelfebad | 4,8 km |
| Rundwanderweg | A5 | Uelfebad - Leimhol - Herbeck - Neuenhammer - östlich Keilbeck - östlich Herkingrade - Eistringhausen - Heidt - Oberste Mühle - Uelfebad | 8,9 km |
| Rundwanderweg | A5 | Uelfebad - Im Hagen - Herkingrade - westlich Sondern - Remlingrade - Birken - Oberönkfeld - Rochollsberg - Oberste Mühle - Uelfebad | 10,8 km |
Ausgangspunkt Hölterhof
| Rund-/Wanderweg | Wegzeichen | Wegstrecke | Weglänge | Rundwanderweg | A1 | Hölterhof - Dieplingsberg - Hückeswagen-Hagelsiepen - Hückeswagen-Niederhagelsiepen - Kaffekanne - Kattenbusch - Sieplenbusch - Walkmüllersiepen - Kleinsiepen - Radevormwald - Hölterhof | 3,9 km |
| Rundwanderweg | A2 | Hölterhof - Vorm Holte - Rädereichen - Hückeswagen-Scheuer - Hückeswagen-Niederdahlhausen - Hückeswagen-Neuenherweg - Hückeswagen-Niedebeck - Hückeswagen-Vormwald - Wiebachtal- Kattenbusch - Kaffekanne - Radevormwald - Hölterhof | 9,2 km |
| Rundwanderweg | A3 | Hölterhof - Kaffekanne - Kattenbusch - Wiebachtal Wiebach-Vorsperre - südlich Hulverscheidt - Espert - Geilensiepen - Walkmüllersiepen - Kleinsiepen - Radevormwald - Hölterhof | 7,6 km |
Ausgangspunkt Niedernfeld
| Rund-/Wanderweg | Wegzeichen | Wegstrecke | Weglänge | Rundwanderweg | A1 | Niedernfeld - Uferweg der Wuppertalsperre - Honsberg - Obernfeld - Niedernfeld | 4,4 km |
(VRS: Verkehrsverbund Rhein-Sieg, VRR: Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, VRL: Verkehrsgemeinschaft Ruhr-Lippe)
Seit 2004 verbinden Bürgerbuslinien das Zentrum mit den Außenortschaften.
Der Busbahnhof im Zentrum von Radevormwald befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Bahnhofs. Zum Andenken an den Bahnhof und die Bahnstrecke wurden einige Formsignale aufgestellt. Außer der eben erwähnten Formsignale und der von Süden zum Busbahnhof führenden Straße (Bahnhofstraße) weist an dieser Stelle sonst nichts mehr auf die ehemaligen Bahnanlagen hin.
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